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In der Uniklinik Münster soll Musik zur Genesung beitragen. Stress und Unwohlsein werden nachweislich durch Musik gelindert, ein Psychologe von der Uni Münster hat durch eine Studie nun sogar entdeckt, dass Gesangstherapie eine heilende Wirkung hat. Dazu hat er Gruppentherapien durchgeführt. Die Teilnehmer müssen sich natürlich erst einmal überwinden, mitzumachen. Die Tambura, ein indisches Musikinstrument, spielt dabei leise im Hintergrund. Ihre Klänge sind meditativ und beruhigend.
Im Zuge des Projekts kann man nicht nur an der Gesangs-Therapie teilnehmen, man kann sich sogar Mozart ans Krankenbett holen. Eine junge Psychologie-Studentin besucht dazu Patienten mit ihrer Violine.
In der Uniklinik Münster kann man sich auf einem Plan aussuchen, welches Kulturprogramm man geboten kriegen möchte – es gibt neben der Gesangs- und Musiktherapie auch Tanz und natürlich Unterhaltung und Aufheiterung durch Clowns. Ein Kulturrefernt kümmert sich darum, derartige Veranstaltungen zu organisieren. Ein weiterer Vorteil von solchen Projekten: Der Patient hat nicht mehr das Gefühl, nur auf seine Krankheit reduziert zu werden. Oft wird es in großen Krankenhäusern übersehen, sich um das Seelenheil der Patienten zu sorgen.
Mittlerweile gibt es viele Krankenhäuser, die solche Kulturprogramme im Angebot haben. Es ist bewiesen, dass Singen den Heilungsprozess unterstützt und fördert. Auch die Singtherapie trägt sehr stark zum Wohlbefinden bei, sogar mehr als ein Besuch. Es ist natürlich eine willkommene Abwechslung, wenn man im Krankenhaus nicht nur das monotone Piepen der EKG-Geräte oder das dumpfe Blasen der Beatmungsmaschine hört, sondern fröhliche Klänge und schöne Musik.
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Egal welche Kulturen Ethnologen kennengelernt und erforscht haben, Musik war immer ein Bestandteil jeder Kultur. Bereits Embryos reagieren auf Töne im Mutterbauch. Es gibt Klänge, die wirken beruhigend, andere wiederum anregend. Wenn man Teenager beobachtet, wird man feststellen, dass Musik wichtig für den Ausdruck ihrer Gefühle ist. Je nach Laune wird die entsprechende Musik gehört. Denn Musik verstärkt die jeweiligen Gefühle. Aber auch im Erwachsenenalter ist Musik ein wichtig Ausdruck von Empfindungen. Wenn Menschen zusammenkommen, wird gerne Musik gehört oder auch zur Musik getanzt. Weshalb Musik so einen großen Einfluss auf Menschen besitzt, ist jedoch noch nicht zufriedenstellend erforscht. Man geht jedoch davon aus, dass Menschen nicht nur einen Sprachinstinkt besitze, sondern auch einen Musikinstinkt.
Lange Zeit hat man sich an die Musik nicht herangetraut, doch seit etwa 20 Jahren versuchen Neurologen herauszufinden, was Musik beim Menschen bewirken kann und weshalb. Grund für das Interesse an Musik sind neue Technologien, die es möglich machen das Gehirn des Menschen besser denn je zu erforschen. So beobachtet man seit Jahren was passiert, während Menschen Musik machen oder sie hören.
In den letzten Jahren hat man herausgefunden, dass die Annahme, der Mensch hätte ein separates Musikzentrum, so nicht stimmt. Es gibt nicht nur eine Stelle im Gehirn, mit der etwas passiert, es gibt verschiedene Areale, die auf Musik reagieren. Gehirnregionen, die für kognitive Funktionen zuständig sind, scheinen auch Musik verarbeiten zu können. Bei einer Untersuchung von Christo Pantev kam heraus, dass sich bei Menschen, die sich intensiv und regelmäßig mit Musik beschäftigen, das Gehör verändert. Musiker bspw. nehmen musikalische Reize intensiver auf, als Menschen die nur unregelmäßig Musik hören.
Die musikalische Früherziehung wird immer beliebter und das aus einem guten Grund. Die Nervenzellen von Kindern wachsen schneller und die Anzahl dieser erhöht sich.

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Genau wie Senioren bedürfen auch Menschen mit Behinderung einer optimierte Wohnsituation, um ein selbstbestimmtes Leben führen und an der Gesellschaft teilhaben zu können. Pflegekassen, Rehabilitationsträger und Integrationsämter haben für Umbaumaßnahmen und ähnliche Hilfen viele Gelder zur Verfügung. Auch Hilfen zur Beschaffung einer behindertengerechten Wohnung sind vorgesehen.
Doch bei so vielen unterschiedlichen Trägern und Fördermöglichkeiten kann man leicht die Übersicht verlieren. Deswegen wurden in Städten und Kreisen gemeinsame Servicestellen aller Träger eingerichtet. So brauchen sie nicht schier unendlich viele Stationen anzulaufen und das Sozialrecht zu studieren, sondern erhalten eine unabhängige Beratung, die über alle passenden Fördermöglichkeiten genau Bescheid weiß. Viele Umbaumaßnahmen sind darüber hinaus auch steuerlich absetzbar. Auch Gelder aus Bausparverträge können ab einem Grad der Behinderung von 95 Prozent vorzeitig aktiviert werden.
Um eine Wohnung behindertengerecht umzubauen, bedarf es einer sorgfältigen Planung. Welche Maßnahmen sind nötig? Was muss umgebaut werden? Welche Ausstattung sollte her, wie kann man das alles konkret umsetzen? Zur Erleichterung gibt es einheitliche Normen, die verbindlich beispielsweise darüber informieren, welche Maße eingehalten werden müssen. Diese DIN-Normen sind eine sinnvolle Orientierungshilfe. Neben den bereits erwähnten Trägern und der gemeinsamen Servicestelle informieren auch Gesundheits-, Bau- oder Umweltämter wie die Beratungsstellen für Wohnraumanpassung über die nötigen Schritte für einen konkreten Umbau einer Wohnung.
Falls es besonders wichtige technische oder bauliche Fragen gibt, kann bei Bedarf auch ein Beauftragter für bauliche Belange der behinderten Menschen vom Baudezernat dazugezogen werden. Mitunter lassen sich auf dem Immobilienmarkt jedoch auch Wohnungen finden, die bereits durch einen Vormieter umgebaut wurden. Doch sind auch in solchen Wohnungen häufig noch Änderungen oder kleinere Umbaumaßnahmen erforderlich.
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Die Therapeutin Caroline Voggenreiter-Schaad macht seit Mai im Rahmen des Projekts “Ein Engel für Alte” der Kirchengemeinde St. Georg Musik für demente und bettlägrige Menschen, die dadurch wieder einen Zugang zu Sprache und Aussenwelt finden sollen. Sie betreut acht Bewohner im Heidehof. Jeweils am Dienstagvormittag kommt die Musiktherapeutin für einige Stunden vorbei. So wird für demente und bettlägrige Bewohner ein individuelles Pflegeangebot geschaffen, da sie nicht mehr an Gruppenveranstaltungen teilnehmen können. Voggenreiter-Schaad erklärt, dass Menschen durch Musik in innere und äußere Bewegung kommen und Erinnerungen und Gefühle wachgerufen werden. Menschen, die nicht mehr sprechen können, kommunizieren nonverbal, finden über das Singen und die Melodien zurück zur Sprache. Bewegungslieder lösen Verkrampfungen, spastische Hände entspannen sich. Die Patienten greifen sogar manchmal selbst zum Instrument. Die Therapeutin freut sich über eine 69-Jährige: “Nach mehreren Wochen, in denen ich ihr viele verschiedene Lieder vorgesungen und CDs vorgespielt hatte, fing sie tatsächlich an, mit mir zu tönen und am Zeilenende ein Wort mit mir zu singen.”
Das Krankheitsbild der Demenz wird durch ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten geprägt. In den meisten Fällen kann eine Krankheit des Gehirns diagnostiziert werden. Vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Persönlichkeitsstruktur, die Sprache und die Motorik sind betroffen. Die Krankheit wird medikamentös behandelt, durch Gedächtnistraining wird ihr entgegengewirkt. Durch Biografiearbeit wird ermittelt, welche Bedeutung bestimmte Verhaltensweisen für demente Menschen haben, ob ein Mann sich zum Beispiel weigert, ins Bett zu gehen, weil er seine Frau vermisst. Der Umgang mit dementen Menschen erfordert viel Geduld, doch selbst kleine Erfolge bestätigen Caroline Voggenreiter-Schaad in ihren Methoden.

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Die Sängerin Leslie Feist dürfte sicherlich einem breiteren Publikum bekannt sein. So handelt es sich dabei um eine kanadische Sängerin welche schon lange Musik macht und mit ihrer Stimme erstmals am Anfang des neuen Jahrtausends auftauchte. So trat sie zwar noch nicht als Solokünstlerin auf, lieh jedoch vielen bekannten Stars wie Peaches, Mocky oder Chilly Gonzales in Duetten ihre Stimme. Jedoch wurde sie dann mit der Zeit doch noch richtig bekannt. Zu verdanken hatte sie das Apple im Jahre 2007, da sie dort der Werbung für den neuen iPod Nano einen Song schrieb und somit ständig präsent war. Dies hatte ihren Durchbruch im Musikbuissnes zur Folge. So produzierte sie als Solokünstlerin ihr erstes Album mit dem Namen “The Reminder” welches große Wellen schlug und ein Erfolg war.
Jedoch ist die charmante Sängerin kein typischer Star. Sie selbst steht nicht so auf diesen Rummel um ihre Person und mag auch das oberflächliche Popgeschäft nicht so sehr, sodass sie relativ schnell bereute für einen große Firma ihren Song verkauft zu haben. So kam es, dass sie nach ihrer Welttournee, welche sie einiges an Kraft kostete einen Schritt zurück machte und sich in ihr Privatleben zurückzog. Sie wollte sich einfach erholen und nur mit sich selbst beschäftigen.
Nun beweist sie, dass es manchmal Sinnvoll sein kann nicht nur dem Erfolg hinterherzujagen und eine Platte nach der anderen zu produzieren, sondern sich nach einem Erfolg auch mal eine wohlverdiente Pause zu gönnen. Denn jetzt hat Feist ein neues Album mit dem Namen “Metals” veröffentlich, welches schon beim ersten reinhören begeistert und genau so ein Erfolg wie “The Reminder” werden könnte. Und wenn nicht – Feist wird das auch nicht stören, da es ihr um die Musik und nicht um den Verkauf geht.
“Immer wenn ich traurig bin, dann mache ich Musik”, so lautet die Strophe eines Liedtexts aus einem Kinderlied. Dass Musik durchaus eine heilende Wirkung haben kann, ist seit Jahren bekannt. Und so gibt es neben dem menschlichen Phänomen, Lieder zu hören wenn man sich in einer guten oder schlechten Laune befindet, auch noch die Tatsache, dass Musik als Therapie eingesetzt wird.
So findet beispielsweise die Anthroposophischen Musiktherapie ihre Begründung. Ihre Geschichte hat dabei drei Wurzeln. Zum Einen gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Aufbruchstimmung, in der nach neuen Formen der Musik und Gestaltung gesucht wurde. Das war nicht nur im Bereich der Musik so, sondern auch in der Architektur oder aber in der Kunst. Und so schufen Mark, Klee, Kandinsky in der Malerei neue Horizonte, Schönberg, Webern und Berg in der Musik und Gropius schuf ganz neue Ansätze in der Architektur im Bauhaus-Stil 1919.
Zum Anderen fragten sich die Menschen, ob es eine geistige Ebene gibt, die der irdischen Welt mit ihren Erscheinungsbildern zugrunde liegt. Dabei trugen die Menschen ihre Fragen an Rudolf Steiner heran. Dieser machte bis 1924 Vorträge über Musik, Eurythmie, Sprachgestaltung, Malerei, Pädagogik, Heilpädagogik und anderen Bereichen. Dabei versuchte er auf diese Frage einzugehen.
In der Anthroposophischen Musiktherapie versuchte man diese Bereiche zu kombinieren und durch die Erkenntnisse in der Anthrophologie den Zusammenhang mit dem Krankheitsverlauf Rückschlüsse auf etwaige Naturprozesse, die den jeweiligen Menschen umgeben, zu finden. Durch die Musiktherapie versucht man also diese beiden verschiedenen Bereiche aufzusuchen und dadurch eine Basis für eine Therapie zu finden. Die Anthroposophischen Musiktherapie sieht also nicht nur die Ansätze in der Kunst, sondern auch in dem natürlichen Prozess in dem sich Menschen befinden und von dem sie umgeben sind.
Steiners Anthroposophie, Foto: zoomview_flickr
Musik steigert bei Menschen nicht nur nachweislich das Wohlbefinden, sondern kann auch Heilungsprozesse eingehend fördern. Diese Erkenntnisse nahm man sich nun auch in Bremen zum Thema der Arbeit und so begannen rund um den Sendesaal der Stadt einige Bauarbeiten. Zu Beginn des nächsten Jahres soll dort nämlich die erste stationäre Rehaklinik Bremens den Betrieb aufnehmen, in der man auch die Wirkung der Musik in die Arbeit mit den Patienten einfließen lassen will. Dafür will man 200 stationäre und zusätzlich auch 100 ambulante Plätze in unmittelbarer Nähe zum beliebten Konzertsaal einrichten. Diese musikalische Nachbarschaft soll auf vielfältige Weise ihren Nutzen zeigen und den Patienten ihr hochkarätiges Veranstaltungsprogramm direkt bis vor das Krankenbett bringen. Um das verwirklichen zu können, setzte man etliche technische Erneuerungen ein, um so die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, mit denen die Konzerte dann als Direktübertragung bis in die Klinikräume schallen sollen.
Zuversichtlich sieht man also einer zukünftigen Kooperation zwischen Klinik und Konzertsaal entgegen und will sich auch mit einem musikalischen Vortrag schon einmal auf die neue Philosophie einstimmen. In diesem Sinne findet am 31. Oktober im Sendesaal Bremen eine Vorstellung unter dem Titel “Music & The Brain” statt. Außerdem werden hier Experten Beispiele für die besondere Empfänglichkeit des Menschen und seines Organismus für Klänge präsentieren. Der Neurologe Kamal Chémali von der von der Cleveland Clinic in den USA sowie auch eine französische Pianistin, Prisca Benoit, werden zu diesem Thema über die Nutzbarkeit von Musik für therapeutische Zwecke sprechen.
Aber auch abgesehen von der zukünftigen Arbeit mit der Klinik, darf sich der Sendesaal Bremen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Nicht nur Programm und neue Konzertreihen wachsen hier stetig. Der Sendesaal ist vor allem auch sehr beliebt, weil Konzerte hier mit einer Einspielung verknüpft sind, weshalb auch die Aufnahmeaktivitäten in Zukunft weiter zunehmen werden

Sendesaal in Bremen, Foto: sendesaal bremen_flickr
Musiktherapie ist eine echte Alternative zu den heute leider viel zu schnell und oft verschriebenen Psychopharmaka-Keulen. Auf natürliche Art und Weise kann so die seelische und körperliche Gesundheit wiederhergestellt und gefördert werden. Gerade für Menschen, die gar nicht oder nur schwer kommunizieren können, bietet die Musik eine einfach zu erlernende und anwendbare neue „Sprache“. Auch eine Behinderung stellt keine Beeinträchtigung für das Musik-Erleben da. Vor allem Kinder reagieren instinktiv sehr wohlgesonnen auf Musik. Bis auf den Schmerz gibt es wohl kein Sinneserlebnis, das intensiver Emotionen anspricht und auslöst als Klänge. Warum sollte man diesen Effekt also nicht für therapeutische Zwecke nutzen?
Musiktherapie für Kinder greift alle Bereiche auf, die für die Entwicklung des Kindes wichtig sind. Dazu gehört die Bewegung, kognitive und soziale Fähigkeiten, das Umgehen mit Gefühlen und die eigene Körperwahrnehmung. Jenseits der so stark auf Sprache und Normen basierenden Außenwelt wird in der Musik ein völlig neuer, emotionaler und persönlicher Kosmos eröffnet, der eine neue Selbsterfahrung und -Bewertung mit sich bringt.
Neben motorischen Fähigkeiten, die beim Erlernen eines Instruments erworben werden, regt Musik zum Bewegen an. Vor allem für körperlich beeinträchtigte Kinder bietet Musik Bewegungsmöglichkeiten fernab des sonst eingeschränkten Alltags an – Bewegung kann von den Kindern nun ganz neu erfahren werden, alte Barrieren werden überwunden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten. Der Musik-Genuss schult alle Sinne und trainiert die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistungen. Gerade Kindern, die sonst ständig sehr unangenehmen Eindrücken wie Lärm oder Streit ausgesetzt sind, bietet die Musik eine Gefühlswelt der Geborgenheit. Daraus resultieren positive Gefühle, die die Kinder in ihrem Selbstwertgefühl stärken. Die eigen Kräfte und Fähigkeiten werden jenseits der heutigen Klischees und Werte neu kennengelernt und gestärkt.

ik zum Entspannen von Press_PhilipsCH/Flickr.com
Musik hat eine unglaublich große Wirkung auf das Gemüt der Menschen, insbesondere Entspannungsmusik zeichnet sich dabei durch ihre positive Wirkung aus. Doch was genau ist das eigentlich? Laut Google suchen 18.100 Menschen weltweit pro Monat nach Entspannungsmusik und bekommen dafür rund 249.000 Ergebnisse präsentiert.
Die Definition bezieht sich auf zwei Bereiche, zum einen dient sie als Oberbegriff für Musik, die zur Entspannung angehört wird, zum anderen ist Entspannungsmusik Musik, die nach speziellen Vorgaben zum Entspannen im therepeutischen, privaten, oder Wellness-Bereich produziert wurde. Es werden häufig auch Meditationsmusik, Yoga-Musik, Reiki-Musik und Tai-Chi Musik als Entspannungsmusik genutzt bzw. umgekehrt auch wenn diese Musikstile teilweise ganz unterschiedliche Merkmale aufweisen.
Aber bereits bei den Naturvölkern kam der Unheil abwehrenden, heilenden und magischen Kraft von Musik eine große Bedeutung zu. So wird im Alten Testament erwähnt wie Saul durch Davids Spiel auf dem Kinnor geheilt wird und in der griechischen Antike als Kathartik, d. h. Reinigung der Seele.
Und es gab natürlich auch immer Menschen, denen die Wirkung von Musik bewusster war als anderen und die sie gezielt einzusetzen wussten. Im Mittelalter forschten christliche Mönche an bewusstseinserweiternden Gesängen. Dazu ließ die Kirche Musiken komponieren, um Empfindungen in den Gläubigen im Gottesdienst hervorzurufen. Heute wird Musik auch genutzt um bestimmte Emotionen auszulösen zum Beispiel von der Werbung, in Kaufhäusern, oder von Filmproduzenten in der Filmmusik.
In der Neuzeit fand dies zunehmend Bestätigung und Nachweise durch wissenschaftliche Studien.
Auch die Idee, Musik zur Entspannung einzusetzen ist nicht neu. Schon früher waren Komponisten wie Bach, Mozart oder Chopin sich der entspannenden Wirkung einiger ihrer Stücke bewusst. Vielleicht wurden sogar einige Stücke zur Entspannung geschrieben wurde, allerdings nicht unter der heutige Vorstellung von Entspannung.
Die allgemeine Nachfrage nach spezieller Entspannungsmusik entstand mit dem aufkommenden Bewusstsein über die schädliche Wirkung von andauernder Anspannung und Stress und dem erlebten Unvermögen vieler Menschen, im Alltag eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden.
Slime – dies ist eine Punkband die seit über dreißig Jahren Musik macht und immer noch auf Krawall gebürstet ist.
In Hamburg hat sich die Band vor dreißig Jahren zusammen gefunden. Trotz der Bandumzüge und der Umzugstipps, die sie geben müssten, wurden sie einfach nicht ruhiger. In den 80er Jahren begann der Punkt zu leben und die Unzufriedenheit mit der deutschen Politik war groß. So entstand wohl auch die Band Slime.
Heute spielen sie in Berlin Kreuzberg im SO 36. In Kreuzberg ist man Randale gewohnt, doch nach einem Slime Konzert im Februar 2011 ist die Lage komplett außer Kontrolle geraten. Es gab Krawall, Scheiben zerbrachen, ein Brandsatz landete in einem Auto, Steine,Eisklumpen und Flaschen wurden auf Polizisten geworfen, die völlig überrumpelt waren von der aggressiven Meute.
Es gibt wohl kaum eine andere deutsche Band, die nach so langer Zeit noch so konsequent an ihrer Revolutionspose festhält. Der Bandleader Dirk Jora hält sich auch immer noch am linksradikalen Liedgut fest, wobei dann Phrasen wie „Bullenschweine“, „Deutschland verrecke“ oder „Etikette tötet“ nicht unüblich sind. Schon damals war das Erfolgsgeheimnis griffige Parolen mit zu singen und ins Publikum zu schleudern. Auch heute funktioniert es noch so.
Das Publikum ist durchwachsen. Man sieht alte Fans und junge Punks. Sie glauben immer noch „eher an die Unschuld einer Hure als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz“. Die Parolen werden geschmettert und die Fäuste in die Luft gestreckt. Alte Songs werden vor neuen Hintergründen abgeliefert. Dieses Mal sind es Stuttgart 21 oder Castor. Immer wieder werden Nazis an jeder Ecke vermutet, die es zu bekämpfen gilt.
Ihre sture Konsequenz und die hemmungslose Parolenhaftigkeit gepaart mit einer unvorstellbar großen Wut ist wohl leider das, was diese Konzerte ausmacht und sie für eine Gruppe Menschen attraktiv macht.
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