OVER
Nr. 15
Wir lustwandeln im Park, huschen ins Dunkle,
- keine Sorge um die Drogenfahnder -
ihr wißt, wir sind hier zu Hause und frei...
Und wenn ihr es bis zur Insel schafft, zur Rockinsel,
alles, was ihr erkennen müßt, ist,
euer Leben selbst zu bestimmen.
Tut es im Sonnenschein des Mai, es ist zauberhaft!
Ihr werdet nie wieder so high, auch wenn ihr's versucht!
Bassige californische Rockmusik lädt euch auf.
Und wir gehen runter, tiefer, runter,
wir müssen unsere Wurzeln wiederfinden.
Ihr werdet nie echt high, wenn ihr's euch vornehmt.
Ich war noch nie so high, wenn ich mich anstrengte.
Ich war noch nie so high, aber ich versuch's.
Ich werde nie echt high werden, wenn ich's versuche,
ihr wißt, ich versuch's.
Fühlt, wie wir kommen...
Und gehen und kommen...
Fühlt, wie wir singen...
Ein elektrisches Vibrieren in deinem Körper...
Könnt ihr es schaffen zur Insel im Mai?
Nördliche Winde treiben hinter dir her.
Schaffst du es bis zur Insel?
Komm, schau dich um, sag' mir, was du siehst,
sieh, die Leute schauen auf dich, schauen auf mich.
Auf die Liebe.
Wir sind lebendig, und wir wissen das.
Was wir sind, und was wir sein werden,
läßt sich nicht zerstören, nicht bis ins 29. Jahrhundert.
Wir haben erst angefangen zu wachsen, wißt ihr,
eben gerade begonnen zu wachsen und zu werden.
Du wächst, wir sind Sämlinge der Sonne.
Wir gehen runter, tiefer, runter,
zurück nach Hause.
(Jefferson Airplane 1971)
Verschiedenes
Halb versunken, halb gespannt,
hinterrücks die Blicke der Gaffer,
halt ich sie fest in meiner Hand
die 1. 4 Buchstaben des LOVER.
Das prickelndste aus Seelenküchen,
kaum druckfrisch geilt es jeden Raffer,
Herzen, Schmerzen, Wahrheit, Lügen -
wer macht den besten LOVER,
egal, ich will ihn kriegen.
Ich lieg aufm Sofa,
trampel das Mofa,
fühl' mich wie 'n Doofer,
bin aufm Schwoof da,
oder 'n ganz Braver,
deutsch oder englisch:
I want the LOVER!

Mit
der Unterschrift beim britischen Label K.422 1984 veröffentlichten
Swans eine EP, Raping A Slave, und ein Album, Cop. Beide lieferten die
ersten Anzeichen ihrer dekonstruktiven Richtung. Dies war Rock verlangsamt
bis zum nahezu gefrorenen Stillstand und reduziert auf die grundlegendste
Komponente - den monolithischen Akkord; knapp noch als Musik wahrzunehmen,
war es wie Zeitungspapier vergrößert bis zur Unkenntlichkeit.
In Sachen Lyrik präsentierte Crop einen Alptraumtrip durch ein düsteres
industrielles Ödland, endlose brutale Szenerien ausmalend.
Swans-Alben auf CD:
Cop (1984; K.422). 'Diese Platte wurde für das Abspielen
bei maximaler Lautstärke gestaltet.' verkündet die Hülle.
Ihr Inhalt ist der verzerrte Soundtrack zu der Verquickung der beiden schlimmsten
Alpträume von Kafka und Burroughs, offenbart schon durch die düsteren
Figuren in ihren Songtiteln - 'Schlächter', 'Bulle', 'Raubmörder'.
Die CD-Wiederauflage enthält auch die EP Raping A Slave.
Greed (1986; K.422). Rock-Musik bei absolut Null. Spärlich
widerhallendes Piano, erschütterndes Schlagwerk und entkörperlichtes
Wehgeschrei, das aus dem Nichts widerhallt, Greed hält den modernen
Bedingungen und ihren unbarmherzigen Systemen einen unerschütterlichen
dystopischen Spiegel vor. Die CD-Wiederauflage enthält auch die LP
Holy Money.
Soundtracks For The Blind - Titel & Texte:
RED VELVET CORRIDOR (MUSIC: GIRA)
I WAS A PRISONER IN YOUR SKULL (MUSIC: GIRA)
HELPLESS CHILD (MUSIC/WORDS: GIRA)
Nun bist du die Mutter, und ich werde dein Narr sein,
Ich werde mich tief drinnen verstecken
In deinem tiefroten Pool,
Das Wasser rinnt trüb zwischen deinen Falten,
Du willst mich nicht atmen lassen,
Du willst mich nicht gehen lassen,
Nun bist du die Fremde
Und ich bin der weißhäutige Sohn,
Du wirst meine Unschuld schwärzen
Mit Zucker und Opium...
Die Kinder waren am Ersticken,
Unten in deiner feuchten Höhle,
Und du warst die Mutter,
Und ich war der schlafende Sklave.
Beschütze mich vor der Gewalt,
Halt mich in deinen kühlen Lippen,
Du betäubst mich mit Nettigkeit,
So daß ich mir vorstellen kann, ich existiere.
Nun bist du das einzige Kind,
Ich werde an deiner Brust saugen,
Du wirst mich mit Treibstoff füttern,
Ich werde meinen Namen in deinen Kopf brennen.
LIVE THROUGH ME (MUSIC: GIRA)
YUM-YAB KILLERS (MUSIC/WORDS: JARBOE)
Ich sah einen weißen Finger auf einem Stacheldrahtzaun,
Ich wußte, es war gefährlich,
Aber ich nahm das Risiko auf mich,
Und ja, es war süß, so süß zu essen.
Nun sieh, wie das Fleisch gespickt ist und blutet.
Ja, es blutet, es blutet, sieh wie es blutet...
Ich sah ein kleines Baby die Straße langkrabbeln,
Ich sagte, komm rüber, Baby,
Du siehst gut genug aus zum Verspeisen.
Ich sagte, komm rüber, Liebes,
Du weißt, was ich tun werde.
Ja, ich werde dich zu meinem Spiegel machen,
Für die Dinge, die ich wählte.
Kleines Yum-Yab. Kleines Yum-Yab...
Wir sind die Wilden, wir sind das Risiko.
Komm, kleines Yum-Yab.
Komm, schlitz dir das Handgelenk auf.
Wir sind die Wilden, wir sind das Risiko.
Komm, kleines Yum-Yab, gib mir'n Kuß.
Nun blast euren Geist aus.
Ich werde euren Geist ausblasen.
THE BEAUTIFUL DAYS (MUSIC: GIRA)
VOLCANO (WORDS/MUSIC: JARBOE)
Dein Lippenstift schmiert quer übers Gesicht,
Nun wirf dein Haar mit dreckigem Charme.
Lederstreifen in pink an deiner Gitarre,
Nun spreize deine Beine - wie clever du bist.
Mmmmmm, sie kennen alle deinen Namen, Collie,
Erklimme deinen Weg zum Ruhm...
Da ist ein Stern in ihren Augen, und sie weiß es,
Da ist ein Stern in ihrem Geist, ja, sie zeigt es,
Da ist ein Stern in ihrem Geist, und sie weiß es,
Ein Stern in ihrem Geist, ja sie bringt's hervor...
Und jeden Abend geht die Sonne auf,
Wenn sie runtergeht,
Und jeden Abend füllt der Schmutz ihr Brautkleid.
Das kleine Mädchen in dir
Hat seine Träume wahrgemacht.
Und heute abend betrittst du die Bühne,
Du trägst ein Kleid aus Blut und Spitze.
Du hinterließst Rostflecken, wo du niederknietest,
Aber Collie, du bist noch unsichtbar.
Und ich würde gern ihre Brüste essen und Gott erkennen,
Und ich würde gern ihr Fleisch kosten und hart werden,
Und ich würde gern ihre Brüste essen
Und wachsen, Gott,
Und ich würde gern ihren Atem einsaugen
Und heiß blasen...
MELLOTHUMB (MUSIC: GIRA)
ALL LINED UP (WORDS/MUSIC: GIRA)
Ich sah sie alle aufgereiht,
Wie nackte Kinder an der Wand.
Ihre Haut hängt runter in Fetzen.
Jedes Gesicht ist angemalt wie eine Hure.
Ihr Blut scheint in der Sonne.
Ihre Wunden sind mit weißem Salz gepudert.
Ihre Lippen formen stumme Worte:
Ich sehe meinen Namen, als er ausgestoßen wird.
Ich sehe sie auf Knien gehen,
Geführt in einer Kette von lachenden Mädchen.
Ich sehe sie am Schmutz saugen,
Als ob sie die ganze Welt inhalierten.
Und einem nach dem anderen
Sind ihre Hälse abgeschnitten,
Und ein jeder singt sein erstickendes Lied.
Und ein jeder singt sein Schlaflied,
Und ein jeder fällt und dann ist er weg.
Und ich fühl mich gut, ich fühl mich fein.
Und ich fühl mich gut: Ich habe viel zu lange gewartet.
Ich sehe ihre Körper im Feuer,
Schwarzen Rauch in die Flammen verströmend.
Und all die Leute standen herum,
Ihre Lippen formten meinen Namen.
Und bald begann die Sonne zu sinken
Hinter einer Wand aus schmutziger Luft.
Ich sehe ihre Knochen dort in dem Haufen,
Und koste den Geschmack brennenden Haars.
Und alle Kinder schreien nach Milch.
Der Regen spuckt eine Million Messer runter.
Ich sehe dich durch's Feld rennen.
Ich sehe dich deinem nutzlosen Leben hinterherrennen.
Ich fühle, du erstickst an deiner Zunge,
Ich fühle, dein Atem attackiert deinen Brustkorb.
Die Hunde zerren zu deinen Füßen.
Ich sehe dich dein Glück ausbluten.
Und ich fühl mich gut, ja ich fühl mich fein.
Und ich fühl mich gut:
Letztlich kriegte ich zurück,
Was gerechter Weise immer mein war.
SURROGATE 2 (MUSIC: GIRA/JARBOE)
HOW THEY SUFFER (MUSIC: GIRA)
ANIMUS (MUSIC/WORDS: GIRA)
Irgendwo, durch die gefrorenen Felder,
Irgendwo, unterhalb deiner blassen und zarten Haut,
Liegt ein Haus, das Furcht und Schmerz aufsaugt -
Sonnenrot, Nahrung enthaltend für meine Träume.
Irgendwo kalt, im optischen Kabel, unten,
Wo Finger und Gelenke krachen und bluten,
Dort werde ich sein,
Mit meinen ausgebreiteten und gebrochenen Armen,
Auf deinen Atem wartend, meine Venen zu animieren.
Wir sind nicht allein:
Alle unsere Gedanken sind numeriert -
Böswillig und kalt, tierisch und hungrig.
Aber ich will alles umfassen, was je war oder sein wird,
Dann will ich meine Haut ausbrechen sehen,
In einer Symphonie von Flammen -
Deinen Namen herausschreiend,
Deinen Namen herausschreiend...
Warum kann ich mich nicht
In deinem wandelbaren, elektrischen Gesicht verstecken?
Du hast den Schmerz weggesaugt,
Und schluckst meine übelsten Träume runter.
Nun fühlt sich mein Körper wie Schnee an,
Das zerschlagene Bild auswerfend -
Wo werden wir dann sein,
Wenn all die Furcht und das Blut entschwunden sind,
Übertragen in einhundert Millionen offene Kindermünder,
Deinen Namen rausschreiend,
Deinen Namen rausschreiend...
RED VELVET WOUND (WORDS/MUSIC: JARBOE)
Und was mache ich mit dem Geschenk, das du mir gabst,
Dasjenige, das niemand sonst kaufen würde?
Sie würden nicht den miesen Grund
Deiner schrecklichsten Unschuld akzeptieren.
So laß sie sagen, wie wild du warst,
Obwohl du eigentlich zärtlich warst.
Ja, wie du schriest, die ganze Nacht hindurch,
durch das Morgenlicht liefen noch stille Tränen,
hübschester, mein einsamer, Sünder.
THE SOUND (WORDS/MUSIC: GIRA)
Und weit sind deine Täuschungen,
Tiefrot ist der Raum hinter deinen Augen,
Geschlossen für immer ist die Tür zu deinem Raum,
Aber innen lebt der Klang,
Den du verachtest, aber den ich liebe...
Mutter, ich lag falsch.
Ich hab unrecht...
HER MOUTH IS FILLED WITH HONEY (MUSIC GIRA/JARBOE)
BLOODSECTION (MUSIC: GIRA)
HYPOGIRL (WORDS/MUSIC: GIRA)
Kann ich deinen Geist stehlen?
Und kann ich hineinkriechen?
Und wenn ich dein Kind bin,
Kann ich in deinem Auge essen?
Und kann ich die Luft trinken,
Tief unten in deiner kalten schwarzen Lunge?
Und kann ich das süße, kranke, einsame Blut einatmen?
Liebe ist überall, nein wir werden niemals entkommen.
Ich liebe dich mehr als mein Leben.
Nein, wir werden niemals entkommen...
Kann ich das Herz rausschneiden,
Und das Futter in deinem Kopf stehlen,
Und meinen Körper im Inneren zusammenrollen,
Unten, wo's dunkel und feucht ist?
Ich liebe dich mehr als dein Leben.
Ich liebe deinen Körper und deinen Geist.
Ich liebe dich mehr als dein Leben.
Nein, wir werden niemals entkommen...
MINUS SOMETHING (MUSIC: GIRA/JARBOE)
EMPATHY (WORDS/MUSIC: GIRA)
Du lagst falsch damit, mir zu widerstehen,
Ich lag falsch damit, zu vergeben.
Nun verabscheue ich meine eigene Schwäche,
Aber du preist mich dafür.
Da gibt's einen Platz in deiner Zukunft,
Wo die Wunde geheilt sein wird,
Und die Kinder, die du verletztest,
Werden sich erheben, geläutert, deinen Namen zu töten...
Du hast Angst vor dem Spiegel,
So windest du dich auf dem Boden,
Wo du deine Perversionen zählst,
Dann erhebst du dich, besudelt, mit Reue...
I LOVE YOU THIS MUCH (MUSIC: GIRA)
YRP (WORDS/MUSIC: GIRA)
Ich gebe dir Geld, du bist was Besonderes.
Ich existiere nicht: du kontrollierst mich.
Du bist korrupt, du bist deformiert,
Du bist korrupt: du kontrollierst mich.
Besitz mich, besitz mich, besitz mich, besitz mich:
Ich bin dein Eigentum...
FAN'S LAMENT (MUSIC: GIRA)
SECRET FRIENDS (MUSIC: GIRA/JARBOE)
THE FINAL SAC (WORDS/MUSIC: GIRA)
Oh Jesus, oh Jesus, du bist mein einziger Gott.
Oh Jesus, oh Jesus, du bist mein einziges Mädchen.
Ich folge dir jetzt. Ich folge dir runter
Zu einem schmutzigen, schwarzen Raum,
Wo die Luft entschwunden ist.
Ich liege auf dem Tisch,
Und ich werde auf dich warten,
Auf daß du jetzt in mich trittst.
Tritt jetzt in mich ein.
Komm her, komm herein.
Oh Jesus Christ,
Du bist mein einziger, mein einziger Gott...
Wenn ich dein Blut trinke, werde ich sein wie du.
Mädchen, ich möchte wie du sein.
Ich werde in deine Augen schauen,
Und meinen Geist verschließen.
Verlasse meinen Geist, verlasse meinen Verstand.
Oh Jesus, oh Jesus, du bist mein einziger Gott...
YRP 2 (MUSIC: GIRA)
SURROGATE DRONE (MUSIC: GIRA)
(The Swans sind eine Zufallsentdeckung. Der Papier etc.-Laden gegenüber sah sich zu einem Rausverkauf veranlaßt, die Swans in interessantem Pappkarton für 15 DM waren verlockend. Und die Sounds sind einfach irre, die Internetseiten übrigens richtig gut. Die Rohübersetzung entstand zu Ostern beim Rock'n'Robota. Achim)
Sauerkraut-Auflauf (sehr einfach)
von Uwe Glawion
Musik: Instigators "Nobody Listens Anymore"
1 große Dose Sauerkraut
1 rote und 1 grüne Paprika, in feine Streifen geschnitten
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Becher Creme fraiche
2 EL Tomatenmark
1 Glas trockener Weißwein
4 (vorgekochte) Lasagneplatten
geriebener Gouda
Salz, Pfeffer
1. In einer Pfanne Öl erhitzen und Paprika samt Zwiebeln darin
dünsten. Deckel drauf.
2. Nach einer Weile das Sauerkraut dazugeben und weiterdünsten.
Später Wein und Tomatenmark dazugeben, dünsten lassen.
3. Alles gut durchmischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Creme
fraiche und einen Teil vom Käse dazugeben, umrühren.
4. Jetzt abwechselnd mit Lasagneplatten in eine gefettete Auflaufform
schichten (unterste Schicht sollte Kraut sein) und zum Schluß noch
mit dem Rest des geriebenen Käses bestreuen.
5. Bei 240 °C ca. 20 min. backen. Das gibt Alarm im Darm - aber
schmecken tut's!
Momentan
sitze ich unter meinem Kopfhörer und muß feststellen: "Die Wüste
lebt." Jetzt kann der trockenheiße Sommer kommen und wenn ich dann
das Verdeck meiner Reisschüssel öffne, werdet ihr Wüstenrock
par excellence vernehmen und mich mit verklärtem Blick hinter dem
Lenkrad sitzen sehen. Ach ja, Arizona ist so weit entfernt. Doch nun, Mannomann,
zu dieser fantastischen Scheibe.
Rich Hopkins ist Insidern bestimmt schon lange ein Begriff und wird
von vielen für den wahren Nachfolger des großen Neil gehalten.
Jörg Gülden schreibt dazu im Rolling Stone: "Über Rich Hopkins
existiert nur noch Neil Young (allenfalls) und der blaue Himmel von Tucson/Arizona."
Da mag er wohl recht haben, obwohl "Broken Arrow" von dem Album "El Paso"
mehr als einmal in den Schatten gestellt wird. Neben den vielen Highlights
auf der CD nenne ich Euch den ultimativen Anspieltip: "Wildweed" oder vielleicht
"Coffee, Grounds And Goodbyes", oder doch lieber "Careless", oder noch
besser . . .
**** = lechz, gier
St. L. im Internet
Wer statt Joe Satriani oder Jimmy Page ausgerechnet Neil Young für
den besten Sologitarristen aller Zeiten hält, verdient allein für
diese Wahl zehn Bonuspunkte. Mit seinem wild-zügellosen und für
jedes Feedback offenen Gitarrenspiel hat Rich Hopkins schon Mitte der 80er
Jahre mit seiner damaligen Band Sidewinders (nach der Klage des Raketenherstellers
in Sand Rubies umbenannt) den "Desert Rock" begründet. Später
spielte Hopkins mit Underbelly und Woodcocks im Grunde nichts anderes,
produzierte auf seinem Label "San Jacinto" Bands aus Arizona und arbeitet
nebenher immer wieder im Trio mit dem MC5-Bassisten Mike Davis und dem
Drummer Bruce Harper unter dem Bandnamen Luminarios. "The Gloriuos Sounds
of" bringt neben etlichen Wüsten-Rock-Hauern auch den gut zehn Minuten
langen Gitarrenheuler "Paraguay".
Rolling Stone 2/98
Guitar Jamboree, die sporadische Gitarrero-Reihe bei LAPSUS LIVE, bietet in diesem Jahr auch Hörstoff von Rich Hopkins und seinen Luminarios, die mich in Berlin live sehr überzeugten. Freut Euch also auf einen Ballen Meterware aus dem trockenen Arizona. Achim
Der Versuch von Pete Townshend, John Entwistle, Roger Daltrey und Co, noch einmal die guten alten Mod-Zeiten musikalisch hochleben zu lassen, lieferte viel Wasser auf die Mühlen all jener, die bei dem Wort "Reunion" an einen Friedhof der Kuscheltiere denken müssen, auf dem verweste Pop-Leichen ihren Gräbern entsteigen und mit kalten, knöcherigen Fingern an den Geldbeuteln der Konsumenten herumnesteln. So oder so ähnlich dachten viele Kritiker und Alt-Fans bei dem Comebackanlauf von THE WHO, der zu Jahresbeginn in England und später auch bei einigen Gigs in Deutschland gründlich in die Hose ging. Einzig Ringo Starrs Sohn Zak Starkey machte an den Drums eine halbwegs gute Figur, ansonsten quälte sich der Rest der Sixties-Rocker durch einen müden Musical-Aufguß der Motorollerfahrer-Saga "Quadrophenia". "Hope I Die Before Get Old" hieß es damals zwischen Milchshakes, Schlupfparkas und dem ersten selbstgedrehten Joint. The Who haben leider vergeblich gehofft. (Rolling Stone Januar 1998)
Quadrophenia - Kritik
Eine Kleinigkeit wurde angesichts der Aufregung um die kürzlich
stattfindenden Townshend/ Daltrey/Entwistle-Vorstellungen von Quadrophenia
übersehen, daß nämlich das Originalalbum ein einziger großer
Pfusch ist.
Hörner und Streicher mühen sich, die Arbeit zu tun, die auf
dem Vorgänger Who's Next die Viererbande mühelos zuwege brachte
und bis auf Keith Moons Prügel für "Bell Boy" gibt's nichts zu
lachen auf diesen 2 halbleeren Scheiben. Und frage keiner nach dem Handlungsfaden,
welchen das Libretto, 3 Seiten erklärendes Vorwort, 40 Seiten von
"atmosphärischen" Fotos, 2000 Interviews und ein abendfüllender
Film vergeblich von Pete Townshends Hirn in gradliniges Englisch übersetzen
wollten.
Who's Markenzeichen, kurze und bündige, energische Abrocker, erscheinen
hier in Form von "The Real Me" und "The Punk And The Godfather", aber sie
geraten langatmig, geschäftig und moralisierend, verglichen mit ihren
Vorläufern. Einige der Augenblicke hier geraten mitreißend,
aufregend in bester Who-Manier, aber sie verschwinden schnell unter Studiotricks
und endlosen Überblendungen.
Wie an anderen Who-Alben auch, wurde an Quadrophenia mehrmals während
der Jahrzehnte herumgebastelt. Zuerst bei einem von Entwistle überwachten
Mix für den Film-Soundtrack (in dem der Bassist entschied - welch
Überraschung - daß das Problem des Originalmixes war, daß
da zu wenig Baß in ihm vorkam...) und nun der neuerliche Vollremix
von Jon Astley, der die ganze Who-Hinterlassenschaft "updatet". Die Änderungen
schreiben die Geschichte nicht um, aber sie erhöhen sie genauso wenig.
(Jimmy Guterman)
Hinter-Net!:
In Euren Texten habt Ihr Euch ja nie explizit auf Politik bezogen.
YES - ein Konzertlob
Es war ein schöner Morgen im April, die Sonne schien ins Zimmer,
der Birnbaum vorm Fenster stand in voller Blüte, und ich sollte bitte,
bitte eine Konzertkritik zu YES schreiben. Laut Fremdwörterbuch (!)
sollte ich also "beurteilen, einschätzen, prüfen, werten, bemängeln,
beanstanden, tadeln".
Dieser erste, wirklich ernsthaft unternommene Versuch (Lapsusleistungsdruck?)
endete damit, daß ich den ganzen Morgen mit YES Musik hören
zubrachte. Ach, das war schön ... Doch so konnte es nicht weitergehen,
schließlich hatte ich einen Lapsusauftrag.
Also, also:
Es begann mit der telefonischen Nachricht, daß YES am 16.3.98
in Berlin auftreten sollte. Ich war echt dankbar dafür, daß
man an mich gedacht hatte und sagte spontan: YES. Selbst der stolze Kartenpreis
von 85 DM konnte mich nicht abschrecken.
Der Tag, der dem Konzert voranging, verlief in totaler Disharmonie
und irgendwie schien es völlig unmöglich, diese negativen Gefühle
wieder loszuwerden. Diese doofe, hektische Stadt, das Scheißgeld
und dieser ewig schmerzende Rücken, und ich dachte: "Oh, no!" Aber:
YES. Ein bißchen hat man ja bei solch seltenen Ereignissen Angst
davor, daß es dann doch eine Enttäuschung gibt, zumal der Titel
der Tour "OPEN YOUR EYES" lautete. Das klingt an sich gut, aber es ist
auch der Titelsong der neuesten YES CD, die mir noch(?) nicht so richtig
gefällt. Würden sie etwa nur Brandneues zum besten geben und
gar nicht die wunderbaren alten Stücke hervorkramen?
Der erste Ton von Strawinskis "Feuervogel" ließ die Gedanken
schweigen und auch der Alltagsstreß fiel plötzlich von mir ab.
Spontan rückten wir noch ein paar Reihen nach vorn, auch das Lichtspiel
auf der Bühne zog magisch an. Den Aufsichtstypen schien es mittlerweile
sowieso egal, wer wo saß. Dann erschien die Band. Der erste eigene
Titel schien mir etwas schlecht abgemischt, doch bei "THE RHYTHEM OF LOVE"
sprang der Funke endgültig über. Jon Anderson, klein, niedlich
und in Ökoethnotracht, strahlte ins Publikum, klatschte wie ein Kind
in die Hände, winkte jedem, der ihm zuwinkte und sang wie eh und je
unnachahmlich zart, verletzlich und sooo schön. Im herrlichen Gegensatz
dazu stampfte ab und zu Chris Squire, der Baßmann (als einziger auf
jeder YES CD dabei), nach vorn und produzierte einen urig knallenden Sound.
Der Engel und "das Tier" (Sabine).
Alan White bediente die Schießbude voll Eifer und Steve Howe
beeindruckte mit verblüffenden Gitarrensoli - man merkte, daß
es den "alten Herren" so richtig Spaß machte, gekonnt zu musizieren
und das Publikum zu verzaubern. Billy Sherwood (2. Gitarrist) war mir vorher
kaum und der Russe Igor Khoroshev (Keyboard) gar nicht bekannt, doch sie
spielten für meine Begriffe perfekt und fügten sich ganz harmonisch
ein. Musikalisch können eh nur wenige YES (fast egal, in welcher Besetzung)
das Wasser reichen. (Wie stand es so schön in einer Konzertkritik
der Berliner Zeitung am nächsten Tag: "Die YES Leute hatten 1977 nur
einen Fehler: Sie beherrschten ihre Instrumente zu perfekt ...")
Entgegen all meinen Befürchtungen geriet der Abend fast zu einem
Wunschkonzert ("STARSHIP TROOPER", "TIME AND A WORD", "I'VE SEEN ALL GOOD
PEOPLE", "HEART OF THE SUNRISE", "LONG DISTANCE RUNAROUND", "AND YOU AND
I ..."), auch wenn es zwischendurch zwei Schläge gab ("OWNER OF A
LONELY HEART" und "WONDEROUS STORIES") und ich "SOON" vermißte. Aber
mittendrin hatte mich das "YES Feeling" voll gepackt: Gänsehaut total,
erhöhter Puls und irgendwann liefen dann die Tränen. Na, das
können vielleicht nur eingeseelte YES-Fans nachvollziehen, doch davon
gab es im ICC eine ganze Menge, zum Schluß erhob man sich nur allzugern
aus den Sesseln ... Jon Anderson: "We feel you so much ..." Klar spielte
sentimentale Nostalgie eine große Rolle (die meisten Fans haben YES
sicher wie ich im Teenageralter entdeckt), aber YES Musik hat meines Erachtens
auch etwas zeitlos Schönes. Es ist Musik für den Himmel, und
der ist ewig.
Gab es also gar nichts zu "bemängeln" oder zu "tadeln"?
Ja, ja, Jon Anderson wechselte 3x seine Weste, das ICC war nur halbvoll,
die Karte viel zu teuer. Fazit? Das nächste Mal lege ich noch ein
paar Scheine drauf, damit ich in der ersten Reihe sitzen und die Muster
von Jons Westen studieren kann ...
Und im nächsten Jahr gibt's bestimmt den überfälligen
YES-Vortrag bei Lapsus.
YES! (Regina)
Über
das Bedürfnis nach Glück, das den auserwählten Menschen
mit dem Auftrag befrachtet, die ziemlich umfassenden Ansprüche der
eigenen Persönlichkeit zufriedenzustellen - die will ja nichts Geringeres,
als mit der Welt versöhnt werden -, hält der Standpunkt der Konkurrenz
Einzug ins Reich der Liebe. Da geht es zu wie auf einem Markt, wenn die
Tauglichkeit des anderen Geschlechts geprüft wird und das gerade vorhandene
Gefühl den Verdacht zu bestehen hat, ob es auch zu Recht vorhanden
und von Dauer sei, d.h. sich auf den oder die "Richtige/n" wende. Kaum
ist die Zuneigung aufgekommen und hat man Lust auf jemanden, meldet sich
der Verstand zu Wort, der dem Gefühl mißtraut und die Leistung,
die ihm abverlangt wird und deren es nie und nimmer fähig ist, in
Erinnerung ruft mit der kritischen Frage, ob man sich durch die Festlegung
auf eben den/die nichts vergibt. Daß man bei der "Wahl" und Dauer
seiner "Verhältnisse" zwischen "spontaner" Neigung auf der einen Seite,
der Tauglichkeit dessen, den man sich in einer schönen, aber schwachen
Stunde an Land zieht, auf der anderen zu entscheiden hat, weiß ein
jeder. Unbefangenes Zusehen, was sich daraus machen läßt, ist
weder üblich - noch ratsam, und zwar wegen der unter moralischen Menschen
geläufigen Verlaufsformen einer "gescheiterten" Geschichte. So geraten
die Abwägungen bezüglich der Kandidaten recht komisch, und die
Berechnung gewinnt, weil dem hohen Ziel der Glückseligkeit verpflichtet,
genau die materialistischen Qualitäten, die den Materialismus vor
dem Urteil der Moral so niederträchtig erscheinen lassen.
Chris
ist seit Mitte der Achtziger ein Geheimtip der Club-Szene. Mit der Band
Junk Yard Love nahm er in den letzten Jahren einige Alben auf, die auch
über die Insiderkreise hinaus Beachtung fanden. Einen der letzten
Gigs der 97er Tour erlebte ich im Oktober letzten Jahres im Dresdner Star
Club - sehr feine Sache!
Besetzung auf der Europa-Tour: Chris Cacavas Gesang/Gitarre (und Orgel, wenn man Glück hat), Chris Holiman Gitarre/Orgel, Ed Kampwirth - Baß, Brandon Laws - Schlagzeug.
Anschließend kursierten Gerüchte über die Auflösung der Junkies (und/oder Lovers), die Bassist Darryl Jensen so kommentierte: "1997 ist das Jahr, in dem Chris Urlaub von Junk Yard Love macht. Junk Yard Love ist eine magische Band, aber wir haben da sehr starke Persönlichkeiten... Eine Menge Kompromisse sind nötig, um den Frieden zu wahren." Produzent Pat Thomas dagegen meinte: "Ich glaube nicht, daß es mit den Charakteren zu tun hat. Der einfache und direkte Grund ist, daß es nach einer Reihe Alben mit den gleichen Leuten und einer Reihe von Touren mit den gleichen Leuten Zeit war für Chris, seinen Sound weiterzuentwickeln, indem er mit anderen Leuten spielt. Chris liebt all die Typen nach wie vor und man darf nicht überrascht sein, wenn einige oder alle mit ihm in Zukunft im Studio oder auf der Bühne gesehen werden - wenn auch nicht allzu bald. Kurzum, dies hier ist nicht das Ausenanderbrechen der Beatles. Ein Mann will halt mit ein paar anderen Musikern spielen, weil sowas inspiriert."
Diskografie
The Chris Cacavas Commitee: You Ruined It (7", 1997); Chris C.: Anonymous
(CD/LP, 1997); Chris C. and Junkyard Love: New Improved Pain (CD/LP; 1995);
Chris C. and Junkyard Love: Dwarf Star (CD, 1994); Chris C. and Junkyard
Love: Pale Blonde Hell (CD/LP, 1994); Chris C.: Six String Soapbox (CD,
1992); Chris C. and Junkyard Love: Good Times (CD/LP, 1992); Chris C. and
Junkyard Love: s/t (CD/LP/Cass., 1989; CD, 1997).
Chris Cacavas: Good Times
Cacavas zweites Album mit den Junkyard Love ist eine stattliche Sammlung
rauh- melodiöser Rocksongs geworden, die immer mal wieder an die frühen
Balladen von Neil Young erinnern (wie "Empty Bottle" und vor allem das
Titelstück). Auch Chris eigene Vergangenheit bei Green On Red und
Giant Sand schimmert des öfteren durch. Allmählich allerdings
glaubt man auch Zeichen einer Original-Cacavas-Handschrift herauszuhören
wie beim virtuosen Fingerpicking auf "Chain Of Roses", beim aufgeregten
Country-Blues von "Trouble Mountain" oder den Paradestücken dieses
Albums, den Folk-Rock-Studien "Over You" und "Rocking Chair".
Lift Stuttgart, September 1992.
Rocking Chair
If you ever make it back this way again
won't you look me up every now and then
I've been and I'll probably still be here
in my rocking chair
took me some to settle down
once I found you / there was no need to look around
and when you left I sold everything
and your diamond ring
falling rain drops / just like the tears are coming down
rolling off my face / making pools on the ground
'Rocking Chair' stammt von GOOD TIMES
Im Guitar Jamboree werden einige Stücke von Chris mit Green On Red und mit Junk Yard Love vorgestellt. Von einem erzählt Basser Darryl folgendes: "'Bellyfull of Bullets' (auf 'New Improved Pain') wurde in einem staubigen Garagenstudio in einem desolaten Nirgendsnest Arizonas aufgenommen. Der Besitzer war eine unvergeßlich schreckliche Erscheinung... Wir hatten Schiß und das kann man hören!"
Ein Herr Doktor G. aus dem sächsischen Loitzer Vorland schrieb
noch vor Veröffentlichung der Fragen:
1. Die Würze des Lebens ißt nur der Verrückte.
2. 2720 m² (ohne Briefumschläge)
3. 365 (jeden Tag eine!)
4. Jedes Jahr einmal mehr.
5. Would you believe in a love at first sight - yes I'm certain that
it happens all the time. [Was in etwa heißt, daß er seine Augen
nimmer abwenden konnte. Von der Leinwand?]
6. Seltener
7. Die vergebliche Einführung von langen Nächten
8. Das andere Geschlecht [Jaja, Liebe macht bekanntlich blind, diese
Antwort ging leider ziemlich daneben...]
9. Fanclubleiter deutsches Bier in Mocambique
10. Frühstück
Z: Preisausschreiben [Na, hier will jemand 3 Punkte]
Das war gut, 11 Punkte! Das gibt mehr als einen Trost: einen Preis.
Aber das bedeutendste bleibt mit allen das Gelächter in der Redaktionsstube.
1000 Dank!
Ein Herr Landmaschinenschlosser H., 32 Jahre lang männlich mit
Abitur und einem Eikju von 91 aus einer Loitzer Vorstadt schlug auf den
gleichen Muskel:
1. Lapsus live - dafür bin ich reif!
2. 127 m² [Hier war nicht nach verbrauchtem Klopapier gefragt,
aber naja...]
3. viele - um die 14
4. solange wir jung sind
5. 14 Veranstaltungen x ca. á 50 Teilnehmer = ca. 700 Verliebungen
[Das bringt natürlich nicht die volle Punktzahl, auch wenn Herr Hübner
tatsächlich nur 91 Veranstaltungen besucht haben sollte...]
6. ganz einfach - 700 : 2 = ca. 350 Verliebungen [Schade, zum systematischen
Fehler kommt noch ein eklatanter: Hat sich niemand vier- oder fünffach
über Kreuz verliebt, hm, Herr Hübner? Wie geht's Bertraud, Wolfrun,
Erwin?]
7. Mir ist da nix aufgefallen.
8. So genau kann ich das gar nicht sagen. Spontan fallen mir folgende
Namen ein: Gerlinde, Uschi, Monika, Irmtraud, Ingeborg und, ich bitte um
Verständnis, Egbert und - vor allem - Detlef. [Wieder schüttet
hier jemand sein übervolles Herze aus, aber so genau will das ja niemand
wissen, oder war der Kopf schon leer?]
9. Leider weiß ich nicht, wer er ist - aber ich würde ihn
gerne persönlich kennenlernen.
10. Milchreis mit Apfelmus und Zimt und Zucker [Das gab's zwar noch
nie, läßt aber schlimmes fürchten.]
Z: das Nachmittagsschläfchen.
Da spürt man doch irgendwo, daß er sein Abitur nicht im
Lotto gewonnen hat! 9 Punkte nach meiner(!) Rechnung. Glückwunsch
und ebenfalls Dank für die quietschvergnügten Lachtränen!
Dann kam ein Brief, in dem es eine Lehrerin mit Namen L. aus einer Loitzer
Provinzhauptstadt ernst meinte:
1. Die Würze des Lebens ist nur für die Verrückten da!
[Ja wo denn?]
2. 2720 m² ??? [Soll das eine Frage sein? Oder 3 Fragen?]
3. 14 (falls die Frage sexuell gemeint war, wünsche ich mich der
Antwort zu enthalten) [Und sonst so?]
4. a) n.l. b) wenn ja c) weil ich keine Einschränkungen machen
möchte
5. 46,66 x
6. 6,66 x [Ich weiß, 's ist noch nicht ausgestanden.]
7. als das Geld alle war [Soweit sind wir doch noch gar nicht!]
8. Wen liebst Du? [Na endlich!]
9. wie der Name schon sagt: AL WAr ROhrleger und ist es immer noch.
[Alvaros ausführlicher Lebensbericht paar Seiten weiter!]
10. Apfelkuchen!!! [Der ist doch schon alt...]
Z: Hans + Lisa [ja, wenn man's genau nimmt...]
Das autarke Geschlecht verweist auf die Plätze! 12 Punkte! Ein
Hauptgewinn!
Erneut aus einer Loitzer Provinzhauptstadt doch diesmal persönlich
erreichten mich von einer Gemahlin mit Namen Sigrid diese Antworten:
1. Lapsus live - das gibt Dir drive "Die Würze des Lebens ist
nur für Verrückte!"
2. mit allen verknüllten Schriftproben und später zerfetzten
Papierbögen so ca. 273956722,56 m² (Angabe nach Hochrechnung
statistisches Jahrbuch Zarneklasche Ausgabe) [In Zarnekl wurde noch nie
Asche ausgegeben!]
3. Je nach Lover gibt es eine oder mehrere Nummern. [Sicher?]
4. So lange noch jemand live bei Lapsus live erscheint und jemand anders
diese Erscheinung mit bloßem Auge erkennen kann. [Und wenn die Erscheinung
kein bloßes Auge hat?]
5. Diese Angaben schwanken stark. Viele Beteiligte reden sich mit Jugendtorheiten
etc. Knoblauch vernebelte Erinnerungslücken heraus. Aber so 63 werden
es wohl sein. Und weiter: Es gibt ein verbürgertes Ehepaar, welches
sich bei Lapsus kennenlernte: verstörte Dörte traf den vermeintlichen
Thomas. [Wohin?]
6. Alle 63 waren beidseitig verliebt. [Und vorn? Und hinten?]
7. Es gab nie eine Pleite, alles war im Überfluß vorhanden.
Aber auch wirklich von allem war viel überflüssig. [Und von allen?]
8. Wen liebst Du? [Frauen sind halt wirklich kuhler...]
9. Alvaro, Alvaro - Schauspieler, Barmixer, Zitronenfalter - so viele
Möglichkeiten, aber ich sehe da Schwarz.
10. Ich weiß, fast alle schreiben warmen Apfelkuchen, aber ich
esse viel lieber Hefekuchen mit Apfelspalten. [Wann gab's das?]
Z: Alles, was vor 23.00 Uhr stattfindet, danach schlafe ich auch bei
tollen Vorträgen etc. einfach ein... [Etc.? Lovern???]
Hauptgewinn. Ein Glück.
Das war nicht der einzige Besuch bei der Redaktion. Eine arbeitslose
R. G. aus dem Loitzer Speckgürtel brachte mir solche Antworten bei:
1. Die Würze des Lebens ist nur für die Verrückten.
Die Fürze des Lebens sind nur für die Blöden. Laß
alles sein - Lapsus lädt ein. Lapsus life hält Hälse steif!
[Warum nicht Else?]
2. Jedenfalls nicht 2720 m². Viel zu viel und nicht genug.
3. Immer dieses Machogeschwafel von "Nummern"! [Du hast wohl schon
eine?]
4. So lange noch ein Lapsus-Teilnehmer unter 40 ist! [Wer soll 'n das
sein?]
5. Früher jedes Mal...
6. Nie! [Nimm's nicht so persönlich...]
7. Meine Halskrause.
8. Scheiße, ich bin reingefallen! [Da rein?]
9. Soviel ich weiß, ist leider gar nichts aus ihm geworden. [Und
soviel du schwarz?]
10. warmer Apfelmuskuchen [KKK]
Z: gesund sein, alle Freunde da haben, lachen, mit Ginger Radio machen.
Ja, ich kenn' da einige Langweil-Arbeitslose, wo sich das Leben nur
noch um sie selbst dreht + Decke aufm Kopf, z.B. ausm Spiegel. Da bleiben
die Antworten schnell mal was schuldig. Schade, nur 10 Punkte. Doch Glück
& Gewinn! - Danke schlußendlich für die Mühe, es hat
sich gelohnt! Weiter so, Genossen.
Frage 9: Was ist aus Alvaro geworden?
Also, was ist aus Alvaro geworden? Ich könnte jetzt sagen: "Was
weiß ich, ich bin doch kein Auskunftsbüro?"; nur weil ich zum
Schweigen verpflichtet bin. Aber nein, das würde nicht stimmen. Ich
bin nicht zum Schweigen verpflichtet, außerdem bin ich ein Auskunftsbüro.
Nein keine Detektei, eher ein privates Unternehmen, das es sich zur Aufgabe
gemacht hat, alles über alle zu wissen und bei Anfragen sein Wissen
preiszugeben. Informationen sind ja heute viel wert. Und wer richtig mit
ihnen umzugehen weiß, der kann da schon die eine oder andere Mark
machen. Wir sitzen inzwischen auf so vielen Informationen, die bisher niemand
haben wollte, daß wir schon über einen Frühjahrsschlußverkauf
nachgedacht haben. Vielleicht bringt die Teilnahme an einem Preisausschreiben
aber genug Reklame, um uns bekannt zu machen.
Also, was ist aus Alvaro geworden?
Als Alvaro nach Afrika zurückkehrte, war vieles anders, als er
es aus Europa gewöhnt war. Er hatte Schwierigkeiten, an seinen Heimatort
zu gelangen, denn hier fuhren weder Straßen- noch Untergrundbahnen.
Auch genaue Landkarten fehlten, und Fremdenverkehrsbüros gab es auch
nicht.
Der nächste Bus nach Bagatunda fuhr erst in einer Woche. Von dort
aus wäre es dann noch ein 2-Tage-Fußmarsch bis Nitngua, dem
Heimatort Alvaros.
Ratlosigkeit befiel ihn. Sollte er warten, bis der Bus kam oder sich
einfach durchschlagen, so weit er kam? Er war zu lange von zu Hause fort
gewesen, um sich noch in seiner Heimat zurechtzufinden. So entschied er
sich zu warten.
Aber Alvaro hatte nicht genug zu essen für eine Woche. Er hätte
jagen können, wenn er es noch gekonnt hätte. Aber in Europa hatte
er nur die Jagd nach dem Geld, dem Wissen, der Zeit und anderen Dingen,
die hier im Dschungel nicht von Bedeutung waren, gelernt. Er fühlte
sich verloren in der Weite Afrikas.
Alvaro begann, sich nach Arbeit umzusehen. Nach einigem Suchen stieß
er auf eine Firma, die im Auftrag der Regierung eine Pipeline durch den
Dschungel legte. Zwei Dinge kamen ihm entgegen. Zum einen war er Rohrleger
und zum anderen führte die Strecke direkt durch Nitngua. Das war seine
Chance. Er nahm die Arbeit an und verlegte seine Rohre, Rohre, die ihm
ans Herz gewachsen waren, die ihm ein Gefühl von Geborgenheit gaben,
die er streicheln konnte, wenn er einsam war.
Die Strecke führte mitten durch den Regenwald. Vor dem Rohrlegerteam
bewegte sich eine Bulldozer-Mannschaft, die alle Hindernisse hinwegräumte.
Eine breite Fläche gerodeten und gewalzten Bodens lag vor Alvaro,
wenn er begann, den Graben für die Rohre auszuheben, und von Weitem
hörte er das rhythmische Dröhnen der Maschinen, die vor ihm den
Weg für seine Arbeit ebneten. So arbeitete und arbeitete er, Tag um
Tag, Woche um Woche. Bald würde er Nitngua und damit seine Familie
und seine Heimat erreichen. Erst als er die Reste eines Dorfes am Rande
der gewalzten Strecke sah, fiel ihm ein, daß sein Heimatdorf genau
auf der Strecke gelegen hatte. Erschrocken fragte er, wann die Truppe Nitngua
erreichen würde. Etwas verwundert über seine Aufregung sagte
der leitende Architekt: "Da waren wir schon vor 4 Tagen." Dann drehte er
sich um und beugte sich wieder über seine Zeichungen.
Alvaro ging wieder zu seinen Rohren. Er blieb Rohrleger.
Wer immer auch diese Information haben wollte, er hat sie auf diese
Weise erfahren. Wir können natürlich nicht garantieren, daß
es sich um den richtigen Alvaro handelt, denn Alvaros gibt es viele. Dieser
ist einer davon.
Informationen über die AIA (All Information Agency)
PREISAUSCHREIEN Nr. 2
Ja, das hatte viel Frohsinn gebracht, nun der Nachschlag. Gebt den
Löffel ab, leckt den Teller blank und lacht euch kaputt!
1. Frage: Was heißt folgende Abkürzung: LAPSUS?
2. Frage: In der Nähe welcher Stadt liegt Dein Heimatort?
3. Frage: In welchem Land fand zum erstenmal Lapsus live statt, wenn
ja, warum nicht?
4. Frage: Wie oft soll es das Preisausschreiben noch geben?
5. Frage: Wie oft wütete bisher die Eifersucht während LL?
6. Frage: Wie oft beidseitig?
7. Frage: Wen möchtest du nie wiedersehen zu LL?
8. Frage: Ist alles, was Du schreibst, gelogen?
9. Frage: Was ist aus LutzBus geworden?
10. Frage: Was ist Deine Lapsus live Lieblingsgruppe?
Zusatzfrage: Was ist der Ausweg? (2 Punkte!)
Einsendeschluß für die Antworten ist Fingstfreytag, wie
gehabt an Roland im Lenz 19, Zar Nektar. Es winken wieder tot all, Olle!
Preise & vielleicht gibt's die sogar.
die ihn fragen ob es
schlimm ist für ihn
wenn er nicht gekommen ist
die sich für seinen Orgasmus
abmühen
& sich nicht fragen
warum sie sich um ihren
immer selbst kümmern müssen
obwohl er längst weiß
wies klappt bei ihr
die ihn bei sich aufnehmen
in ihr warmes Nest
Essen & Trinken selbstverständlich
sich nicht trauen zu fragen
ob er was dazuzahlt
& wenn doch
kriegt sie schmerzhaft bissig
die Antwort
die ihre Beziehungsprobleme
& Krisen mit ihm lösen wollen
alles in die Hand nehmen
für ihn
er aber liegt traurig & starrt
oder sagt ich weiß nicht
die mit Weibern flüstern
lange Nächte durch
ihren besten Freund spätnachts
zum Beistand herrufen
wenn sie nicht schlafen können
& am Durchdrehen sind
weil ihr Geliebter
nicht ihr Schlafmittel sein will
immer länger wegbleibt nachts
& lieber woanders liebt
die von freier Liebe reden
weil das für sie heißt
sich verantwortlich zu fühlen
für jeden ihrer Geliebten
er nimmt das wörtlich
für ihn ist das
sein Freifahrtschein
er kann sie verlassen oder verreisen
& auf den Mist werfen
wie eine ausgelutschte Hülse
bei der erstbesten
Gelegenheit
oh wie blöd sind die Frauen eigentlich
(Nina, 2/97)
Da sich die Erde weiter dreht, mein Freund,
soll die Lady auch weiterhin durchkommen!
Da sich die Erde wieder bewegt.
Die ägyptischen Könige singen
von Göttern und Pyramiden aus Stein.
Und sie hinterließen die Wüste sauber und golden
Und scheinend wie ein Leuchtfeuer für die,
die einen Weg gewiesen brauchen.
In den Tag und durch die Nacht gehen wir
und finden unseren Weg heim.
Da sich die Erde weiter dreht, mein Freund,
bleibt mein Liebe bei allen, die ich hinter mir ließ.
Ergründe den neuen Boden um dich her.
Da sich die Erde wieder bewegt.
Dein Bewußtsein kann deinen Körper führen,
und du kannst weiter gehen,
wann immer du Boden unter deinen Füßen findest.
Lies auf, was du findest - zu Wasser, zu Land!
Selbst Industrieschaumglas ist - Sand.
Wenn nur ein weltliches Leben hinter dir liegt,
hast du nie die Sonne gesehen
oder die Hoffnung auf tausend andere Sonnen erfahren,
welche dahinter glühen.
Und wenn du die Zukunft sehen willst,
schau in die Augen deiner jungen, tanzenden Kinder!
Habe keine Furcht um unsere Wege!
Da sich die Erde weiter dreht, mein Freund.
Hab acht, wie die Lady schwebt und seufzend träumt.
Da sich die Erde wieder bewegt.
Moses, Moses, das Rote Meer schlägt über dir zusammen,
wenn du es am allerwenigsten erwartest!
Wenn sich die Erde wieder bewegt.
Wenn sich die Erde weiter dreht.
(Jefferson Airplane 1971)
Mein
Herz fängt an zu singen & mein Kopf fängt an zu dichten jetzt,
da ich dich endlich wiedersehe. Zu vieles, was ich dir nie gesagt habe.
Also laß uns sprechen mit der Natur, so wie früher. Flüstern,
allein auf einem Felsen, bis du kommst. Auf der grünen Burg badeten
wir im Nachttau, nackt wie Elfen.
Vorhänge
zur Seite, Türen ein Spalt offen, durchs Gebüsch linsen, still
beobachten. Aufmerksam. Den Runden zuschauen, den LAPSUS-Vorbereitungstreffen,
den regelmäßigen Plenen der Macker. Als Sammlung von Menschen,
deren innere Verbundenheit beschallte Worte im eigentlichen unnötig
werden läßt. Doch fordert der Grund (Gestaltung dessen, was
außerhalb des Programms) paar Sätze und manchmensch, dem Wellen
des Einverständnisses nicht die Energien vom Mund wegspülen,
packt sie in Worte auf die Waage seelischen Gleichgewichts. [Wow!]
Wir versuchen immer wieder, unsere Ahnungen zu verwirklichen.
Strapazieren unsere Nerven, nicht wissend, was wir wahrhaftig fühlen.
Wir verausgaben uns und lassen jeden spüren,
daß sich bewahrheitet, was sie im Rolling Stone lesen.
Und versuchen doch zu vermeiden, dieser Realität auf den Geschmack
zu kommen.
Eines frühen Morgens in New York zeigte mir der Spiegel ein Gesicht,
welches ich überhaupt nicht kannte.
Falten zogen sich um ein Augenpaar, das weit offen starrte.
Und als ich in seine Tiefe schaute, fand ich dort rein gar nichts mehr.
Und ich zog mich zurück in diesen kleinen Raum,
aus dem Seufzen und Stöhnen drang-
Als mich das Morgenlicht umfing, merkte ich,
daß mein Hirn noch in Gang war.
Es dachte daran, noch mehr zu spielen
und laut und klar zu singen,
zu versuchen, irgendwo einen Freund zu erreichen
und diese Person zum Lächeln zu bewegen.
Und vielleicht auch mich selbst
aus dieser sattsam bekannten Einsamkeit zu befreien,
die mich zu oft des Morgens überfällt.
(Brückenschlag)
All meine Freunde sagen mir immer wieder, daß es eine Schande
wäre,
solch eine großartige Karriere aufzugeben und einen Namen zu
zerstören.
Aber alles, was ich weiß, ist, wie es mir geht, wenn ich nicht
spiele.
Ja, Einsamkeit gibt es dann nicht, und niemand fühlt einen Schmerz.
Nun gut. Wie geht's weiter? Das wissen die Götter.
Da ich meine Zeit mit der Band nicht in Liebe verbringen kann,
wird mir klar, daß ich eine Pause brauche.
Es ist spät geworden, und die Sonne steht tief.
Mein Körper ist müde vom Tragen der Last eines anderen,
und Sonnenschein wartet auf mich
ein Stück weiter die Straße runter.
(Jefferson Airplane 1971)
Der
Liedermacher Gerulf Pannach ist am Sonntag (3. Mai) in Berlin im Alter
von 49 ]ahren einem Krebsleiden erlegen. Das teilte die Klaus-Renft-Combo
am Montag in Leipzig mit, für die Pannach früher Texte schrieb.
Zu seinen populärsten Renft-Songs gehören "Apfeltraum", "Als
ich wie ein Vogel war" und die "Rockballade vom Kleinen Otto". In der Klaus
Renft-Combo, der damals renommiertesten DDR-Rockband, war Pannach Anfang
der 70er Jahre auch auf den Keyboarder Christian "Kuno"" Kunert gestoßen,
die beide später als legendäres Liedermacher-Duo "Pannach und
Kunert" bekannt werden sollten. Pannach galt als eine der großen
Liedermacher-Begabungen Ostdeutschlands. Er gehörte seit 1969 dem
"Singeclub Leipzig" an.
Da weit nach Redaktionsschluß noch Post aus der Nähe von Loitz eintraf und gleichzeitig der erste Probedruck Fragen nach den Fragen laut werden ließ, gibt's in dieser Last-Minute-Beilage sowohl nochmals die Fragen des 1. Preisausschreibens aus dem LOVER 14, als auch die Antworten von Fräulein Pohl.
Dann muß der 14. Lover noch tagelang in der Nähe von Loitz
von Hand zu Hand gereicht worden sein, denn ein Fräulein Pohl aus
Friedrichshain schrieb kürzlich diesen Schriebs:
1. Die Würze des Lebens ist nur für die Verrückten!
[Wer sagt 's denn...]
2. 2720 m² Papier, wie im Lover zu lesen ist, aber wohl schon
mehr inzwischen.
3. 14 Nummern, denn dies ist Lover Nr. 14. [Na so was!]
4. Wenn 's nach mir ginge, so lange wie wir Spaß daran haben
& Leben reinbringen, meinetwegen Lapsus Live Lebens Länglich!!!
[Nach wem geht 's denn?]
5. Bisher war ich an die 4-5 Male bei Lapsus live dabei & hab mich
fast jedesmal verliebt, auch letztes Jahr --> wie oft das anderen passierte,
keine Ahnung oder noch besser, ob sie sich das auch eingestanden haben
(selbst & dem/ der Betreffenden)? Mein Wunschdenken sagt einfach mal
20 x je Lapsus live, also wären das bei 14 Malen, oh Gott ...... 280
Mal. Damit krieg ich wohl nicht mal nen Trostpreis. [Den schon, aber wer,
verdammt oh Gott, hat denn nur die 14 Male? Und wo?]
6. 106 x beidseitig, ich glaub, ich spinne... Vielleicht ist sogar
36 x was draus geworden & seis ne irre geile Nacht?? [Na wenn schon,
hauptsache, man war dabei.]
7. Ich fand, die Hansi-Biber-Band letztes Jahr war so ein toller Flopp
& so voll daneben, daß unsre kreischende Begeisterung genau richtig
kam [Kam sonst noch wer?] --> es war ne Messe. Kann man sich bei Lapsus
live überhaupt blamieren? Oder sollte man's nicht wenigstens probieren?
[Blamieren? - kein Problem.]
8. Jetzt wird's ja noch schöner, denn das wird ne lange Liste,
andersrum wärs einfacher: a) Wen liebst du? [Du groß!] b) meinen
Milan, Jörg, Robert, Ex-Freunde immernoch ~ immer wieder, Freundinnen,
sogar meine Eltern, meine Omi, Franki auch, Achim (!) --> jeden auf meine
eigene Art & Weise, genauso Sonne ~ Wind ~ Regen ~ Düfte ~ Pflanzen,
Pflanzen ~ Tiere ~ das verrückte Leben mit all seinen Schattierungen,
ja selbst mich manchmal ... [Und das normale Leben mit all seinem Licht.]
9. Alvaro kenn ich nicht, aber was soll schon aus ihm geworden sein?
Klassenbester? [Der Arbeiterklasse.]
10. Sigrids toller saftiger Apfelmus-Blechkuchen [Blechkuchen?] &
die irren Salate samt Vogelmiere usw. [Die armen Irren.]
Z: Trommeln ~ Tanzen ~ Lagerfeuer ~ Lachen ~ Blödeln ~ Lieben
Ich mache den Mund zu. Das war offenherzig und bringt 10 Punkte.
Im LOVER 15 erschien auch das Programm für LAPSUS LIVE 1998.