OVER
Nr. 20
LOVER Nr. 20
(erschien 05/99)
Auszüge:
[Reaktor1] - [Preisausschreiben]
- [Krieg] - [Flaggen] - [Zweizüngeler]
- [Doors] - [Reaktor2] - [Rock
Ruf] - [Angst] - [Moor] -
[Heimatlos] - [Einmal] -
[...] - [Traum] - [Meyer]
- [Worte]
REAKTOR 1
"Ich habe die Möglichkeit, mich in dieser Gesellschaft hängen
zu lassen." (aus OVER 19, S. 5)
Naja, mindestens einmal habe ich heute schon gelacht z.B. über
"Eindrücke von Menschen" [LOver 19, S.12]. Guten Flug, Ines.
Preisausschreiben # 6
Micha Burmeisterliche Antworten zum Preisausschreiben # 4:
#1: Meint Ihr etwa die vom Fuß, vom Stein und der Schwerkraft?
[Nein. Oder?]
#2: Autsch! Wer hat das Licht ausgemacht! So ein Sch... wieder nix
mit Dia-Vortrag! [Schatz? Schrumpfgermane? Schicksalsschlag? Schönheitsfleck?]
#3: Das, was ich nicht bekommen wollte. [Na also.]
#4: Es war alles üü... ähm legal.
#5: Bei der Ursuppe.
#6: Mit einem großen Löffel. [Nimmer satt?]
#7: Schreit er? Schreit er nicht? (Zur Erklärung: "er": ein 6
Monate alter Wurm denkt, um fünf Uhr sei eine gute Stunde, um aufzustehen.)
[Recht hat er.]
#8: Den ich am wenigsten benutzen brauche. [Z.B.?]
#9: Ich laß mich doch nicht von einer Rocktextübersetzung
anfassen. Also wißt Ihr! [Nana! Auch nicht im Dunkeln?]
#10: Also im Kopf zu- und den Hörer abnehmen. Ja, das wär
nicht schlecht. [Hauptsache, es macht Spaß!]
Z: Ich lache ständig. Wußtet ihr das noch nicht?
Er kam zu spät und konnte nur noch getröstet werden.
Achim war Dichter dran, und ein Jimi Hendrix Silberling Nummer hmzig
wurde sein.
Vor Achims Antworten zum Preisausschreiben # 5 nochmals die Fragen:
#1: Wer oder was ist auf nebenklebenden Foto drauf?
#2: Welche Interpreten fehlen noch auf jeden Fall in den Vorschlägen
zur CD 2000?
#3: Wer oder was ist auf nebenstehendem zu sehen?
#4: Wer unserer LAPSUS-Klassiker formulierte folgenden Leidsatz?
#5: Von welcher Lehrerin stammen folgende Worte?
#6: Von wem stammt das Titelbild dieser Nummer?
#7: Von wem stammt das Mittelposter?
Z: Auf welchen Seiten dieses Heftes steht DDR?
#1: Ro Li
#2: FdE
#3: Hansi & ?
#4: Dirk? Klassiker?
#5: Mari Boine
#6: Julia
#7: Frieda
#Z: S. 12, 19.
Aber wer tröstet mich? Nachdem alles getippt, gedruckt, montiert,
kopiert, ver-schickt war, die Redaktion längst auf Poel - kommt doch
so eine Wurstkarte - Rumhänger, Sozialabsahner können ja nicht
einmal mehr pünktlich aufs Klo, weiß man doch! - aus Greifswald.
Naja, für die Zusatzfrage waren sie sich auch zu fein, Neubundesbürger...
FNL, 17AB...
Dirk:
#1: Ein Mädchen? Oder der Junge, der auf Seite 16 als Erwachsener
abgebildet ist?! [Als Jugendlicher, als Jugendlicher!]
#2: Von der neuen Radio-Robotron-Hitparade Pfingsten '99 haben wir
noch einiges zu erwarten! [Na dann...]
#3: Familienglück. [Ich hab's geahnt.]
#4: Lachz nur! - Was wißt ihr denn schon... [Tja, einiges mehr...
Danke für die Enthüllungen, Regina!]
#5: Von einer Musiklehrerin. [Falsch. Staatsbürgerkunde...]
#6: Frieda.
#7: Von Julia oder umgekehrt oder von Roland? [Rückgekehrt]
Regina:
#1: Ein totaler Aussteiger. [Sieht man doch gleich!]
#2: Was gut ist, setzt sich durch! [... gut ißt, sitzt durch...]
#3: Das einzige, das fester ist als eine Männerfreundschaft. [Z.B.
eine Freund-schaft unter Männern.]
#4: Von meinem Untertan. [Da ham was!]
#5: Von Marie-Luise-Sprötge. [Als einziger mitgeschrieben!]
#6: Mir ist so langweilig! [Wie lange noch?]
#7: Wie war nochmal die 6. Frage? [Erst antworten!]
Naja, mal sehen...
Auch wenn ihr keine Lust habt, einmal erstmal nochmal:
Auf ein Wort:
#1: Welche Nazion füttert das Wappentier von Seite 2?
#2: Womit?
#3: Und was heißt das?: Alaser mu Sassi. Dicufant cledensi Fraas.
Derra beli sdenkae Sefall én. Eindro Medarfi lumundiam mertela ut.
#4: Was ist das Ende von Frau Meyer?
#5: Was sind die meisten?
#6: Unter welcher Adresse findet man LAPSUS im Internet?
#7: Hast du Angst vor freier Zeit?
#Z: Warum gab es 91, 92, 93 kein LAPSUS-LIVE?
Schreibt euch die Lagerweile vom Hals, wie stez an Ro Lie B.
Hier kommt der Krieg
Heute, da du dieses Lied hörst, werden wieder 394.000 Kinder
in diese Welt hineingeboren... Sie brechen heran wie Wellen
von Hunger und Verwüstung an diese unterspülten Ufer...
Bestimmen den Fluß der Geschichte,
einer Geschichte, nirgends aufgezeichnet...
Das Öl brennt in dicken, pechschwarzen Wolken,
das Gedröhn der Motorsägen schallt durch den Wald...
Sie schreien nach ihrem fairen Anteil, nach Gerechtigkeit...
... hier kommt der Krieg
Hier kommt der Krieg
An einem grauen Morgen, südlich von hier,
schielen zwei junge Männer in provisorischen Uniformen
ins dunstige Licht...
Und fremde Gestalten verschwinden hinter den Bäumen,
als das Knallen des Gewehres Echos rings in die Gegend wirft...
Nun, sie können kaum ihre heilige Muttersprache...
Aber sie wissen um ihre Pflicht, für die Flagge zu kämpfen,
die schlaff und blutig über ihrer Dorfkirche hängt...
Während tausend Meilen weit weg
in einem Lagerhauskomplex unten am Fluß...
junge Geldsäcke Billard spielen...
... hier kommt der Krieg
Hier kommt der Krieg
Macht das Licht aus in diesem Zeitalter der Sachzwänge...
Blas die Kerze aus und erzähl uns noch 'ne andere
von diesen großartigen Geschichten...
Die eine, über diesen Serienkiller...
Laßt die Träume in die gräßlichen Zeiten fließen...
Hört ihr die Sirenen heulen über den Dächern der Stadt,
wir hatten drei heiße Nächte in Folge...
Die Jagdsaison hat hier wieder begonnen...
Lieber Gott, bitte geleite uns zurück
in das Tal der Schatten des Todes...
... hier kommt der Krieg
Hier kommt der Krieg
Dachtest du, wir wären in 'ner friedvollen Zeit geboren?
Schneller, schneller, wie ein wirbelnder Derwisch im Kreis...
Schneller, schneller, bis sich die Mitte nicht mehr halten läßt...
Schneller, schneller, rasend im Kreis...
Schneller, schneller, haltlos ins X...
Schneller, schneller...
Ihr hattet geschrien: gebt uns Freiheit oder den Tod.
Nun kriegt ihr beides, was wollt ihr als nächstes?
Krieg
... hier kommt der Krieg
Hier kommt der Krieg
Macht das Licht aus in diesem Zeitalter
der Sachen und Zwänge...
(New Model Army, 1993)
Zusammengelegte Flaggen
Schmieg dich in die Heia, Baby, im Wipfel des Baumes.
Und wenn der Wind weht, läßt er die Wiege schaukeln.
Und Baby, ich halt' nicht aus, dich stürzen zu sehen.
Besser, man verhandelt mit den Machthabern.
Hey Joe, wohin willst du? Mit der Knarre da in deiner Hand.
Du kannst dich rächen,
aber du wirst dich danach immer noch schlecht fühlen.
Es muß doch noch ein anderes Leben geben, als Schwein zu haben
und 'n paar Unglückliche und zusammengefaltete Flaggen
und Dudelsäcke und Trommeln.
Ich stand die ganze Zeit nur in den Kulissen mit dir.
Unsere Leben lagen in der Hand eines Zweite-Wahl-Schauspielers.
Halten den Mittelpunkt der Bühne besetzt.
Oh Baby, wie macht man diese Falschspieler unschädlich.
Kapieren die überhaupt, was die anderen sagen?
Hey Joe, wohin willst du? Mit diesem Dogma in deinem Kopf?
Du kannst deinen Standpunkt beweisen,
aber deine Kinder werden tot bleiben.
Laß den Vorhang nieder.
Schluß mit dieser Schmierenoper,
bevor noch der kalte Wind aufkommt.
Hey Joe, wohin willst du? Mit der Knarre da in deiner Hand.
Du kannst dich rächen,
aber du wirst dich danach immer noch schlecht fühlen.
Laß den Vorhang fallen.
Schluß mit der Show, bevor der kalte Wind kommt.
So schmieg dich in die Heia, Baby, im Wipfel des Baumes.
Und der Wind läßt die Wiege schaukeln.
Es muß doch noch ein anderes Leben geben, als Schwein zu haben
und 'n paar Unglückliche und zusammengefaltete Flaggen
und Dudelsäcke und Trommeln.
(Roger Waters,1986)
An einen falschen Zweizüngeler
(oder an den Kriegsminister)
Du falscher, böser Mensch, aus dessen krummen Rachen
Die schwarzen Schlangen sehn, in dessen schlimmen Mund
Das Natterzischen pfeift, du mehr als tober Hund.
Du ganz verschalkter Fuchs, du Haus der grimmen Drachen.
Will dir denn nicht einmal der Leib vor Gift zukrachen?
Es ist ja nichts an dir (ich red's mit gutem Grund)
Von deinem Lästerkopf bis auf die Zeh gesund.
Du bist so teufelschwarz als du dich weiß kannst machen.
Ein jeder Wort aus dir schmerzt als ein schneidig Schwert.
Du leichter Ehrendieb bist Rad und Feures wert.
Ja, so Gerechtigkeit hier auf dem Erdkreis wohnet.
So wird es deiner Zung so übel noch ergehn.
Daß jeder, der dich sieht, mit Zittern soll gestehn,
Daß der sonst sanfte Gott dir schrecklich abgelohnet.
Andreas Gryphius (1616-1664)
Doors
Sieben Jahre waren vergangen. Ungern dachte er daran zurück, was ihm
das letzte LAPSUS-LIVE offenbart hatte: er war im Kreis gegangen. Einem
Hohlweg gefolgt ohne Ausweg als die rätselhaften Türen und Tore,
zu denen keiner seiner Schlüssel paßte, die Zahlenschlösser
ließ er meist unversucht. Er hatte vieles gelernt mit diesen Durchgängen.
Die manchmal auf sein Klopfen hin einfach aufsprangen, die manchmal nachgaben,
wenn er mit der Brust dagegen lehnte, sei es verzweifelt, Halt suchend,
sei es lauschend oder so. Durchgänge, die sich manchmal öffneten,
wenn er tastend einen Mechanismus auf der kühlen, glatten Fläche
suchte, die manchmal einfach verschwanden, wenn er tage- und nächtelang
frierend davorsaß, auf- und abging oder sich ohnmächtig weinend
ihnen zu Füßen niederwarf.
Denn es gab kein Zurück. Jeder durchschrittene Übergang schloß
sich wieder oder wurde zum Teil des felsigen Hohlwegs, oder rückblickend
öffnete sich ihm urplötzlich ein schwarzer, sternentiefer Abgrund,
kalte Schluchten spreizten wie Fangarme nach ihm.
Dann irgendwann erkannte er das erste Tor wieder. Der Wind trieb müde
Blätter umher, einige häuften sich in Wehen vor dem Tor. Die
niedergestürzte Eiche lag wie verlassen am Hang, er spürte erneut
den furchtbaren Schrecken, die Schmerzen, die sich damals in seine Schultern,
sein Befinden schlugen, als der Sturm, der unendliche Regen sie bloßlegten,
zugrunde drückten, und er nicht ausweichen konnte, er wußte
damals nicht, daß er das überleben würde, keine Ahnung
davon, daß er das sogar überleben konnte.
Die sieben Jahre hatten an der Eiche nicht viel vermocht. Und obwohl
der Pfad zum Tor restlos von Gras überwachsen war, zeichnete er sich
noch deutlich schattiert ab.
Da ging er einen ausgetretenen Weg, grau sah matt schon finster fast.
Die Böen zerrten an ihm, kalt rann das Wasser an den Beinen hinab.
Er war schon so lange auf der Suche nach der Tür. Noch bevor er sie
berührte, brach ein Lachen aus ihm heraus: mein Gott!, der Königsweg,
ich weiß das doch alles, der Weg, den die Könige gehen!
Gelesen. Gehört. - .
Buch. Buche. Buchenholz. Buchenstab. Buchstabe. Rune. Raunen. All-Rune.
Wortlos wollte - wollte - er sich nie wieder abwenden.
Ro Lie B.
Reaktor 2
Hab'
geträumt, es ist Lapsus und überall sitzen die Grüppchen
verstreut, keiner hat Lust, was zu machen, und alle gehen früh schlafen.
Ich renne umher, um die Leute zu mobilisieren, aber ich erreiche nichts.
Aber vielleicht wird ja alles ganz anders... Kann man nur versuchen, sich
da nicht reinzusteigern, und es so zu nehmen, wie's halt kommt. Regina
Wir freuen uns auf alle, die zu Lapsus kommen! Regina und Dirk
ROCK RUF '99 * LAPSUS LIVE NR. 17
Der Berg ruft, zurück auf den Plan. In diesem LOver schlummert das
Programm
unseres diesjährigen Festes. Ihr seid eingeladen, ihm Leben einzuhauchen,
es zu erwecken zu 30 Überstunden Songs und Sounds, Quatschen und Tasten,
Aussteigen und Einsteigen, Abzappeln und anderen Nutzlosigkeiten. Wie immer
tragen wir alle die Gewähr, das Programm zu ändern, gar ein Prokilogramm
draus zu machen.
Damit wir hier schon vorher mit ruhigem Gefühl die Nächte
durchmachen können, bitten wir um Anmeldungen von allen, die das noch
nicht getan haben bis zum 14. Mai!
(Kontakt per eMail zu erfragen bei Leopold Lapsus)
Folgende freudebringende Vormerkungen solltet ihr unbedingt lesen, daß
ihr nichts vergeßt zu Fingsten mitzubringen oder schon jetzt + überrascht
seid:
ZEIT: Bei LAPSUS gehen die Uhren anders! Und zwar nach Sonne,
Mond und Sternen: die zwangsverordnete Sommerzeitstunde wird bei uns zurückgestellt.
Programm und Drumherum laufen also in Echtzeit! Denn wir haben noch Zeit!
FUSZBALL: Das Fußballspiel am Sonntag in Dü4 läuft
diesmal mit Dresszwang zur besseren Unterscheidung der teilnehmenden MitGlieder
und guten Unterhaltung der Zuschauer: Pyjamatragen ist Pflicht! Mitbringen!
ESSEN: Wer seinen Stoff immer griffbereit braucht, Tee oder
so, sollte seine Thermoskanne mitbringen, wir haben hier nur wenige. Nach
jeder Mahlzeit leckt jedeR ihren oder seinen Teller ab, das ist ernstgemeint,
macht den Abwasch viel-viel leichter und Spaß. Also: Ablecken ist
Ehrensache! Jeder haftet selbst an seinem Essen: wir haben 3 aasende Katzen,
die trotz Überfütterung Schonmahl aufn Teller springen. Nix stehenlassen!
Gegessen wird wie immer vegetarisch.
ANDERE DROGEN: Wie z.B. Alkohohl und Zigaretten sind in Scheune,
Haus und auf dem Hof dazwischen tabu!
WAS UNS ANGST MACHT: Bei eurem Gepäck ist vielleicht Platz,
etwas zum Verkleiden unterzubringen, oder Utensilien, die helfen, Ängste
sichtbar zu machen, die jeder mit sich rumträgt.
AUFBAUCAMP: Wer mag, kann bei freier Kost und Logis schon paar
Tage früher hier sein und mitarbeiten.
KOSTEN: 10 Maak pro Tag und erwachsenem Lapsuser.
SCHLAFVERSUCHE: Einige wenige Plätze im Haus sind noch
frei. In der Scheune ist Platz auf dem Trockenboden, 1 Bauwagen ist frei,
ansonsten Zelte mitbringen! Für alle gilt: Matratzen sind hier knapp
- mitbringen! Es ist auch möglich, bei unseren östlichen Nachbarn
zu übernächtigen.
TECHNIK: Wie gewohnt, jedoch mit funktionierenden DiawerferN.
Wir freuen uns auch auf euch! Roland und Nathalie
Was uns Angst Macht 1
Wir gehen ins Unterbewußte. Nach unten, in die Tiefe. Ins Dunkle,
in uns. Angsträume. AngsTräume. Ins Untergeschoß des Sonnenraums.
Begegnen uns selbst, begegnen unseren Ängsten. Die wir sonst nicht
an der Oberfläche mit uns rumtragen. Wir malen sie uns ins Gesicht.
Sie steht uns ins Gesicht geschrieben. Wir machen aus Angst Gesichter.
Die Angst nimmt Gestalt an. Wie sieht sie aus, die eigene Angst? Die
heimliche? Die archetypische? Wir tragen sie nach außen, bekleiden
uns mit ihr, sehen sie. Im Spiegel, in unseren Augen, in der finsteren
Ecke, der Höhle. Wir hören ihr zu. Hörbar, sichtbar. Fühlbar.
Von innen nach außen. Was MACHT uns IN UNS Angst? MACHT AUS UNS HERAUS
Angst?
Angstneurose
Angstmache
Himmelangst
Ur-Angst
Angsthase
Todesangst
Lebensangst
Verlustangst
Angsthaben
Gangster
Beängstigt
Berührungsangst
Beziehungsangst
Angstschrei
Prüfungsangst
Angstschweiß
Flugangst
Platzangst
Konfliktangst
Angstschüren
Angstabbauen
Verängstigt
Angst vorm Fallen
Bangst du um mich?
Was verlangst du von mir?
Angst: als unangenehm empfundener, gleichwohl lebensnotwendiger (weil
eine Gefahr signalisierender) emotionaler Zustand mit zentralem Motiv der
Vermeidung bzw. Abwehr einer Gefahr und u.U. psychischen und physischen
Begeliterscheinungen: Unsicherheit, Unruhe, Erregung (ev. Panik), Bewußtseins-,
Denk- oder Wahrnehmungsstörungen, Anstieg von Puls- und Atemfrequenz,
verstärkte Darm- und Blasentätigkeit, Übelkeit, Zittern,
Schweißausbrüche.
Sprachliche Wurzeln des Wortes Angst: zusammendrücken, schnüren,
bangen, beengt, nahe.
Was uns ANGST MACHT 2
Welche Angstmacht macht uns Angst? Beängstigend: Streitmacht. Wehrmacht.
- Aggression - Angst - Aggression - Angst - Aggression - Hören wir
Flugzeuge: hören wir Bomben: kommt der Krieg?
Blick auf uns ins Moor
Die Wände waren weiß, der leere Raum wirkte hell und farblos.
Das Licht drang nicht nach draußen. Das war nicht nötig. Du
standest vor mir am großen Fenster und sahst ins dunkle Moor. Einige
Schritte, ich trat hinzu, und dort draußen pulste mit einem Schwall
von Klang und Tönen unverhofft das lebensbunte Nattermoor bis an die
Hauswand, drang über die Felder hinweg, gar zum Himmel in tiefen grünen
Farben, wuchernd, braun, etwas heller und grau, dazwischen eingefärbt
und sprenkelt gelb, rot, blau - ein quellendes Leben.
Ich sagte, als ich den einen Schritt näher zu dir machte mit den
Gedanken daran, dich zu umarmen, dir etwas Liebes zu sagen: "So früh
quaken die Frösche eigentlich noch gar nicht.", während ich die
Weichheit deines Beines an meinem kleinen Finger spürte, der zwischen
uns die Brüstung faßte. Ich vibrierend in liebkosenden Ahnungen.
Und doch quakten die Frösche in diesem dunklen Licht unterm Nachthimmel,
in diesem sprießenden, blühenden Grün. Ein Storch stelzte
schauend durchs Moor, ein Frosch, mager noch, doch groß wie eine
Katze, streckte sich vor uns aus dem krautigen Gras mit roten Flecken an
den Schenkeln, ockrigen am Rumpf und einem türkisfarbenen am Kopf
und mit seinem unzeitigen Quaken.
Wir wußten, das war ein Wunder, und wir wußten, daß
es nicht vergehen würde. Nicht durch unsere Hände. Wir wußten,
daß wir uns dazuleben können, vielleicht in diesem Lebensquell
heimisch werden. Auch wenn mir die Sprache versagte. Das Nattermoor hatte
uns empor gehoben. Wenn das so grünte, dann war das nicht die rechte
Jahreszeit mitten im März und so selbstverständlich. Ich sah
uns beisammen stehen, und ich wollte dir noch was Liebes sagen. Ro Lie
B.
Heimatlos
Heimatlos verlanden
taubstumme Assoziationen
brodeln sinnlos
im Berliner Häusermeer
stumpfgeknetet
in Hautfalten mitternachts
wehen im Dezemberschnee
mitten über den Forckenbeckplatz
bleiben liegen unbeachtet
und von Hunden vollgeschissen
bis im Frühling zarte Spitzen
Gras sich aus der Erde schieben
über flüchtige Worte
wächst das Gras narbig
(Pina Sommergrün)
Es war einmal
Es war einmal ein Dichter
Dichter Wald
dem Dichter wurde es
im Walde kalt
er lachte sich nen Ast
& brach sich einen Stecken
& er sprach zu sich
nicht ums Verrecken
bleibe ich in diesem
Wald
Er war einmal ein Dichter
Dichter Wald
(Pina Sommergrün)
...
Gerade eben wollte ich noch kommen, sofort, sofort, - so, fort? Meine Füße
haben den Boden verlassen und baumeln irgendwo zwischen nichts und gar
nichts. Das bißchen Frühling macht mich nicht warm und gelacht
habe ich ein ganzes Jahrzehnt nicht mehr. Ich will gar nicht mehr, mehr
will ich nicht. So viele Schokoladenosterhasen in den Körben, mir
wird schlecht. Was soll das alles nur bedeuten, werde ich früher oder
später ein Hase sein, ganz Angst, gefangen in so einem vergitterten
Stall, verspeist mit der Gier der Unersättlichen? Wo ist der Hase
in mir? Dieses verschreckte Wesen macht mich ganz irre.
Am Mittwoch, zu Vollmond, werde ich den Mond anmalen gehen, meinen
Bruder. Er sieht mir direkt ins Herz, und das tut weh, bei jedem Schlag.
Wie leicht könnte alles sein, wenn ich leicht wäre. Wie voll
und schön wäre das Leben, wäre der Mond mein. Dieser eine.
Es gibt kein morgen, gestern, heute. Es gibt nichts. Nur Musik hält
mich am Leben und das Mondlicht. Nun, das ist das Ende vom Lied.
In einigen Monaten wird mein Neffe, ein wunderbares Menschenkind, ein
Jahr. Mir ist wirklich in den letzten Jahrtausenden niemand begegnet, der
so herausfordernd fröhlich lachen kann. Er ist der Sonnenstrahl jeden
neuen Morgens und berauscht mich wie ein guter Traum. Ines ...
Feuchter Traum - Es war einmal
Im blechernen Zuber liegen die Stallburschen träge & faul. Sterne
funkeln auf & der Feuermann legt ordentlich unter, schüttet heißes
Wasser nach & es macht "ah" & "oh", wenn sich ein Schwall ins Warme
ergießt. Den Stallburschen zittern die Flanken. Sie müssen sich
an die Hitze erst gewöhnen. Ihre jungen Pausbacken sind glühendrot,
ihre Leiber dampfen.
In den flackernden Flammen sehen ihre Gesichter wild & sanft aus
zugleich.
Ich kann mich von ihrem Anblick nicht lösen, schenke immer wieder
roten Wein nach und lache ihnen zu.
Vom Sturzacker her Geräusche der Nacht, durchs Gestrüpp ringsum
knistern Tiere, die die Wärme des Feuers aufsuchen. Augen blitzen
hier & da auf, dann ist wieder Finsternis.
Mein Mund sabbert, ich esse gelbes Quittenkompott & gehe dem Feuermann
zur Hand, schleppe dürre Äste & knorrige Stumpen heran. Funken
stieben auf, vermischen sich mit den blanken Sternen & verglühen.
Aus meinen Nüstern brodelt Dampf, ich reiße mir die Kleider
herunter & steige juchzend zu dem ersten besten Jüngling in den
hitzigen Zuber. Er strahlt mich an & in seinen funkelnden Augen sehe
ich das Licht der Nacht. Wir wiegen unsere Leiber plätschernd im Reigen
des Wassers, bis sie sich sachte & unbändig ineinander verschlingen.
Vögelrufe treiben aus unseren Mündern & kehlige Laute.
Schreie zerfetzen die Stille der Nacht, Lust pulsiert in den Sträuchern
& am Morgen finden wir uns erdenverschmiert & völlig zerzaust
am Waldrand wieder.
Im Bett unserer Leiber steigt eine schöne neue Sonne herauf &
wir laufen dem Tag in die nackten Arme.
Den Rest hab ich vergessen, denn es ist zu lange her.
Viele Leben & ach, ich glaube, ich bin noch lange nicht am Ende
angekommen.
Pina Sommergrün, 3.2.99
Frau Meyer - eine Odyssee (Teil 1)
Diese Geschichte handelt von Frau Meyer. Frau Meyer verließ wie jeden
Morgen pünktlich um 7.30 Uhr das Haus. Sie war adrett gekleidet und
sah für ihr Alter - sie hatte gerade ihren 45. Geburtstag gefeiert
- noch sehr gut aus.
Frau Meyer schritt rasch aus, und das mußte sie auch, um pünktlich
im Büro zu sein.
Wie sie da so forsch ihrem Ziel entgegenmarschierte, wirkte sie sehr
zufrieden, und niemand hätte auch nur im entferntesten vermuten können,
daß Frau Meyer auf eine Katastrophe zusteuerte.
Nein, es hatte nichts mit dem Bügeleisen zu tun, daß sie
wie stets, nachdem sie ihre frisch gewaschene rosa Bluse mit den Bändchen
am Hals und den zierlichen Manschettenknöpfen sorgfältig gebügelt
hatte, achtsam ausgezogen hatte. Vor knapp einem Jahr, ja, da hatte sie
es einmal vergessen. Das lag damals aber nur an Horst, ihrem Ehemannn,
mit dem es damals einen Streit gegeben hatte. (Alles wegen lächerlicher
50 Mark, aber das ist eine andere Geschichte.) Horst hatte sie mit seiner
Nörgelei so nervös gemacht, daß sie das Bügeleisen
ganz sich selbst überlassen hatte, welches ausgerechnet in die gute
Tischdecke mit den blauen Blümchen ein großes, stinkendes Loch
gebrannt hatte. Seitdem war dies jedoch nicht mehr vorgekommen; Frau Meyer
achtete sehr darauf.
Sie hatte auch nicht die Einkaufsliste für den Nachmittag vergessen
(200 g Leberwurst, 5 Brötchen - eins für sie und vier für
Horst, 1 Stück Butter, 6 Eier, 1 Packung Spee, Streichhölzer,
3 x Mülltüten). Nein, das alles war es nicht, und doch lag Unheilschwangeres
in der Luft.
Fünf Minuten vor 8 traf Frau Meyer in ihrem Büro ein, sie
begrüßte ihre drei Kolleginnen: die fette Frau Schneider, die
immer etwas ungepflegt wirkte - Frau Meyer konnte sie nicht besonders gut
leiden, das schüchterne Fräulein Thoms, das nur einmal zaghaft
versucht hatte durchzusetzen, mit "Frau Thoms" angesprochen zu werde, und
die stets muntere Frau Hiller-Sasse, deren Lieblingsfarbe Pink etwas Farbe
ins ansonsten etwas triste Grau des Büros brachte.
Doch
heute stimmte mit den Kolleginnen etwas nicht: Sie schauten Frau Meyer
seltsam verstört, ja, peinlich betreten an. "Frau Meyer, was machen
Sie denn hier?!" Mit diesem Worten gewann als erste Frau Hiller-Sasse ihre
Fassung wieder. "Heute ist doch der 26.", stotterte Fräulein Thoms
und wurde knallrot vor Verlegenheit. "Na, Frau Meyer, oder wie sie jetzt
auch heißen mögen, da haben Sie wohl was durcheinandergebracht!
Letzten Freitag war ihr letzter Arbeitstag hier, und Sie können nicht
behaupten, daß sie keinen hübschen Blumenstrauß bekommen
hätten! 10 rote Nelken mit Farn und Schleierkraut! Frau Klarsen, ach,
ich meine natürlich Frau Meyer, hat jetzt ihre Stelle, damit müssen
Sie sich nun einmal abfinden", polterte die fette Frau Schneider mit unverhohlenem
Triumph los.
Tatsächlich saß an Frau Meyers Schreibtisch eine völlig
neue Person, die Frau Meyer vorher gar nicht bemerkt hatte. Sie war nicht
nur jünger als Frau Meyer, sie schaute auch unverschämt selbstbewußt
drein. "Klarsen, Meyer - ich verstehe nicht", stieß Frau Meyer völlig
desorientiert hervor. "Ganz einfach: Frau Klarsen ist jetzt Frau Meyer.
Sie müssen sich wohl oder übel was anderes suchen. Aber das müssen
Sie doch gewußt haben! Und jetzt stören Sie uns bitte nicht
mehr bei unserer wichtigen Arbeit!"
Die fette Frau Schneider drehte Frau Meyer kaltschnäuzig ihren
speckigen Rücken zu - Frau Meyer blieb die Luft weg.
Hatte sie dafür all die Jahre aufopferungsvoll an der Schreibmaschine
gesessen?! Nie war ihr ein Murren über die Lippen gekommen - Klagen
war nicht Frau Meyers Art. Und jetzt das! Ja, es stimmte, sie hatte letzten
Freitag diesen geschmacklosen Strauß erhalten, und alle hatten sich
bei ihr für ihtre gute Mitarbeit bedankt, sogar der Chef, der sich
sonst nie blicken ließ, aber keiner hatte ein Sterbenswörtchen
darüber verloren, daß es ihr letzter Arbeitstag war! Frau Meyer
hatte einfach geglaubt, daß man endlich einmal ihre Dienstbeflissenheit
anerkannte.
Fräulein Thoms drückte ihr bedauernd die Hand, und Frau Hiller-Sasse
lachte ihr kurz aufmunternd zu, doch dann wandten sie sich ohne weiteres,
wie schon zuvor die fette Frau Schneider und diese neue Person, ihren gewohnten
Tätigkeiten zu. Keine hatte auch nur einen Blick oder ein Wort mehr
für Frau Meyer, die völlig verstört das Büro verließ,
Tränen in den Augen.
"Ich darf jetzt auf keinen Fall den Kopf verlieren", versuchte Frau
Meyer tapfer zu sein und begab sich zunächst in das kleine Café
an der Ecke, wo sie sonst mit der fetten Frau Schneider, Frau Hiller-Sasse
und dem Fräulein Thoms ihre Mittagspause verbracht hatte.
Bei einer Tasse Capucchino versuchte sie, sich Klarheit über ihre
Lage zu verschaffen. Sie hatte ganz ohne Zweifel ihren Job verloren. Sicher
war die schriftliche Benachrichtigung, denn so etwas mußte es doch
gegeben haben, irgendwie verlorengegangen. Doch das war zweitrangig, denn
was Frau Meyer wirklich wurmte, war die Tatsache, daß es ausgerechnet
sie erwischt hatte. Wenn, dann hätte man doch wohl zuallererst dieses
huschlige Fräulein Thoms rauswerfen müssen, das ständig
vor Aufregung Schluckauf kriegte und einen mit ihrer Nägelknabberei
verrücktmachen konnte! Oder besser noch dieses aufgeschreckte Huhn
Hiller-Sasse, die sowieso den ganzen Tag nichts anderes tat, als Blumen
zu gießen und ihre Fingernägel zu lackieren - natürlich
in diesem schrecklichen Pink! Am allerliebsten hätte es Frau Meyer
aber gesehen, wenn man die fette Schneider vor die Tür gesetzt hätte.
Die stank doch immerzu penetrant nach Schweiß, das war doch kein
Arbeiten mit dieser schmierigen Person - ist doch wahr! Nüchtern betrachtet
war natürlich der Chef am entbehrlichsten, aber daß man den
nicht einfach entlassen konnte, darüber war sich auch Frau Meyer im
klaren. Eine gewisse Ordnung mußte nun mal sein. 'Aber weshalb ich',
haderte Frau Meyer mit ihrem grausamen Schicksal.
'Ich war immer pünktlich, einsatzbereit und zu allen freundlich.
Na gut, dem Fräulein Thoms hab' ich schon mal ein paare Dinge gesteckt,
aber das haben doch schließlich alle getan!' Frau Meyer trank ihren
Capucchino aus und beruhigte sich etwas, bis ihr ein neues, noch viel schlimmeres
Problem bewußt wurde: 'Mein Gott, wie sage ich es Horst?! Der wird
ja aus allen Wolken fallen. Und außerdem wird er bestimmt glauben,
daß alles meine Schuld ist!' 'Wer will, der hat auch Arbeit' - wie
oft hatte sie gerade von ihrem Mann diesen Satz gehört! 'Ich muß
gleich morgen auf's Arbeitsamt und mir was neues besorgen. Und wenn ich
putzen gehen muß!' ging es Frau Meyer durch den Kopf. Doch wenn sie
ganz ehrlich zu sich war, schauderte ihr vor diesem Gedanken, denn als
Putze würde sie sicher bald so ähnlich wie die fette Frau Schneider
riechen. 'Aber es muß doch einen Platz in dieser Gesellschaft für
mich geben - ich bin doch eine gutausgebildete Bürokraft, das wird
schließlich überall gebraucht! Und bis ich was gefunden habe,
werde ich Horst einfach nichts von meiner Entlassung sagen. ich gehe wie
immer morgens aus dem Haus und bleibe bis Dienstschluß in der Stadt
- da merkt er ganz bestimmt nichts!'
Frau Meyer war jetzt etwas leichter um's Herz, und da sie der Ansicht
war, sich auf diesen furchtbaren Schrecken etwas Gutes verdient zu haben,
beschloß sie, zunächst einen ausgiebigen Einkaufsbummel zu machen
und anschließend zum Friseur zu gehen. Das tat Frau Meyer immer,
wenn sie Kummer hatte, und bis jetzt hatte sie sich danach stets viel besser
gefühlt.
(Fortsetzung folgt im nächsten
LOVER!)
Zum Thema Selbstfindung von Regina.
Worte fetzen aus der Maske
ein Narr starrt mit großen Augen
in ein fliehendes Gesicht hinterm Spiegel
Fließen aus der
schlauen Katzenpfote
eine Pforte für die Urwüchsige
unverkennbares Tiergesicht
Fuchs & Neandertaler
Sterntaler
Wir spielen Schiffe versenken hinter der Maske.
Hinter vorgehaltener Hand wachsen ungezügelte Worte.
Reite mein Pferd reite weiter!
Die Peitsche zuckt. Der Hirte ruft vom anderen Ende der Welt.
Mongolische Erde versteppt glutheiß hinterm Vorhang.
Manchmal weht er auf ein Stück & ich kann die Steppe riechen.
Wildpferdeorakel.
Reite mein Pferd reite flink wie der Wind!
Reite weiter als mein Adlerauge reicht!
Der Pfeifentabak geht zur Neige. Die Erde flimmert in der Hitze des
Nachmittags.
Ich kühle meine Füße in Erdspalten. Die Hand über
den Augen schirmt den Horizont ab.
Tupfen bunter Pferde grasen in der Ferne. Überall.
Reite mein Pferd reite kräftig weiter eh die Sonne untergeht!
Frage nicht wohin!
Einen Steinwurf weiter beäugen mich lautlos Tiere.
Sandfarbene Erdtiere Vierbeiner & schon sind sie wieder verschwunden
in ihren Erdlöchern.
Behausungen ohne Anfang ohne Ende.
Ich folge der Sonne & gehe heim. Über die Ebene. Nachhause.
Reite mein Pferd! Ich gehe mit dir. Ich bin an deiner Seite.
Immer höre ich dein Getrappel noch im Schlaf.
Das Schnauben deiner Nüstern & dein warmer Geruch sind mir
vertraut.
Reite mein Pferd reite weit voraus & zeige mir den Weg bevor ich
mich verirre!
Reite einfach weiter mein Pferd! Reite mein Pferd!
Vögelrufe folgen dir. Ich bleib dir auf den Fersen.
Meine nackten Füße stampfen im Sand lautlos den Rhythmus
deiner Hufe mit.
Staub wirbelt.
Ich bleibe stehen & seh dich in der Ferne verschwinden.
Freude steigt auf in meinem Herzen. Jubelrufe aus meiner Kehle.
Ich strecke die Arme aus & kreisel um meine Mitte.
Als der Tanz endet lache ich mich schwindelig & reite los.
Ich reite mein Pferd.
Reite mein Pferd.
Reite mein Pferd.
(Pina Sommergrün, 11.11.1998)
Im LOVER 20 erschien auch das Programm
für LAPSUS LIVE 1999.
Zurück zu Willkommen! Zurück
zu LAPSUS Zurück zu LOVER