Gesellschaftsmusik

Archiv für die 'Musik als Heilmittel' Kategorie

Musik im Krankenhaus

Musik als Heilmittel | 6. February 2012
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Musiktherapie © Markus Bechtle - Fotolia.com

Musiktherapie © Markus Bechtle - Fotolia.com

In der Uniklinik Münster soll Musik zur Genesung beitragen. Stress und Unwohlsein werden nachweislich durch Musik gelindert, ein Psychologe von der Uni Münster hat durch eine Studie nun sogar entdeckt, dass Gesangstherapie eine heilende Wirkung hat. Dazu hat er Gruppentherapien durchgeführt. Die Teilnehmer müssen sich natürlich erst einmal überwinden, mitzumachen. Die Tambura, ein indisches Musikinstrument, spielt dabei leise im Hintergrund. Ihre Klänge sind meditativ und beruhigend. 

Im Zuge des Projekts kann man nicht nur an der Gesangs-Therapie teilnehmen, man kann sich sogar Mozart ans Krankenbett holen. Eine junge Psychologie-Studentin besucht dazu Patienten mit ihrer Violine. 

In der Uniklinik Münster kann man sich auf einem Plan aussuchen, welches Kulturprogramm man geboten kriegen möchte – es gibt neben der Gesangs- und Musiktherapie auch Tanz und natürlich Unterhaltung und Aufheiterung durch Clowns. Ein Kulturrefernt kümmert sich darum, derartige Veranstaltungen zu organisieren. Ein weiterer Vorteil von solchen Projekten: Der Patient hat nicht mehr das Gefühl, nur auf seine Krankheit reduziert zu werden. Oft wird es in großen Krankenhäusern übersehen, sich um das Seelenheil der Patienten zu sorgen. 

Mittlerweile gibt es viele Krankenhäuser, die solche Kulturprogramme im Angebot haben. Es ist bewiesen, dass Singen den Heilungsprozess unterstützt und fördert. Auch die Singtherapie trägt sehr stark zum Wohlbefinden bei, sogar mehr als ein Besuch. Es ist natürlich eine willkommene Abwechslung, wenn man im Krankenhaus nicht nur das monotone Piepen der EKG-Geräte oder das dumpfe Blasen der Beatmungsmaschine hört, sondern fröhliche Klänge und schöne Musik.

Musiktherapie für Demenzkranke

Musik als Heilmittel | 6. December 2011
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Musiktherapie © W-FOTO - Fotolia.com

Musiktherapie © W-FOTO - Fotolia.com

Die Therapeutin Caroline Voggenreiter-Schaad macht seit Mai im Rahmen des Projekts “Ein Engel für Alte” der Kirchengemeinde St. Georg Musik für demente und bettlägrige Menschen, die dadurch wieder einen Zugang zu Sprache und Aussenwelt finden sollen. Sie betreut acht Bewohner im Heidehof. Jeweils am Dienstagvormittag kommt die Musiktherapeutin für einige Stunden vorbei. So wird für demente und bettlägrige Bewohner ein individuelles Pflegeangebot geschaffen, da sie nicht mehr an Gruppenveranstaltungen teilnehmen können. Voggenreiter-Schaad erklärt, dass Menschen durch Musik in innere und äußere Bewegung kommen und Erinnerungen und Gefühle wachgerufen werden. Menschen, die nicht mehr sprechen können, kommunizieren nonverbal, finden über das Singen und die Melodien zurück zur Sprache. Bewegungslieder lösen Verkrampfungen, spastische Hände entspannen sich. Die Patienten greifen sogar manchmal selbst zum Instrument. Die Therapeutin freut sich über eine 69-Jährige: “Nach mehreren Wochen, in denen ich ihr viele verschiedene Lieder vorgesungen und CDs vorgespielt hatte, fing sie tatsächlich an, mit mir zu tönen und am Zeilenende ein Wort mit mir zu singen.”

Das Krankheitsbild der Demenz wird durch ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten geprägt. In den meisten Fällen kann eine Krankheit des Gehirns diagnostiziert werden. Vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Persönlichkeitsstruktur, die Sprache und die Motorik sind betroffen. Die Krankheit wird medikamentös behandelt, durch Gedächtnistraining wird ihr entgegengewirkt. Durch Biografiearbeit wird ermittelt, welche Bedeutung bestimmte Verhaltensweisen für demente Menschen haben, ob ein Mann sich zum Beispiel weigert, ins Bett zu gehen, weil er seine Frau vermisst. Der Umgang mit dementen Menschen erfordert viel Geduld, doch selbst kleine Erfolge bestätigen Caroline Voggenreiter-Schaad in ihren Methoden.

Die Anthroposophische Musiktherapie

Musik als Heilmittel | 12. October 2011
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“Immer wenn ich traurig bin, dann mache ich Musik”, so lautet die Strophe eines Liedtexts aus einem Kinderlied. Dass Musik durchaus eine heilende Wirkung haben kann, ist seit Jahren bekannt. Und so gibt es neben dem menschlichen Phänomen, Lieder zu hören wenn man sich in einer guten oder schlechten Laune befindet, auch noch die Tatsache, dass Musik als Therapie eingesetzt wird. 

So findet beispielsweise die Anthroposophischen Musiktherapie ihre Begründung. Ihre Geschichte hat dabei drei Wurzeln. Zum Einen gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Aufbruchstimmung, in der nach neuen Formen der Musik und Gestaltung gesucht wurde. Das war nicht nur im Bereich der Musik so, sondern auch in der Architektur oder aber in der Kunst. Und so schufen Mark, Klee, Kandinsky in der Malerei neue Horizonte, Schönberg, Webern und Berg in der Musik und Gropius schuf ganz neue Ansätze in der Architektur im Bauhaus-Stil 1919.

Zum Anderen fragten sich die Menschen, ob es eine geistige Ebene gibt, die der irdischen Welt mit ihren Erscheinungsbildern zugrunde liegt. Dabei trugen die Menschen ihre Fragen an Rudolf Steiner heran. Dieser machte bis 1924 Vorträge über Musik, Eurythmie, Sprachgestaltung, Malerei, Pädagogik, Heilpädagogik und anderen Bereichen. Dabei versuchte er auf diese Frage einzugehen. 

In der Anthroposophischen Musiktherapie versuchte man diese Bereiche zu kombinieren und durch die Erkenntnisse in der Anthrophologie den Zusammenhang mit dem Krankheitsverlauf Rückschlüsse auf etwaige Naturprozesse, die den jeweiligen Menschen umgeben, zu finden. Durch die Musiktherapie versucht man also diese beiden verschiedenen Bereiche aufzusuchen und dadurch eine Basis für eine Therapie zu finden. Die Anthroposophischen Musiktherapie sieht also nicht nur die Ansätze in der Kunst, sondern auch in dem natürlichen Prozess in dem sich Menschen befinden und von dem sie umgeben sind. 

Steiners Anthroposophie, Foto: zoomview_flickr

Steiners Anthroposophie, Foto: zoomview_flickr

Musiktherapie für Kinder

Entspannung durch Klänge, Musik als Heilmittel, Musiktherapie für Kinder | 24. August 2011
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Kinder beim Musizieren von postageuniversal/Flickr.com

Kinder beim Musizieren von postageuniversal/Flickr.com

Musiktherapie ist eine echte Alternative zu den heute leider viel zu schnell und oft verschriebenen Psychopharmaka-Keulen. Auf natürliche Art und Weise kann so die seelische und körperliche Gesundheit wiederhergestellt und gefördert werden. Gerade für Menschen, die gar nicht oder nur schwer kommunizieren können, bietet die Musik eine einfach zu erlernende und anwendbare neue „Sprache“. Auch eine Behinderung stellt keine Beeinträchtigung für das Musik-Erleben da. Vor allem Kinder reagieren instinktiv sehr wohlgesonnen auf Musik. Bis auf den Schmerz gibt es wohl kein Sinneserlebnis, das intensiver Emotionen anspricht und auslöst als Klänge. Warum sollte man diesen Effekt also nicht für therapeutische Zwecke nutzen?

Musiktherapie für Kinder greift alle Bereiche auf, die für die Entwicklung des Kindes wichtig sind. Dazu gehört die Bewegung, kognitive und soziale Fähigkeiten, das Umgehen mit Gefühlen und die eigene Körperwahrnehmung. Jenseits der so stark auf Sprache und Normen basierenden Außenwelt wird in der Musik ein völlig neuer, emotionaler und persönlicher Kosmos eröffnet, der eine neue Selbsterfahrung und -Bewertung mit sich bringt.

Neben motorischen Fähigkeiten, die beim Erlernen eines Instruments erworben werden, regt Musik zum Bewegen an. Vor allem für körperlich beeinträchtigte Kinder bietet Musik Bewegungsmöglichkeiten fernab des sonst eingeschränkten Alltags an – Bewegung kann von den Kindern nun ganz neu erfahren werden, alte Barrieren werden überwunden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten. Der Musik-Genuss schult alle Sinne und trainiert die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistungen. Gerade Kindern, die sonst ständig sehr unangenehmen Eindrücken wie Lärm oder Streit ausgesetzt sind, bietet die Musik eine Gefühlswelt der Geborgenheit. Daraus resultieren positive Gefühle, die die Kinder in ihrem Selbstwertgefühl stärken. Die eigen Kräfte und Fähigkeiten werden jenseits der heutigen Klischees und Werte neu kennengelernt und gestärkt.

Merkmale der Entspannungsmusik

Entspannung durch Klänge, Musik als Heilmittel | 23. August 2011
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Musik zum Entspannen von Press_PhilipsCH/Flickr.com

ik zum Entspannen von Press_PhilipsCH/Flickr.com

Musik hat eine unglaublich große Wirkung auf das Gemüt der Menschen, insbesondere Entspannungsmusik zeichnet sich dabei durch ihre positive Wirkung aus. Doch was genau ist das eigentlich? Laut Google suchen 18.100 Menschen weltweit pro Monat nach Entspannungsmusik und bekommen dafür rund 249.000 Ergebnisse präsentiert.

Die Definition bezieht sich auf zwei Bereiche, zum einen dient sie als Oberbegriff für Musik, die zur Entspannung angehört wird, zum anderen ist Entspannungsmusik Musik, die nach speziellen Vorgaben zum Entspannen im therepeutischen, privaten, oder Wellness-Bereich produziert wurde. Es werden häufig auch Meditationsmusik, Yoga-Musik, Reiki-Musik und Tai-Chi Musik als Entspannungsmusik genutzt bzw. umgekehrt auch wenn diese Musikstile teilweise ganz unterschiedliche Merkmale aufweisen.

Aber bereits bei den Naturvölkern kam der Unheil abwehrenden, heilenden und magischen Kraft von Musik eine große Bedeutung zu. So wird im Alten Testament erwähnt wie Saul durch Davids Spiel auf dem Kinnor geheilt wird und in der griechischen Antike als Kathartik, d. h. Reinigung der Seele.
Und es gab natürlich auch immer Menschen, denen die Wirkung von Musik bewusster war als anderen und die sie gezielt einzusetzen wussten. Im Mittelalter forschten christliche Mönche an bewusstseinserweiternden Gesängen. Dazu ließ die Kirche Musiken komponieren, um Empfindungen in den Gläubigen im Gottesdienst hervorzurufen. Heute wird Musik auch genutzt um bestimmte Emotionen auszulösen zum Beispiel von der Werbung, in Kaufhäusern, oder von Filmproduzenten in der Filmmusik.
In der Neuzeit fand dies zunehmend Bestätigung und Nachweise durch wissenschaftliche Studien.
Auch die Idee, Musik zur Entspannung einzusetzen ist nicht neu. Schon früher waren Komponisten wie Bach, Mozart oder Chopin sich der entspannenden Wirkung einiger ihrer Stücke bewusst. Vielleicht wurden sogar einige Stücke zur Entspannung geschrieben wurde, allerdings nicht unter der heutige Vorstellung von Entspannung.
Die allgemeine Nachfrage nach spezieller Entspannungsmusik entstand mit dem aufkommenden Bewusstsein über die schädliche Wirkung von andauernder Anspannung und Stress und dem erlebten Unvermögen vieler Menschen, im Alltag eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden.

 

Hintergrund: Musiktherapie

Allgemein, Entspannung durch Klänge, Musik als Heilmittel | 18. August 2011
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Klavier / maistora / flickr

Klavier / maistora / flickr

Früher hieß es, dass psychische Erkrankungen nur mit einer entsprechenden Medikamentenvergabe zu behandeln seien. Mittlerweile haben sich alternative Therapieformen durchgesetzt, welche von Psychiatern immer mehr in Anspruch genommen werden. Oftmals wird nur in den schlimmsten Fällen zu einer medikamentösen Behandlung geraten.

Eine alternative Therapie ist die Musiktherapie. Ein großer Pluspunkt dieses Prozedere ist, dass die Therapeuten schnell über die Musik Zugang zu den Patienten finden und somit eine bessere Bindung aufbauen – das A und O einer gelungenen Therapie.

Meist wird die Musiktherapie in Einrichtungen des Gesundheits- oder Sozialwesens angewendet. Zuerst einmal klären Musiktherapeuten und Psychologen die Vorgeschichte und das Krankheitsbild des Patienten ab. Entsprechend der Genese und Diagnose wird ein Behandlungsplan für den Betroffenen entworfen. Verschiedene Sitzungen sollen dem Patienten helfen, seine psychische Krankheit zu überwinden.

Vor allem Motivation soll der Patient durch den Einsatz von Melodien und Instrumenten erhalten. Oftmals fehlt depressiven Menschen der Wille, weiterzuleben. Musik kann erheiternd und stimulierend auf Körper und Geist wirken. Auch Entspannungstechniken können mittels Musik erlernt werden.

Es gibt zwei grobe Varianten der Musiktherapie. Entweder spielt der Therapeut dem Patienten eine Melodie vor und lässt diesen dann seine Gefühle und Erinnerungen dazu äußern, oder der Patient wird selbst angeleitet, auf einem Instrument zu spielen. Der Spielrhythmus, beispielsweise beim Schlagen einer Trommel, verrät viel über den seelischen Zustand des Patienten. Es wird diesem ermöglicht, sein Innenleben mittels Musik mitzuteilen. Besonders stummen Menschen oder Mutisten wird zu dieser Art des Ausdrucks geraten.

Wie bei anderen Psychotherapien auch werden die einzelnen Sitzungen genauestens protokolliert. Jede Sitzung wird sowohl als Einzelleistung betrachtet, als auch in den gesamten Therapieprozess einbezogen. Auch Angehörige der Betroffenen werden mit einbezogen. Diese können zum Beispiel auch versuchen, das Instrumentenspiel des Betroffenen zu deuten.

Die Kraft des Singens

Allgemein, Musik als Heilmittel | 15. August 2011
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Singen / Duncan Brown (Cradlehall) / flickr

Singen / Duncan Brown (Cradlehall) / flickr

Singen hilft und heilt. Dies ist längst nicht mehr nur ein Mythos, sondern wissenschaftlich belegt. Die meisten Menschen ahnen nicht, dass sie sich selbst mit ihrer Stimme etwas Gutes tun können – unabhängig davon, wie gut sie singen oder wie schlecht.

Bereits 20 Minuten am Tag verhelfen zu einer regelrechten Hochstimmung. Dies kann man in nahezu jeder Situation tun: ob beim Kaffeekochen, beim Duschen oder abends beim Zubettgehen.

Klangtherapeuten schwören sogar darauf, dass durch das Singen chronische Krankheiten geheilt oder zumindest gemindert werden können. Singen hilft nicht nur der Psyche, es ist auch gut für die Atmung, die Durchblutung des Gehirnes und sorgt für Schwingungen im Körper. Wenn man atmet, so saugt man die Luft viel tiefer ein, die Lungen werden viel mehr geweitet als bei normaler Atmung. Somit wird der Körper besser mit Sauerstoff versorgt. Menschen, die viel singen, sind selbstbewusster und ausgeglichener. Besonders schüchternen Menschen, die Angst vor dem Sprechen vor Publikum haben, wird zum Singen geraten: wer öfter seine eigene Stimme hört, gewöhnt sich an diese und scheut sich nicht vor Unterhaltungen. Man könnte genauso gut auch Selbstgespräche führen – aber das erscheint den meisten merkwürdig und macht auch lange nicht so viel Spaß, wie ab und zu ein Liedchen zu trällern. Was man singt spielt übrigens auch eine Rolle. So können flotte, fröhliche Lieder motivierend wirken, ruhige Lieder entspannend wirken.

Zudem fördert Singen die Gemeinschaft: Wer seinem Kind abends ein Schlafliedchen singt, baut eine große emotionale Bindung zu diesem auf. Beim Singen im Chor wird das Gruppengefühl gestärkt.

Man sollte frühzeitig beginnen, mit dem Kind zu singen, denn dadurch verbessert sich die Aufmerksamkeit und sprachliche Fähigkeiten werden geschult. Auch das kindliche Gedächtnis wird beim Singen extrem trainiert, da es sich Melodie und Text gleichzeitig merken muss.

Was ist Liquid Sound?

Entspannung durch Klänge, Musik als Heilmittel | 15. August 2011
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Liquid Sound Therapie von Gong Yogi/Flickr.com

Liquid Sound Therapie von Gong Yogi/Flickr.com

In einer Welt, die von Stress und Hektik dominiert wird, gibt es immer mehr Methoden und Techniken, Körper, Geist und Seele zu entspannen. Die einen schwören auf Yoga, andere auf Tai Chi, wieder ein anderer geht einfach jeden Morgen spazieren. Der Medienkünstler Micky Reimann

erdachte sich gemeinsam mit Jim Nollman, einem bekannten Musiker, eine Entspannungsmethode der besonderen Art. Liquid Sound nennt sich das ganze. Es ist die Kombination aus dem Lauschen von Klängen und Schwimmen.

Jim Nollman ist dafür bekannt, über seine Instrumente mit Tieren zu kommunizieren. In ersten Versuchen im Jahre 1985 unternahm er eine Forschungsfahrt auf dem Pazifik, wo er mittels Klängen Kontakt zu den dort lebenden Walen aufnahm. Er war so begeistert von den „flüssigen Kommunikation“, dass er 1986 erstmals eine Liquid Sound-Veranstaltung inszenierte. Diese fand in einem Frankfurter Schwimmbad statt. In den folgenden Jahren erweiterte und perfektionierte Nollman seine Methode. Diese wurde im Jahr 2000 sogar Bestandteil der Expo in Hannover.

Remann war bereits zu Beginn seiner Karriere überzeugt davon, dass Musik zwar eine wohltuende Wirkung auf den Körper hat, jedoch nie vollständig in diesen „eindringen“ kann. Er kam nach einigen Überlegungen zu dem Schluss, dass Wasser das ideale Medium zur Übertragung des Schalls sei. Dabei zog er vor allem Zusammenhänge zum menschlichen Fetus im Fruchtwasser der Mutter. Über diese Flüssigkeit nehmen Ungeborene bereits Töne wahr, welche bei ihnen Vertrauen auslösen.

Um dieses Vertrauensgefühl wieder herzustellen, erdachte Remann den Liquid Sound. In großen Schwimmbecken können Besucher dabei sowohl über als auch unter Wasser Melodien lauschen. Taucht man mit dem Kopf unter, so eröffnen sich einem völlig neue Klangwelten, welche über der Oberfläche nicht einmal annähernd so eindrucksvoll zur Geltung kommen. Besonders für die Psyche ist das Eintauchen in die Musik ein wahres Heilbad.

Musik gegen Stress

Allgemein, Entspannung durch Klänge, Musik als Heilmittel | 11. August 2011
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Negativer Stress ist mittlerweile zu einer Art Volkskrankheit geworden. Immer mehr Menschen klagen über Symptome wie Herzrasen, Schwindelgefühle, Einschlafprobleme, Nervosität oder Kopf- und Gliederschmerzen. Wer jeden Tag alles gibt, ist schnell überfordert und der Körper zeigt eben genannte Zeichen der Erschöpfung. Abhilfe schafft es, einen Gang runter zu schalten, sich regelmäßige Entspannungsphasen zu gönnen und gesund zu leben.

Eine weitere Form, gegen den Stress vorzugehen, ist Musik. Jederzeit kann man selbst singen, musizieren oder einfach nur entspannenden Klängen lauschen. Es ist heutzutage wissenschaftlich nachgewiesen, dass körperliche und seelische Vorgänge von Melodien beeinflusst werden. Wählt man einen entsprechenden Rhythmus, so kann man damit seinen Blutdruck senken und den Herzschlag auf eine gesunde Frequenz reduzieren. Außerdem verbessert sich beim Singen die Atmung, sodass der Körper und vor allem das Gehirn besser durchblutet werden. Dies stützt das gesamte Kreislaufsystem.

Wenn man Musik hört, so verbessert sich außerdem die Laune und man ist motivierter.

Was besonders gut hilft: die eigene Lieblingsmusik hören. Es ist egal, ob es sich dabei um Pop, Schlager, Heavymetal oder Klassik handelt, denn das Gehirn reagiert nur auf die Beliebtheit der Klänge. Daraufhin wird Adrenalin abgebaut und der Organismus kann sich entspannen.

Wer unterwegs einfach mal abschalten will, beispielsweise auf dem Weg nach Hause in der Bahn, der sollte einen MP3-Player oder ähnliche Geräte dabeihaben. So kann man zwischendurch entspannen und gleichzeitig den Verkehrslärm oder das Gerede andrer Menschen überdecken.

Beim Hören der Musik sollte man am besten die Augen schließen, um den Körper nicht allzu vielen Reizen auszusetzen. Dabei dann langsam und tief ein- und ausatmen. Durch diese kleine Methode kann man sich schon in einen Ruhezustand versetzen.

Was ähnlich wirkt wie eine Therapie durch Musik: Spaziergänge in der Natur. Hier kann man der Musik des Waldes lauschen: Vogelgezwitscher, Blätterrauschen – all dies wirkt entspannend und lockert die angespannten Nerven.

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