OVER
Nr. 16
Die Sonne scheint am Tag und am Abend ist der Himmel blau. In der Nacht
kommt ein kleiner Vogel und zieht mich mit sich fort, ins Traumland. Durch
ein Lichtmeer von Sternen fliegen wir, hin zum allerschönsten und
weiter bis zum Mond. Dort warten bunte Rehe, Wölfe und manchmal auch
Pferde ganz weiß, silberne Wale und honigfarbene Schmetterlinge.
Sie begrüßen uns und wir verneigen uns tief voreinander, mit
lachenden hellen Augen, ganz blau. Danach setzen wir uns um einen riesengroßen
Diamanten, der uns die abenteuerlichsten, schönsten Geschichetn erzählt.
Alles glitzert und hinterläßt Spuren in den Gesichtern, rosige
Wangen mit Abdrücken von Kirschblüten. Zu allem singt ein Schwan
sein bestes Lied und wird begleitet von dem Rauschen der Bäume, dem
Flügelschlag einer Nachtigall und dem Bass einer Hummel. Wenn danach
noch Zeit bleibt, setzen wir uns in schaukelnde Fledermäuse und fliegen
mit einem Salto zurück zur Erde. Ohne Spinnen im Netz. Und noch am
Morgen bläst mir der Wind den federleichten blauen Duft der letzten
Zaubernacht entgegen. Und ich muß niesen, um wach zu werden. Ines
Nach Gabis 'Berichten' scheint Lapsus ja mit wechselnden Gefühlen
erwartet zu werden. Aber das geht ja jedem so irgendwie. 'Einfach laufen
lassen' wird aber diesmal wahrscheinlich noch weniger klappen als sonst.
Es scheinen so ziemlich alle viel mit sich selbst zu tun zu haben... Wer
weiß, ob sich da je mehr als zwei begegnen... oder ertragen können...
Brocken Harz... Achim
Friede und Liebe sei mit Euch!
Ich danke Euch allen, daß Ihr hier wart!
Ich wünsche, daß dieser Ort am Leben bleibt.
Ich wünsche, daß Lapsus am Leben bleibt.
Ich wünsche, daß die einzeln, zweizeln, dreizeln erlebten
Lust und Liebe so lebendig bleiben, daß sie ins größere
Uns treten können und am Leben bleiben.
Bitte schickt Eure Beiträge für den LOver 17, Briefe, Blumen
und Briefmarken bis zum 30.9. an mich, Supernovalis 19, 17121 Zarnekla.
Alles Grüne! Roland
... Natürlich nehme ich gar nichts leicht. Und so fuhr ich so kaputt
nach Hause, wie ich glaubte ganz zu sein. Nur mich selbst nehme ich zu
leicht und falle dabei immer schwer auf die falsche Seite. Ich schleppe
mich zurück zur Gosse, aus der ich kam, zu all den kranken Kranken.
Ich lebe in einem Labyrinth aus Tretminen und finsterer Nacht. Alles wird
passieren, nur raus komme ich nicht. - Jeder Gang macht schlank. - Doch
je enger die Gänge, desto größer wird die Hand, die ins
Leere greift. Mühsam kommt sie da durch und greift zu in jenen wabbeligen
Schleim, der sich durch jede Ritze schiebt und eins wird mit meiner Sprache.
Zum Kuckuck! Wer brüllt da so laut, daß einem die Beine
wegfliegen, hoch an die verquerte wand, die mich nieder drückt. Wo
einstmals Himmel war, lebt heute nur noch der Mond. Der allmächtigste
von allem. Wenn ich ihn aus den Augen verliere, werde ich ihn nie mehr
sehen können. Das ist so gewiß, wie mein Herz, das sich der
Trauer bemächtigt und irgendwann aufhören wird, alles kaputt
zu schlagen. Bumm ^ bumm, bumm ^ bumm, bumm ^ bumm... Ho ho! Da lacht die
Nacht und weiß, daß es so sein wird. Nichts ist mehr ungewiß,
wenn der schwarze Teeregen kommt und die Augen verschließt.
Bumm ^ bumm, bumm ^ bumm...
Kreidebleich leuchtet das Gesicht aus der Nacht, wie der Mond in alle
Ewigkeit. Hab Erbarmen! H a b E r b a r m e n, wenn mich die
nacht so findet! Kinderleicht und schwer wie eine Feder geht mir der Atem.
Zug um Zug und den nächsten werde ich nehmen. Runter da! Was setzt
sich da immer in meinem Kopf obenauf? Hinunter, oder verliert hier jemand
das Gehör, daß ich Hand anlegen muß an die Stirn, die
höher davon nicht wird? Doch die steckt ja fest in einem Berg von
Totengräbern. Stein für Stein über der Blume in der Mauer.
Wenn alle bleiben, muß ich gehen.
Bumm ^ bumm, bumm ^ bumm, ... ^ bumm. Ines
Eine knappe Woche nachdem ich bei euch war, wirkt der Freitagabend noch nach. Die Atmosphäre insgesamt, berauscht von Klängen und der Umgebung, von Bildern, die alles mögliche im Kopf freischaufeln und diese wilde, direkte, klare und wohl gerade deswegen geheimnisvolle Nina! [...] Geht es immer so familiär zu? [...] War schön. [...] Bis irgendwann! Eb
Viele herzliche Grüße und vielen Dank für Alles. Es
war wie schon im letzten Jahr sehr denkwürdig, anstrengend, wunderschön,
voller Melancholie und auch Hoffnung machend. Ich hoffe auf viele Wiedersehen.
Beatrice. Viele Grüße auch von Toni.
Rückblickend
Ich bin gern nach Zarnekla gefahren. Es gab nichts zu fürchten,
es gab nichts zu erwarten - ich habe nichts WESENTLICHES ERWARTET. Distanz
und Nähe waren für mich ein Problem? - Distanz und Nähe
gehören dazu! Ich habe nichts gefunden, was der Wahrheit nicht entsprochen
hätte, was ich nicht begriff angesichts meines Gewahrseins. Ist es
nicht immer wieder unmittelbar ganz und gar in uns - der Ärger und
vor allem - die Freude! Und beides hat sich innerlich zu dem gesellt, was
ich bin!
Was uns dermaßen fesseln könnte, ist doch nie etwas Konkretes,
welches hervorzuheben wäre, welches alles andere in den Schatten stellte.
Ist es nicht eine Art Glückseligkeit, eine Art Losgelöstheit
von all dem Konkreten erst, welche uns immer wieder zusammensein läßt,
welche über allem schwebt, welche uns all die Nichtigkeiten vor Augen
führt, vor denen dieses Zarnekla auch in den Tagen des Lapsusfestes
nicht gefeit sein konnte?
Es ist eine Art Glückseligkeit, die in uns present ist, von der
wir uns mehr UND weniger leiten lassen! Wir sind losgelöst in allem
oder wandeln verloren und einsam in Erwartungen und Ansprüchen praktisch
ziellos umher!! (Das heißt, irgendwelche konstruierten Scheinziele
lassen sich immer finden - überall, tausendfach!) - Lapsus hatte von
ALLEM was - wie sollte es auch anders SEIN. Dirk
Was mir besonders gefallen hat ...
Da möchte ich zunächst den nun schon fast legendären
"Quadrophenia"-Vortrag von Achim erwähnen - da hab ich's am meisten
bedauert, nicht lostanzen zu können wie die Showgirls in der ersten
Reihe! Immerhin wirkten meine Tramaltropfen fast so wie die bunten Pillen,
die der Held der Geschichte schluckte - bildete ich mir jedenfalls ein.
"Out of my brain", wenn auch nicht im train (trotzdem total abgefahren).
Der "Schwanengesang" beeindruckte ebenfalls, aber da konnte ich nicht
so schön mitsingen ...
Als rundum stimmig empfand ich den Auftritt von Martin und Andreas:
ehrlich geklaut und gekonnt & liebevoll weitergesponnen - da capo!
Die Klebstoffdias paßten - wieder mal - perfekt dazu und führten
stellenweise ein seltsames Eigenleben ... ("Seht ihr das jetzt auch oder
sind das meine Tropfen?")
Gefallen hat mir auch der Lovecraft-Vortrag, vor allem die originelle
Bebilderung + Vertonung. Die Geschichte hätte ruhig noch grusliger
sein können, trotzdem machte sie Lust auf mehr (im nächsten Jahr?).
Daß mir Dirkis Dead-can-Dance-Vortrag nicht nur zu Ohren, sondern
auch zu Herzen ging, muß ich wohl nicht extra betonen ...
Jetzt noch ein Bienchen für ... Organisation und Technik ließen
dank Achim kaum zu wünschen übrig. Gerade weil das (fast) immer
so gut klappt, vergißt man vielleicht allzu schnell, wieviel Arbeit
und Mühe dahintersteckt.
Und Gabi war wieder eine liebe Küchenfee.
Fazit: Hoffentlich haben gerade diejenigen, die mit Lapsus live den
größten Aufwand haben, auch weiterhin Lust, diesen zu betreiben.
Mir liegt auf jeden Fall sehr viel daran.
Lapsus forever and ever! Regina
Hinterblickende Fragen/hinterfragende Blicke
Weil ich zu denen gehöre, die auch hinter die Lapsus-Kulissen
blicken können, möchte ich nochwas schreiben, was mir einfach
zu Herzen geht/am Herzen liegt. Es ist so einfach, anzureisen, sein Leben
mit allen seinen Problemgestrüppen mal für ein paar Tage zu vergessen,
sich berauschen zu lassen, aufs Geheimnisvolle einzulassen, aufs Nichtalltägliche
am nichtalltäglichen Ort.
Es ist so einfach, einen Ort zu betreten, mit dem Eigenen in der Hand,
einen Ort, der vorbereitet ist, offenen Raum zu bieten für das, was
da dargeboten werden will.
Es ist so einfach, aus dieser Position heraus umsichblickend dann -
selbst aufatmend, für den Moment vielleicht mit mindestens der Illusion
der Freiheit, auch herabzublicken auf andere, die allein schon dadurch
niedergedrückt sind, daß sie nicht die Kraft hatten oder nicht
die Zeit fanden, gerade diesen Raum, der nun so selbstverständlich
als Bühne betreten wird, von im Augenblick (oder länger) strahlenden
Stars, noch schöner, heller, vielgestaltiger anzubieten. Wenn die
Kraft nur mehr für das "Nötigste" reicht, nicht mal die Hoffnung
da ist, das Bunte könnte mit den Gästen einziehen, wenn die Enttäuschung
über sich selbst schon so groß ist und dann noch Niederschmetterndes
von da kommt, wo es eigentlich besser gewußt werden könnte,
wo aus Zu-Neigung, aus Nicht-Abwenden auch Nachsicht, Mitgefühl, entstehen
könnte.
Zum Glück gibt es Menschen, die trotzdem von einer "Atmosphäre
insgesamt" sprechen, die unbelastet von alten Rachsüchten (oder was
weiß ich - ich weiß es eben nicht) sich beschenkt fühlen,
die vielleicht mehr den gesamten Hintergrund durchfühlen, nicht nur
das vordergründig Sichtbare. Diesen bin ich dankbar, wünschte,
ihre Gefühle hätten mehr Gewicht als anderes, Niederschmetterndes.
- Nicht für mich, aber mir nah.
Ja, ich verstecke mich hinter vielen Worten, ich fürchte auch
die scharfe Feder derer, die sich kritisiert vorkommen. Ich möchte
nicht kritisieren, ich möchte hier nur die Stimmen derer stärker
sichtbar machen, die vielleicht nicht so schnell mit Worten zur Hand (und
aufs Papier) sind, möchte das etwas ausgleichen, was hier umzukippen
droht. Ich wollte jetzt einfach mal auch ungefragt was sagen. Dazu.
Und ich? Ich habe Lapsus erstmals wirklich miterlebt, mehr innerlichen
Anteil genommen als bisher, erstmal wohl auch mehr gespürt, was es
für die bedeutet, die seit so langer Zeit damit leben, auch wenn mein
Hintergrund ein sehr anderer ist. Ich sagte zu Roland irgendwann am Samstag-Morgen,
nach einem aufregenden, neugierigen, vorfreudigen, frohen Freitag und einer
wunder und schönen durchtanzten, durchschwebten, glücklichen
Nacht: "SO muß Lapsus sein!" Da war's schon hell, klang die
Musik aus und wir zwei Übriggebliebenen fanden zu meiner frohen Überraschung
sogar noch andere Wachgebliebene - ebenso glücklich/müde - in
der Küche...
Glücklich ging ich schlafen und dachte, etwas von der Atmosphäre
der Nacht noch in der Luft spürbar schweben zu sehen, für die
jetzt Erwachenden, als gutes Startgefühl für den neuen Tag.
Daß meine Erinnerung Löcher aufweist, und daß mein
frohes Vorgefühl auch für die weiteren Tage sich dann nicht verwirklichte
für mich, hat ganz allein persönliche Gründe, hat mit Lapsus
garnichts zu tun und entsetzte mich am Montagmorgen ganz furchtbar beim
Erwachen in die Morgendämmerung, die so hörbar nicht mehr mit
Musik erfüllt war, dabei wollte ich diese Nacht doch so gerne noch
dabeisein. Bitter für mich, verpaßt, vorbei.
Aber die anderen? Ich hoffe, daß es für sie so weiterging,
wie es für mich am Freitag begann. Vielleicht ist dafür doch
jeder etwas selbst verantwortlich, ich kann jedenfalls meine Traurigkeit
dieser Tage keinem anderen anlasten. Ich lasse sie mir aber auch nicht
vorwerfen. Es ist so passiert. Ich hoffe, daraus lernen zu können.
Und freue mich aufs nächste Mal!
Was meinen Erinnerungslücken entging: Das Gesichterbemalen (!!!
Körperbemalung nächstes Jahr?) Wieviel Liebe ich neu keimen sah,
überhaupt die Keime, die Neuanfänge, hoffnungsvoll in allen Schutthalden
Blüten (sogar die Unkräuter blühen im Garten), wieder sehr
genießbar der Vortrag von Regina/Dirk (?) in blau und gelb (!!),
absolut Spitze (!!!!!!!) Monikas große Chance (ich wünsche mir
sehr Fotos - irgendwer knipste da doch...) schauspielerisch vor allem Dirk,
für den finde ich noch gar keine Worte... unglaublich, zum Totlachen
und ich habe das alles sehr bewundert: Idee, Aufbau, Text, Aufführung,...
würde das am liebsten nochmal sehen..., ich hab auch beim Radio Robotron
sehr gelacht (Regina! Toll!!!!!), bin traurig, weil ich Key MG versäumte,
zum verstehenden Gefühl trugen die Dias über all die Lapsus-Jahre
sehr bei: schön/lustig/interessant für mich, trotzdem ich kaum
ein Gesicht kannte, vom Fußballspiel blieb mir das Bild: Clemi -
von Roland angefeuert - so mutig gegen ausgerechnet Dirk anrennend - ich
wurde zum Clemi-Fan: keiner war sonst so tapfer und mutig und dabei so
ernsthaft (und ich lernte auch Roland noch bißchen kennen - interessant),
freu'mich auf meine Dias von der Bauernolympiade..., Ninas Fotos waren
nicht unerwartet, machen mir Mut, wie auch manch anderes an ihr, und sehr
berührend und schön fand ich "Bruder Baum Baum Bruder", denn
- fiel das noch wem so auf? - für mich ein selten positiver Vortrag
von Roland, nach all dem abgründig Düsteren, was ich von ihm
schon las und hörte, direkt licht und hoffnungsvoll, obwohl ja gerade
dieses Thema auch zum Totalpessimismus verführen kann.
Hab ich was vergessen? - dann bitte ich um Nachsicht, ich war auch
sehr oft so müde und... siehe oben...
Und jetzt bin ich neugierig, was die Redaktion aus Platzmangel wegschnipseln
wird, ich habe mich ja nicht gerade kurz gefaßt...
Voll Vorfreude und Hoffnung für nächstes Jahr seid alle lieb
gegrüßt
Nathalie. (P.S.: War Lapsus diesmal wirklich anders als die letzten
beiden Male, oder scheint das nur mir so? - so viel Liebe...!!!) ungekürzt
Einmal - es geht vorbei
Wir "Erwachsenen" spielen nicht mit Lego, uns fesseln die Ego-Bausteine.
Ich bitte jeden einzelnen von Euch um Verzeihung und Annehmen, daß
ich so abwe(i)send war - falls jemand darunter litt. Wer Plán B
ernst genommen hat und Überhaupt, wird vielleicht auch was verstehen.
Ich lebe noch. Hart an der Grenze, mitten im Strudel. Ich sehe kein Land,
schaffe gerademal die nächste Bewegung. Und es ging eigentlich gar
nicht, daß Lapsuslive hier diesesmal wieder heimstattfinden konnte.
Da ist in einem Jahr, das auch mehr als randvoll mit Verzweiflung, Tränen,
Pein war, Unmögliches einfach geschehen.
Das hat mit Liebe zu tun, auch wenn ich oft genug höre, daß
ich doch gar nicht wisse, wovon ich da rede. Oder was ich da lebe.
Der Ort hier, wie er ist, was er bedeutet, ist in Lebensgefahr, Rote
Liste, vom Aussterben bedroht. Sehr selten höre ich, daß ich
auch endlich mal was für mein Glück machen muß, mein eigenes
Leben, Empfinden von UnterFernerLiefen an die richtige Stelle zu heben.
Aber für mich kommt jetzt diese Stimme unüberhörbar aus
mir selbst. Man ist anderes von mir gewohnt, auch der Ort hier kennt andere
Kräfte von mir, und ich will "das" hier (was bedeutet das eigentlich
für euch?) auch nicht aufgeben. Ich weiß nicht, wie es weitergehen
wird. Das alles tut sehr sehr weh.
LapsusliveSpuren:
Am meisten beeindruckt haben mich die bemalten Gesichter. Wundervoll!
Ich glaube, so in etwa passiert auch etwas manchmal im Inneren der Lapsoten
in all den Jahren. Und das ist für mich ein Teil dessen, was LL bewirken
kann und bewirkt. Verwandlung, Verzauberung, die grauen Schichten haben
nicht mehr den Halt, innen wird's licht, bunt, schön, froh.
Schwierigkeiten hatte ich wieder mit Reginas Art&Weise, Achim als
Zielscheibe zu benutzen, daß das Radio Rumpeltron letztlich ein ungutes
Gefühlsgemisch bei mir hinterließ.
Gut getan hat mir die Aufzählung der hier gepflanzten Baumarten
in meinem Vortrag, es gibt eben verschiedene Zugänge, mit dem Leben
in Kontakt zu kommen. Natürlich habe ich auch meinen Wilber gelesen.
Sehr mutig fand ich die Art&Weise der Schwanen-Darbietung, die
Stille, die Dunkelheit mit dieser Musik gefüllt, pur an die Gefühle,
ohne das "Flachland" von unendlich vielen Bildern. Mir fiel danach ein,
wie die westdeutsche Gruppe Delta Minus T ihre letzten Konzerte von der
Bühne brachte. Ganz ohne Musik.
Ein Bandmitglied sitzt auf der Bühne auf einem Stuhl und läßt
sich in bestimmten Rhythmen immer wieder runterkippen, auf die Bretter
runterfallen.
Was von der Musik für den Körper übrigbleibt. The Swans.
Was bleibt für das Herz übrig? Was bleibt für den Geist
übrig?
Was bleibt uns übrig?
Mir noch ein fantastisches Gefühl vom Tanzen am Samstag in der
Frühe. Und die Erinnerung, daß so vieles an Lust und Liebe sich
fand und vielleicht den Weg ins größere Uns finden wird.
Und was noch übrig bleibt zu sagen: The salt of the life. All
ihr hart arbeitenden Leute, ich will ein Licht für euch anmachen:
für die Leute, die die Galerie an die Scheune bauten, die Leute, die
den Fußboden in der Scheune auswechselten, die Leute, die für
erste Ernten im Gewächshaus sorgten, die Leute, die die neuen Vorhänge
machten, die Leute, die den Biogroßeinkauf in die Reihe kriegten,
die Leute, die die Wiese mähten und den Schnitt wegschafften, die
Leute, die ein drittes Klo hinstellten, die Leute, die Bänke und Tische
ranschafften, die Leute, die die Blumenkästen belebten, die Leute,
die vielleicht eigentlich für sich selbst wichtigeres machen sollten
und für die Leute, die fragten, was es noch zu tun gäbe.
Neben Lapsuslive. Ich hätte so sehr gern 2 bis 12 Leute ab und
an im Garten helfend gehabt und bin von mir selbst enttäuscht: wieder
nicht rübergebracht ("Land unter!"), selber abwesend an der Stelle.
Im nächsten Jahr wird wieder vieles anders aussehen. Ich auch.
Roland
Anonymer Autonomer
Irgendwann
brutzelt jeder in der Großstadthölle. Los Angeles, das Metropolis
der Welt, sendet negative Wellen ins System von CHRIS CACAVAS. Düsteres
Mantra macht die Runde. Die Depression breitet sich im Sänger mit
dem Nuscheltimbre aus. "Mein einziger Anspruch ist Ruhm", singt er heute.
Denn von dem Geld, das er als Keyboarder bei GREEN ON RED einst verdiente,
ist kaum etwas geblieben. "Kein Album in den Staaten seit meinen guten
Tagen", sagt er traurig und meint die Zeit bis zu seinem Debüt als
Frontmann bei JUNK YARD LOVE, seinen treuen Weggefährten durch die
neo-folkigen Neunziger. Auch diese Band hat er ausrangiert, um schließlich
zum "Anonymus" - dem Titel seines neuen Albums - zu mutieren.
Impetus für CACAVAS' ersten Alleingang nach 20 Jahren im Rockbiz
war das wachsende Gefühl, von der Welt weder verstanden noch gehört
zu werden. "Der normale Frust eines Musikers, der trotz erster grauer Haare
oft nicht weiß wie er die nächste Miete bezahlen soll", erklärt
er. Eine Perspektive, die den arrivierten Schreiber psychedelischer Rockhymnen
zur Richtungskorrektur provozierte. CACAVAS hat seinen ewigen NEIL YOUNG-Komplex
abgelegt - die Angst, mit dem ikonenhaften Rock-Dino verglichen zu werden
- und sich endlich kompromißlos dem sensiblen Songwriting gewidmet.
Ketzer werden schon die eröffnende e-moll Auflösung von "Stupid"
als Indiz für seine sakrale Verehrung des kanadischen Song-Tycoons
werten. Doch diesmal ist da mehr individuelle Substanz. CACAVAS hat die
sehnsüchtigen, düsteren Stimmungen wirken lassen, sie ausgelebt
und zu seinem intimsten und gleichzeitig schönsten Album verarbeitet.
Die destruktiven Auswüchse früherer Platten, die einzig dem Zweck
dienten, der YOUNG-Parallele den Wind aus den Segeln zu nehmen, sind verschwunden.
CACAVAS hat sich seiner GREEN ON RED-Wurzeln erinnert, wo er als Tastenmann
durch Zurückhaltung große Wirkung erzielte. So setzt er die
Töne nun behutsam, läßt die Melodien sich entfalten, statt
sie zu zerpflücken, wählt öfter die Westerngitarre für
die Basics und entscheidet sich an einer Stelle für ein sanftes Orgelsolo
statt dem sich konventionell aufdrängenden Telecaster-Gegniedel.
Die Betrachtung der Umstände macht Angst: ein tiefschwarzes Plattencover,
Texte über Tod und Teufel, Selbstzweifel als Leitmotiv. Doch der Sänger
trägt die verfrühte Midlife-Crisis mit Humor. Der personifizierte
Anonymus ist im CD-Booklet ein überdimensionierter Kaktuskopf mit
menschlichen Gliedmaßen. CACAVAS hat die Hoffnung auf die Weltkarriere
aufgegeben. Die Maßstäbe sind näher an der Realität.
Seine Utopie hieße "Goodbye day-job": "Ich muß jeden Morgen
los. Es wäre ein Traum, irgendwann wieder selbständig zu sein."
Da wurmt es ihn, daß er als Gralshüter uramerikanischen Mainstream-Rocks
jüngeren M-o-R-Bands wie WILCO oder SON VOLT in kommerzieller Hinsicht
nicht das Wasser reichen kann. Doch sein Schmerz hat den Code einer opulenten
Song-Schatulle geknackt. Die sich auftuenden kreativen Tiefen schließen
an elegische Meisterleistungen der Singer/Songwriterklassik an. CHRIS CACAVAS
klatscht bei den Großen ab.
Tim Jürgens
Stolzer Qutsider
Seine Band mag er verloren haben, nicht aber seine Gabe, Emotionen
in wunderschöne Songs zu verpacken. Als Mitglied von Green On Red
gehörte er zu den Erfindern des amerikanischen Wüstenrock, heute
hat er eine treue Fangemeinde (Kenner und Vinyl-Junkies aufgepaßt:
diese Vinyl-Pressung ist auf 1.000 limitiert), die überall ist, wohin
Chris Cacavas kommt. Solo und "anonymous" nimmt er seine unbändige
Spielwut an die Leine; unterstützt von weiteren Größen
des Wüstenrock - Rich Gilbert, Mikey Borens und der allgegenwärtigen
Cellistin Jane Scarpantoni -, zaubert Cacavas ein herrlich entspanntes,
stilles Ambiente, in dem sich die traurig-ironischen Texte voll entfalten
können. Sie zeigen einen Outsider, der stolz auf seine Ratlosigkeit
ist, einen Menschen, der nie zur Ruhe kommen möchte. Wirklich - es
lohnt sich noch immer, ihm zu folgen.
Carsten Wohlfeld, Intro Nr. 48, Oktober 1997, S. 53.
Anonymer Workaholic
Stilles Songwriting auf höchstem Niveau. Doch Chris Cacavas ist
kein Star. Der verblüffte Applaus überrumpelter Kritiker war
ihm schon immer sicher ob für den psychedelischen Folkrock von Green
On Red oder seine Rollen als Gastmusiker für Steve Wynn oder Giant
Sand. Von "Anonymous", Cacavas' erstem Soloalbum seit acht Jahren, dürfte
eigentlich niemand mehr überrascht sein. Und doch hat der Wahlkalifornier
diesmal ein paar Gänge heruntergeschaltet, um seinen bedächtig
swingenden Melodien mehr Platz einzuräumen, eine fein graduierte Dramaturgie
zu etablieren. Bestes Beispiel dafür ist wohl das epische "Anonymous",
das Cacavas zur ME/Sounds CD beisteuerte: Die Flut brandender Crazy Horse
- Gitarren ist verebbt, und nun liegen die zarten Songstrukturen wie angeschwemmte
Seesterne auf dem weißen Strand. "Natürlich habe ich mein Konzept
nicht radikal geändert," betont Cacavas, aber: "Es war verblüffend,
wie intuitiv und kreativ diese Aufnahmen zustande kamen." Was sich in jedem
der 13 Songs entfaltet, ist schlichtweg zeitlose Qualität.
Musikexpress/Sounds, August 1997, S. 21.
Kennen Sie den?
Legt der eine ein Tape ein, sagt der andere, als die ersten Akustik-Gitarren-Akkorde
aus den Lautsprechern kriechen: "Klingt ja wie Neil Young." Antwortet der,
der das Tape eingelegt hatte: "Is' aber nur Chris Cacavas." Häme beiseite.
Chris Cacavas hat sie nicht verdient, weil er längst über dem
unvermeidlichen Vergleich steht. Dennoch plagt ihn die eigene Identität
im schleppenden Titelsong wie einen Anti-Helden in einem alten Film noir.
"I see myself in a mirror or two, I stare and stare without a clue." Und
dann: "My only claim to fame is, I don't know my name." Koketterie? Echter
Leidensdruck? Der vielbeschworene Tod des Autors? Vorsicht! Hatte er nicht
gerade zuvor, im sanft einlullenden "Sullen", noch gesungen: "The more
you know me, the more I'm joking"? Und das bißchen Stolz ist über
quälendem Zweifel auch nicht gleich verschütt gegangen. "Do Me
No Favors", please, bittet Cacavas inständig. Und das immerhin, nachdem
er sich kurz zuvor noch im Gefühlshaushalt einer Fliege wähnte.
Wenn die Patsche kommt. Jedenfalls suchte der frühere Green On Red-Mann
für "Anonymous", sein fünftes Album, noch einmal nach Veränderung.
Im Rahmen seiner Möglichkeiten, versteht sich: kein Drum'n'Bass, kein
Metal, kein Ambient. Aber immerhin: Die bewährte Band, Junkyard Love,
wurde in den Ruhestand versetzt, statt dessen produzierte er gemeinsam
mit dem alten Freund Steve Wynn und ausgewähltem Studiopersonal, darunter
Cellistin Jane Scarpantoni (Richard Barone und Lounge Lizards) und - als
"Psycho Sisters" firmierend Vicky Peterson und Susan Cowsill, sonst bei
den Continental Drifters beschäftigt. Das Ergebnis schöpft seine
Kraft meist aus der Ruhe, zelebriert die Konzentration aufs Wesentliche
in vorwiegend mittelschneller Gangart. Kein Zufall, daß ein Song
im Titel das Wörtchen "Mantra" bemüht. Selbst da, wo sich die
Gelegenheit böte, selbst über die Stränge zu schlagen, hält
Cacavas den Druck eher halbakustisch unterm Deckel, statt ihn dampfend
und zischend entwichen zu lassen. So erkämpft er sich dann beharrlich
doch noch ein paar neue, kleine - vielleicht halt auch nur wiedergewonnene
Freiheiten.
Jörg Feyer, Rolling Stone, September 1997, S. 104.
Folk'n'Roll
Lieber Leser, solltest du deine alljährliche Folk 'n' Roll-Platte
noch nicht gekauft haben, hör' auf zu suchen und nimm diese hier -
du brauchst keine andere mehr. Mit Hilfe von Gästen wie Steve Wynn
(als Co-Produzent) und Jane Scarpantoni (unvermeidlich, wenn es darum geht,
auf einer Platte dieser Größen- und Genre-Ordnung ein Cello
erklingen zu lassen) ist Chris Cacavas das herrliche, gewitterwolkenverhangene
Sommeralbum gelungen, auf das wir bis jetzt so sehnsüchtig gewartet
haben. 'Anonymous' ist das fünfte Album des Green On Red-Gründers
seit dem Ausstieg bei der stilprägenden Psych-Country-Combo im Jahr
1992 und sein erstes ohne seine Band The Junkyard Love. Folglich geht's
hier ein paar Dezibel ruhiger zu als noch auf 'New Improved Pain' oder
dem '94er Meisterwerk 'Pale Blond Hell'. Was aber nichts an der Intensität/Heavyness
seiner Songs ändert. Hier gibt's Chris Cacavas, pur - mit seiner hohen,
leicht klagenden, aber nie verzweifelt klingenden Stimme und Texten voller
wüstentrockener Ironie, wunderschöne Balladen ("Sullen"), holpernden
Psych'n'Country-Rock ("Anonymous", "You Gonna Pay"), bei dem (jeder) Neil
Young(-Fan) feuchte Augen bekommen sollte, ausgetickte Gitarrensoli und
einfache, aber packende Melodien. Was will man mehr von einem Singer/Songwriter?
(5 von 6 möglichen Sternen)
Albert Koch, Musikexpress/Sounds, August 1997, S. 50.
Die großen Zeiten
von Green On Red sind zehn Jahre her. Auch nach dem Aus der Folkrocker
blieb Chris Cacavas Kritik- und Publikumsliebling. Mit seiner neuen Band
Junkyard Love sorgte er live wie auf Platte dafür, daß zwischen
den Polen Country und hartem R&B stets Hochspannung anlag. Der so kokett
anonymisierte Künstler - im Booklet mit Riesenkaktus statt des Kopfes
- setzt diesmal auf Intimität statt auf Randale. Chris erinnert mal
an Petty, mal an Young, und zart zerrt die Gitarre.
VIVA-Videotext, 24. August 1997.
... nur Songs
Die für Cacavas typische Mischung aus sympathischem Understatement
und gesundem Selbstbewußtsein prägt die grandiosen Songs der
CD. Das reichhaltige Vokabular des US-Folk- und -Country-Rocks handhabt
Cacavas mit souveräner Leichtigkeit, gibt der abgegrabbelten Kritiker-Worthülse
"zeitlos schöne Songs" neuen Inhalt. Der Querverweis zu Neil Young
ist schnell gezogen - doch wo Young in dunkle Jammertäler versinkt,
hält uns Cacavas lächelnd entgegen: "Das sind doch alles nur
Songs". Ja, und zwar wunderbare!
kjo, ARD/ZDF-Videotext, 30. August 1997.
Du bist verliebt, also hier ist das Spiel
Es gibt eine Rolle, niemand spielt die selbe
Sie haben deine Nummer, deinen Namen vergaßen sie
Wenn sie nicht aufpassen, wirst du dasselbe tun
Es wird gute Zeiten geben, dich verrückt zu machen
Es wird Schmerz geben
Hör, was ich sage
Es wird keinen Richter geben, außer dem Gespür für Gefahr
Es wird keine Jury geben, zu deinen Gunsten entscheidend
Eben ich für dich, und Euphorie
Mit wiederbelebten Motoren, fliegenden Farben ebenso
Es wird gute Zeiten geben, dich verrückt zu machen
Es wird gute Zeiten geben, dich verrückt zu machen
Es wird Schmerz geben
Hör', was ich sage
Es wird gute Zeiten geben, um dich wegzublasen
Es wird Schmerz geben
Hör', was ich sage
Sorgenberge (Trouble Mountain)
Warum zum Teufel stehst du da
Mit beiden Händen in der Luft
Ich muß dich verwechselt haben
Mit jemadem, der sich kümmert
Sorgenberge jeden Tag
Noch hör' ich dich sagen
Schließ deine Augen und sie werden alle verschwinden
Wieviel kostet das Benzin
Es stieg schon wieder heute
Du kannst deinen erstgeborenen Sohn verlassen
Wir werden es einen ehrlichen Handel nennen
Sorgenberge jeden Tag
Noch hör' ich dich sagen
Schließ deine Augen und sie werden alle verschwinden
Ich hatte einen Traum.
Ich ging los und verließ meinen Ohrensessel
Bestieg die Sorgenberge
Als hätte ich keinen Kummer
Ich wachte auf und übernahm eine Rolle
In jemandes tragischem Spiel
Ich schloß meine Augen
Sie verschwanden nicht
Internationaler Herzschmerz (International Heartache)
Bitte paß auf, wenn du auf der Piste bist
Ich meine, wenn du ein Junge bist
Und du bist in einem fremden Land
Und du triffst eine Frau, die dich sympathisch findet
Du führst sie aus, Zechen, Essen, Tanzen
Und du versprichst die Welt und daß du an ihrer Seite bist
Was für ein Haufen...
Internationaler Herzschmerz / Du kriegst ihn
Internationaler Herzschmerz / Und bereust ihn
Internationaler Herzschmerz / Was sind die Symptome?
Es schmerzt
Manche meiner Freunde behaupten, immun zu sein
Aber ich weiß, daß sie innerlich anders ticken
Es ist so einfach, wirklich richtig runter zu kommen
Wegen diesem Zustand
Es ist, als fiele dein Herz aus 50.000 Fuß
Mit Wucht auf den Boden
Und kracht dir vor die Füße
Internationaler Herzschmerz / Ich hatte ihn
Internationaler Herzschmerz / Du weißt es
Internationaler Herzschmerz / Zeig's nicht
Es schmerzt
Ich hasse es, die einsame warnende Stimme zu sein
Du ruinierst dir dein Leben analer Zurückhaltung
Ja, du knallst deinen Kopf gegen die nächste Ziegelwand
Und fragst dich, wie kann ein Kerl wie ich bloß fallen
Tja, es ist so einfach, sich zu verlieben,
Es ist so einfach sich zu verlieben
Mitten in der Nacht, wenn Katzen und Hunde kämpfen
Und du bist betrunken in einer Bar
Und das Hotel ist zu weit, um zu laufen
Also teilst du ein Taxi und das hält vor ihrem Haus
Und wenn sie aussteigt, steigst du auch aus
Weil du die Warnung nicht befolgt hast, die ich dir gab
Hier kommt er
Internationaler Herzschmerz / Ich hab dich gewarnt
Internationaler Herzschmerz / Mach das nicht
Internationaler Herzschmerz / Du schlägst es in den Wind
Internationaler Herzschmerz / Noch 'ne Statistik
Es gibt keine Hoffnung
Für einen einen liebeskranken Abhängigen
Wie mich
Die Fragen
1. Frage: Was heißt folgende Abkürzung: LAPSUS?
2. Frage: In der Nähe welcher Stadt liegt Dein Heimatort?
3. Frage: In welchem Land fand zum erstenmal Lapsus live statt, wenn
ja, warum nicht?
4. Frage: Wie oft soll es das Preisausschreiben noch geben?
5. Frage: Wie oft wütete bisher die Eifersucht während LL?
6. Frage: Wie oft beidseitig?
7. Frage: Wen möchtest du nie wiedersehen zu LL?
8. Frage: Ist alles, was Du schreibst, gelogen?
9. Frage: Was ist aus LutzBus geworden?
10. Frage: Was ist Deine Lapsus live Lieblingsgruppe?
Zusatzfrage: Was ist der Ausweg? (2 Punkte!)
Die AntWorten
Diesmal warf das Preisausschreiben seine Schatten weit voraus, denn
auf eine Frage hing schon eine Antwort am Brett in der Nähe der Redaktionsstube,
bevor ich überhaupt sicher wußte, daß ich die Frage wirklich
fragen würde. Tja, "The Exhibition" antwortete:
zu 1. Lieber Anonymisiert Präsentieren Statt Unmittelbar/Unumwunden
Sorgen
[Präsentieren und Sorgen im Original unterstrichen]
Da es für "live" auch gleich eine Erklärung gab nämlich:
Lautstark Intimes Vorführen Erlöst?
gibt es 2 Punkte - aber für wen?
Nicht für Hübner, Dirk, denn der antwortete kurz angebunden
[Von wem?]:
zu 1. Langzeit Arbeitsloser Pflegefall Sucht Unternehmungslustige Sie
[Und, schon gefunden?]
zu 2. Gützkow [=Loitz-Ausbau]
zu 3. Ich diene der Deutschen Demokratischen Republik! [Seit wann?]
zu 4. Hat doch grad mal angefangen?! (Ich will auch mal 'nen Hauptgewinn!!)
[Kopf und Kragen verloren und ein Haupt gewinnen?]
zu 5. Gar nicht - wir haben uns doch alle lieb (piep, piep, piep)!
[Wo bist Du? In der Peep-Show?]
zu 6. Ich zitiere: "Piep, piep, piep". [Oder: "zittere"?]
zu 7. Jacki - der muß doch schon stinken! (Verzeih' mir, Jacki!)
zu 8. Lügner haben lange Beine! [Hübner auch.]
zu 9. Der stand doch gar nicht auf der Liste?! [Ja, warum wohl?!]
zu 10. Michael, Hansi: und die Nancies.
Z.: Es gibt keinen - alle Wege führen zu Lapsus! [Unternehmungslustiger
Pflegefall...]
Na, ich kann halt nicht Nein sagen. Und vergebe wiedermal 2 bis 12
Punkte - 12 für die fröhlichen Minuten und 2 fürn Zusatz,
weiter so!
Meine KöniginSchwester hatte viele frohe Stunden, die Rätsel
zu preisen:
zu 1. Die Liga zur Aufführung progressiver Sounds und Songs beauftragte
mich diesbezüglich mit einer Umfrage in Greifswald. Hier die Ergebnisse:
Frau Jutta Resch, 47, Kulturamtsleiterin: "Es handelt sich dabei um
den Lächerlichen Auftritt Peinlicher Stümperer Und Stotterer
- die Hansestadt distanziert sich von solcherart Unkultur!"
Ingo S., 17, Techno-Fan: "Ach, das ist doch so'ne Langweilige Althippy-Party
- Sentimental Und Spießig!"
Herr Uwe Ungehoyer, 53, Arbeitsvermittler: "Das bedeutet nichts anderes
als:
LangzeitArbeitslose Penner Schlafen Und Schlemmen. Die kriegen alle
eine ABM (= Auf Befehl Malochen)."
Herr Bodo Schulz, 86, CDU-Abgeordneter: "Ach, ich hasse das: Langhaarige
Anarchisten Predigen Sex Und Sozialismus - sowas gehört eingesperrt!"
Und hier endlich die richtige Lösung. Es ist natürlich der
Lustvolle Auftakt Parodistischer Sommerwonnen Und Sinnestaumel. Oder ist
da ein Fehler unterlaufen, und es muß in Wirklichkeit SUSLPA heißen?
(= Spiel Und Spaß beim LapsusPreisAusschreiben)? [Ganz nah an der
richtigen Lösung: Lustvolle Anarchisten Peinigen Schulz Und Songs.
Also 5 bis 6 Punkte!]
zu 2. Meine Heimatstadt liegt ganz in der Nähe! [Ja, wo sonst!]
zu 3. Ich glaube, es geschah im Morgenland. Weil nicht, darum doch.
[Wann ja, denn Punkt.]
zu 4. So lange es noch was zu preisen gibt und man mich ausschreiben
läßt! [S wird irgendwie nicht weniger...]
zu 5. Sie trat in der gleichen Häufigkeit wie Zahnschmerzen auf.
[Und er?]
zu 6. Zahnschmerzen sind doch nicht beidseitig! [Aber machen blind.]
zu 7. Wen möchtest du nie wiedersehen zu LL? (Ist das jetzt richtig?)
[Wieso?]
zu 8. Man, war doch nur ganz wenig geschummelt! [Stimmt das etwa?]
zu 9. 1. Variante: Herausgeber für Spielplatzrichtlinien, 2. Variante:
Lutz Transrapid.
zu 10. Die hübsche Sitzgruppe auf'm Scheunenboden. Nein, nein.
Natürlich Gilbert & Gilbert, wobei mir vor allem Gilbert gefällt.
(Ihr werdet sie noch kennenlernen!) [Und Dich.]
Z.: Der Ausweg ist ein Weg, der leider ins Aus führt (2 Punkte)!
[Und da?]
Uff! Das ist Rekord! 16 von 12 Punkten! Transgenial!
Und dann aus dem inneren Ausland, ich meine: äußeren Inland:
Nathalie:
zu 1. abgetippt: Liga zur Aufführung Progressiver Songs Und Sounds
[Und wenn das mal stimmt... Zaunds und Sonx vielleicht...]
zu 2. Warum denn bloß in der Nähe? Nein, auch nicht in der
Nähe von Loitz! (...!!!) [Da bleibt halt nichts übrig...]
zu 3. DDR, wenn nicht, aber doch! [Sag ich ja.]
zu 4. Solange Du noch Fragen auf dem Herzen hast! (...und anderswo)
[Ich bin gespannt.]
zu 5. Da mußt Du sie schon selber fragen. [Mach ich ja!]
zu 6. Und warum nicht: beidhändig? [Auf beide Augen?]
zu 7. Mit den letzten beiden Fragen noch nicht genug Material für
die Klatschspalte gesammelt? - Leider muß ich Dich enttäuschen:
nicht wieder sehen möchte ich nur - dafür von ganzem Herzen -
einen Haufen verheuschnupfter Taschentücher neben meinem Bett! (-
und auch darunter und sonstwo und so...)
(Wen interessiert, warum ich da so gute Chancen habe, der wende sich
an die Redaktion!) [Ich sammle ja mit ganzem Herzen, aber interessiert?]
zu 8. Wenn ja, warum nicht nein oder doch? [Meinetwegen.]
zu 9. Eine Alternativfrage wäre für Newsider wie mich was
Gutes, also leider kann ich auch nur alternativ gegenfragen: War er noch
nicht? [Das weiß ich ja eben nicht!]
zu 10. Mari Boine!!! (aber da sie leider wohl nie zu Lapsus live kommen
wird: Gehli!!!) [Hastes gehlesen Gehli?]
Zusatzantwort: aus - weg? Wohin? Ist EinWeg nicht besser? Kann ja zu
nix führen sonst, oder? (immer noch besser als EinLauf...) [Oder?]
Und wer wird nach Mari Boine fragen? Aber tanzen: 11 Punkte!
Vielleicht Achim:
zu 1. a) Lausige Amateure Prüfen Schmerzgrenze Unschuldiger Spontangäste
[Spontangänse, steht bei mir... Und die Läuse? - Kamm drüber!]
b) Lieber An Pfingsten Segeln Und Surfen [Und saufen, steht bei mir.]
zu 2. Loitz [Na weißt Du...]
zu 3. Dröhnland, weil ohne Polizeistunde und warum nicht? [Ich
sag doch gar nichts!]
zu 4. Preiset den Herrn (oder die Dame), der's am Leben hält [Schon
gut, 2 Punkte. Und die Dame auch.]
zu 5. Na, wenn mal nicht'n bißchen Neid dabei war [Du weißt
wohl beneid?]
zu 6. Soll's auch geben [Soll?]
zu 7. Wiedersehen macht Freude [Ich wünsche, Du wirst Dich jedes
Jahr aufs Neue dran erinnern!]
zu 8. Nein
zu 9. Siehe 7. [Und das Wiedersieben?]
zu 10. Uwe Matschke & wer auch immer [Na Du z.B.]
Z. Der Einstieg. [Denk dran!]
11 Punkte und viele frohe Stunden auch weiterhin!
Sogar mal was aus Indien in der Post, Ginger:
zu 1. Legalisierung Alter PopStars Unter Siebzig [Kenn ich keine]
zu 2. Nileb ieb aunerb (Ich hatte einfach keine Lust, Loitz zu schreiben)
[Sondern: Belin bei Brenua. In Afrika, ich meine: Indien.]
zu 3. Dederon, auch heute noch und warum auch nicht?! Aber vielleicht
hat auch schon jemand früher Feller gemacht. [Hört sich ja auch
nicht nur blöde an: Beerdeon...]
zu 4. bis wir die Preise auch anschreiben lassen können [Bloß
nicht!]
zu 5. so oft Eifer verschwunden war [Er wird halt geliebt.]
zu 6. Beidseitig, beidseidig
fühlt sich der Stoff an,
der beide seidig umhüllt.
Bei der Frage nach dem Seitenwechsel
sind beide eifersüchtig
auf die vage Möglichkeit
gleichzeitig beide Seiten der Seide zu fühlen.
einmal, zweimal, fortwährend
beiderseitige Eifersucht,
wenn zu Lapsus jemand eifrig Seide sucht.
[Jetzt bin ich auch irgendwie umhüllt...]
zu 7. Herrn Barilus Warmidan [Sag's ihm ins Gesicht. Reif für
Matte?]
zu 8. Soll ich jetzt etwa die Wahrheit schreiben? Mir glaubt ja doch
keiner? [Du wirst es kaum merken, oder?]
zu 9. - Lust im Bus hängt davon ab, wer sich im Bus befindet [Steh-
oder Sitzplatz sagt wohl nix?]
- LutzBus zählt allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit
TGL-genormte Sandkörner auf deutschen Spielplätzen [Versteh ich
nich] - aber vielleicht versucht er sich auch noch immer eine orangefarbene
Latzhose über den Anzug zu zwängen [Warst Du auch dabei?]
zu 10. ... Meine Lieblingsgruppe? - Die Küchentruppe!, allerdings
auch die Dirkisingers [Die Kirchentruppe und die Kindertruppe und ...]
Z: Der Ausweg aus dem Labyrinth ist nur für den, der wirklich
spinnt.
Ich wüßte ja nun gern mehr über den warmen Herrn...
Na gut: 12.
Anja, an Ja:
zu 1. Lachen, Pusten, Suchen Und Singen [das Verb ist weiblich]
zu 2. Mein Heimatort ist die Stadt [Ißt die statt?]
zu 3. Warum nicht im Land der Träume und Bäume? Wenn ja,
ich viel versäumte. [Stadtdessen]
zu 4. Solange euch nicht die Fragen ausgehen. [Sind eingesperrt]
zu 5. Man braucht nur die Handabdrücke in den Gesichtern nachzuzählen...
[Also warst Du dabei!]
zu 6. ...und sie mit 2 multiplizieren. [Die Gesichter?]
zu 7. Denjenigen gibt es noch nicht. [Wer weiß.]
zu 8. Niemals!! (Was denkt ihr von mir!) [Na was man so denkt: nüscht...]
zu 9. LutzButz bekam 'nen Kuß
er darauf fortziehen mußt',
ihn keiner jemals wiedersah. [Wohl 'n Pferdekuß]
zu 10. Wer anders als die Gruppe "Hans und Co" (auch Triangel), die
jedoch leider wegen Personalmangels dieses Jahr nicht eure Ohren mit ihren
harmonischen Klängen verzaubern kann. [Sonst geht's ja auch nicht.]
Z: der Weg, der von der Klippe wegführt [Z. B. hinunter.]
Wie sagt man? Full Lyrics? Full Punktzahl!
Die jüngste Teilnehmerin: Elisa:
zu 1. Lustige aber popelige Sand-U-Boote [Wer immer nur an Subbe denkt...]
zu 2. Wo ich wohne. [Wohn ich wo.]
zu 3. Mein erstes Lapsus war ich in Frank-Land, weil ich mich an andere
nicht erinnern kann. [Oder will? An Steven vielleicht?]
zu 4. Für immer! [Bereit?]
zu 5. Bei Lapsus wütet niemand! [Ja, und wer ist das nun???]
zu 6. Nie! [Sage nie...]
zu 7. Die Mücken. [Welche?]
zu 8. Ja, klar! [Denk mal drüber nach!]
zu 9. LutzBus ist bei uns, obwohl er nie gesehen wird. [Und wurde?
Du bist sehr nah dran!]
zu 10. Triangel. [In der Hose.]
Z: Ein Weg, den man nie gehen sollte. [Fahren?]
Prima. 12, setzen!
Rollen, wälzen, rollen den Stein herum!
Rocken rum, lösen den Stein aus dem Boden.
Beim Kampf auf den uralten Hochebenen
standen all meine Brüder und Schwestern Hand in Hand in Hand im
Regen.
Der hellichte Laserstrahl brachte den Sieg,
ohne daß eine einzige lebende Seele von dannen mußte.
Die Regierungstruppen waren eingekesselt von dieser Sonnenkannonade
und fanden sich bald auf der Flucht wieder...
Raus aus unserem Land!
Der Rock wurde erweckt, und es gibt keinen Anlaß mehr,
sich vor der anderen Seite zu verstecken... Schattenseite...
Umwandlung
Ruf's hinauf zu den Hauptquartieren der Macht!
Ruf's hinauf zu den obersten Bossen!
Schickt los, was Räder hat,
sendet die Finder der Sonne aus!
Zur Seite 13 Stoßtrupps des Geistes
und 300 Meister im Computerkillen,
herab von den Plateaus in den Bergen.
20 Meilen weit reichende Laser und großartige Spurenleser,
schon 20 Meilen im Süden jetzt.
1975 erhoben sich all meine Brüder und Schwestern im Lande, und
wir kämpfen,
bis wir uns wiedertreffen und unsere Hände sich berühren.
Bis wir uns wieder begegnen und des anderen Geist erkennen.
Wir Drei fanden uns wieder und nahmen uns bei den Händen,
kamen ins Fantasieren: Napoleon im Garten...
Und wir werden die Trommeln erst mit dem Anbruch des neuen Tages dämpfen.
Wir werden den Stein umwälzen!
Wir werden den Stein aufnehmen!
Wir werden den Berg versetzen,
den Rock erheben!
(jefferson airplane, 1971)
Demnächst erscheint "ZARNEKLA '98" von Martin & Andreas. CD
20 DM, MC 10 DM inkl. Versand.
Übrigens... Auch von "Handicap" - ja genau, die mit dem kaputten
Bus ´97 - kann Frau oder Mann sich inzwischen gerne eine Aufnahme
ordern.
HANDICAP - so oder so. CD 18 DM, MC 10 DM, inkl. Versand.
Auf so oder so übrigens die Titel:
Carlos Santana wird am 20. Juli 51 Jahre jung
2 Reihen vor uns 2 südamerikanische Teenies, die einen prima Go-Go-Part
abliefern und mit beneidenswerter Energie versuchen, Kontakt zur Bühne
herzustellen. Das Bemühen ist letztlich erfolgreich und führt
zu neuem Tanz-Glanz.
Nach 3 Stunden ist das Ereignis Geschichte und man zieht von dannen,
vorbei an den Lagerplätzen derjenigen, die dem Konzert kostenlos auf
der Wiese lauschten und dem Geist der Musik auf ihren kerzenbeschienenen
Picknickzauberteppichen vielleicht doch näher waren. (Achim)
Gundi
ist tot. Er starb in der Nacht zum 21. 6. vermutlich an Herzversagen im
Alter von 43 Jahren in seinem brandenburgischen Wohnort Spreetal bei Hoyerswerda.
Drei Kinder und seine Frau, seine Freunde, Kumpels und Fans trauern um
einen, der immer mitten unter ihnen zu finden war.
Seine Fans nannten ihn den "singenden Baggerfahrer", weil er auch als
Musiker in diesem Beruf im Braunkohletagebau im Schichtsystem gearbeitet
hatte. Im Osten besaß Gundi Kultstatus. In seinen Songs kritisierte
der PDS-nahe Barde Mißstände nach der Wiedervereinigung.
Sein Vorbild war Bruce Springsteen, den er aufrichtig bewunderte. "Alle
Lieder, die ich machen wollte, singt schon der Boss", soll er einmal geseufzt
haben.
Der Liedermacher, der Vegetarier war, sei nicht krank gewesen, hieß
es bei seiner Plattenfirma Buschfunk. Nichts habe auf eine Herzschwäche
gedeutet. Noch eine Woche zuvor war Gundi mit der "Brigade Feuerstein",
mit der seine musikalische Karriere begann, in Hoyerswerda aufgetreten.
"Sein Tod wird wohl ewig ein Rätsel bleiben." Allerdings hatte Gundermann
sich auch nie geschont. Seine Konzerte gingen oft mehr als drei Stunden.
Er kam mit sehr wenig Schlaf aus. Oft fuhr der Liedermacher nach anstrengender
Schicht zum Auftrittsort.
Der in Weimar geborene Sänger, dessen Markenzeichen Fleischerhemd
und rote Hosenträger waren, veröffentlichte fünf Alben,
das erste noch in der DDR. Er begann seine künstlerische Laufbahn
in der FDJ-Singebewegung. Mehr als 20 Jahre lang arbeitete Gundermann vollberuflich
im Tagebau. Er lehnte es ab, Berufsmusiker zu werden. Erst kürzlich
beendete er eine Umschulung zum Tischler.
Gundermann gehörte zu denen, die den realexistierenden Sozialismus
der DDR ablehnten, aber die Gesellschaftsordnung namens Kapitalismus auch
nicht liebten. Anfangs war das ganz anders. Als 18jähriger ging er
als glühender Sozialist zur Armee und wollte "Soldat der Revolution"
werden oder Spione jagen. Doch daraus wurde nichts. Seine Karriere als
Berufsoffizier ging jäh zu Ende, weil Gundi sich weigerte, ein Loblied
auf einen hohen General zu singen. Die SED verstieß ihn Anfang der
80er Jahre wegen "prinzipieller Eigenwilligkeit".
Auch seine Stasi-Laufbahn wurde von staatlicher Seite beendet, da sich
der Mann aus dem Kohlerevier zu oft "parteifeindlich" verhielt. Nach der
Offenbarung seiner Zuarbeit für die Spitzel von Erich Mielke bekannte
er, er schäme sich dafür. Seine Fans verziehen ihm. Sie wollten
keine Geschichten über seine Vergangenheit hören, sondern seine
Lieder.
weisstunoch
weisstunoch
wir hatten uns so
nach diesem sommer gesehnt
und nu isser fast vorbei
weisstunoch
wir hatten uns schnell
an die grünen blätter gewöhnt
und nu isses fast vorbei
der garten bäumt sich auf
ein letztes mal
wirft seine bunten schätze und jetzt
bezahl
jajajaja
weisstunoch
wir hatten uns so
nachm bisschen wärme gesehnt
und nu isse fast vorbei
weisstunoch
wir hatten uns schnell
an die kurzen ärmel gewöhnt
und nu isses fast vorbei
wir wissen dass alles was kommt
auch wieder geht
warum tut es dann immer wieder
und immer mehr weh
yeahyeahyeahyeah
Platz 5
"Nun werd' doch endlich etwas klüger" - Demoband der Demoband
"Bildung für alle"
(klugscheißerisch:)
Eins, zwo, drei, vier
und sie sagte leise zu ihm:
Nun werd' doch endlich etwas klüger,
ha-ha-ha-ha,
studier' doch endlich Medizin!
Ha-ha-ha-ha.
Nun werd' doch endlich etwas klüger,
ha-ha-ha-ha, studier'doch endlich Medizin!
Ha-ha-ha-ha-ha.
Nun werd' doch endlich etwas klüger,
ja!!-ha-ha-ha,
studier' doch endlich Medizin!
Jaa-ha-ha-ha.
Nun werd' doch endlich etwas klüger,
ha-ha-ha-ha, studier'doch endlich Medizin!
Haaaaa.
Platz 4
"Ich bin ein grausamer Mensch" - Gilbert & Gilbert
(elegisch/melancholisch:)
Ich bin ein grausamer Mensch,
ich bin soo brutaal,
alle Leute fürchten sich vor mir,
ich kann nichts dafühür!
Nein! -
Ich bin ein grausamer Mensch,
haa,
ich bin soo brutaal,
alle Leute fürchten sich vor mir,
ich kann nichts dafühür!
Nein, nein, nein, nein! -
(melancholisch mit aggressivem Unterton:)
Ich bin ein grausamer Mensch,
ich bin soo brutaal,
alle Leute fürchten sich vor mir,
ich kann nichts dafühür!
Ja-haaaa-ha!
Platz 3
"Ich bin voller Haß und Wut" - Hansi & the Hurrican
(energisch, drängend, mit gelegentlich aggressiv-heiteren Nuancen:)
Ich bin voller Haß und Wut,
und mein Therapeut sagt,
das ist guut,
ich schlag alles kurz und klein,
ja,
mein Therapeut sagt,
das muß so sein!
Ich bin voller Haß und Wut,
ja, ja,
und mein Therapeut sagt, das ist guut,
ich schlag alles kurz und klein,
mein Therapeut sagt,
das muß so sein!
Yeah, Yeah, Yeah, Yeeah, Yeah,
ja, ja, ja -
(Sänger wird handgreiflich! - Ein begeisterter und ahnungsloser
Fan wird Opfer von dessen Mißhandlungen!: Aua, aua, aua ...)
Ja - das ist toll - voller Wut, voller Haß!
(Sänger nunmehr ängstlich geworden:)
Hallo, hallo - lebst du noch??
Platz 2
"Die ewige Grundschuld" - Gilbert & Gilbert
(melancholisch:)
Die ewige Grundschuld,
lastet auf meiheinen Schultern,
(pathetisch-getragen:)
denn ich bin ein Maann,
ja, ich bin ein Maann!
(melancholisch:)
Die ewige Grundschuld,
lastet auf meiheinen Schultern,
(pathetisch-getragen:)
denn ich bin ein Maann,
ja, ich bin ein Maann!
(heiter-beschwingt:)
Und - ewig wird sie lasten,
trallalalalaa,
und ewig wird sie lasten,
trallalalalaa,
und ewig wird sie lasten,
trallalalalaa,
und ewig wird sie lasten,
trallalalalaa,
Platz 1
"Caramba, caracho - Lapsus live" - Lapsus-Live-Band
(seit 56 Wochen auf Platz 1:)
Caramba, caracho - Lapsus live,
dafür bin ich reif!
Caramba, caracho - Lapsus live,
hält die Ohren steif!
Caramba, caracho - Lapsus live,
dafür bin ich reif!
Caramba, caracho - Lapsus live,
hält die Ohren steif!
(Nun kommt ein schwülstig-getragener Sprechgesang.)
Oldie
"Taratating, Taratatong" - Regina Mondieu
(sentimental mit schadenfrohem Einschlag:)
Taratating, Taratatong
und darum sing' ich diesen Song,
damit er dir die Traurigkeit vertreibt.
Taratating, Taratatong,
denn heute knallt's noch im Karton,
doch wer weiß, wie lang das noch so bleibt.
Denn du, du wirst vergehen!
Doch Lapsus bleibt bestehn!
Taratating, Taratatong,
ja heute knallt's noch im Karton,
und unser Leben ist noch aufregend und schön,
so schön, so schön, so schööön!
Mann des Gesetzes, du siehst 'n Ende jünger aus als ich,
und ich würde nur sehr ungern auf ein Baby schießen.
Du hast doch noch einen langen Weg vor dir,
alt und grau zu werden.
Es könnte echt 'ne gute Zeit für dich werden,
wenn du deine Meinung ändern würdest.
Ach, mich erfüllt noch eine süße Mattigkeit vom Liebemachen,
ich brauche noch 'ne Weile heute morgen.
Du wirst mit deinem Kram warten müssen.
Gut, ich habe nun deinen Standpunkt gehört und du meinen.
Und ich bin einfach zu müde, um Stellung zu beziehen,
dein Problem hier heute morgen vom Tisch zu kriegen.
Möchtest du nicht mal 'n bißchen lockerer sein?
Laß doch einfach 'n paar der Sachen, die du mitkriegst,
an dir vorüberziehen.
Ach, meinetwegen brenn sie dir ins Gedächtnis,
aber geh' nach Hause!
Verstehst du denn nicht die Kinder?
Die sind genau wie du, die wollen,
daß alles seine Ordnung hat.
Aber - die lassen's schleifen.
Und das Gelächter läßt dich wissen,
daß Lächeln die Gesetze bricht.
Du weißt, ich könnte ein Gesetzesbrecher sein,
und wenn's nach dir ginge, wären wir alle verloren.
Ich geb' mir die Maske einer Uhr,
die halt zu alt ist, nochmal aufgezogen zu werden.
Und nun kannst du sehen,
daß sich die alten Hände nicht rühren.
Aber so oder so, du komischer Vogel,
dies könnte das erste Mal sein!
(jefferson airplane, 1971)
Lisa Gerrard und Brendan Perry sind Dead Can Dance
Spiritchaser
Of interest is a quote from Lisa Gerrard from the July 12, 1996 edition
of the Boston Globe:
"We don't know whether we stole it [the Beatles' "Within You Without
You" melody] or not. We probably did, but who the hell knows?" says Gerrard.
"It wasn't deliberate, because we didn't remember the record. I'm really
unfamiliar with the Beatles' work, I have to confess.
Brendan knows a bit more about it. But the next minute, musicologists
are saying, `Oh, the first six notes are the same.' So we had to contact
George Harrison, who didn't give a damn, frankly. He was gardening at the
time. He said, `Oh, I like that piece of music. It's OK.' But the [record
company] pushed it. So we had to give a credit to Harrison on the thing,
which seems really bizarre."
gesucht und gefunden von Achim
"Ich
habe den Eindruck, die weißen Menschen fürchten sich so sehr
vor der Welt, die sie selbst geschaffen haben, daß sie diese nicht
mehr sehen, fühlen, hören oder riechen wollen. Regen und Schnee
auf dem Gesicht spüren, von einem eisigen Wind wie erstarrt zu sein
und an einem rauchenden Feuer wieder aufzutauen, aus einer heißen
Schwitzhütte zu kommen und in einem kalten Fluß zu tauchen -
diese Erfahrung zeigt Dir, daß Du lebst. Aber Ihr wollt das gar nicht
mehr empfinden. Ihr wohnt in Kästen, die Sommerhitze und Sommerkälte
aussperren, Ihr lebt in einem Körper, der seinen Geruch verloren hat,
Ihr hört den Lärm aus der Hi-Fi-Anlage anstatt den Klängen
der Natur zu lauschen, Ihr seht den Schauspielern im Fernsehen zu, die
Euch Erlebnisse vorgaukeln, Euch, die Ihr längst verlernt habt, irgendetwas
selbst zu erlernen. Ihr eßt Speisen, die nach nichts schmecken. Das
ist Euer Weg. Er ist nicht gut." Lame Deer