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Schon sehr früh fanden Forscher heraus, dass Babys und Ungeborene auf Musik reagieren. Sanfte, meist klassische Musik bringt dem Kind Entspannung und Wohlbefinden. Bereits in der 16. Schwangerschaftswoche reagieren Ungeborene auf Geräusche und Musik. Dabei ist das Hören gleichzusetzen mit dem Fühlen. Kinder können dadurch Gefühle empfinden und auf die entsprechenden Klänge reagieren.
Für werdende Mütter sind zahlreiche Musikalben zu erwerben, die speziell für das Kind im Mutterleib komponiert wurden. Mit hochsensiblen Mikrophonen wurden die Geräusche im Mutterleib aufgenommen und mit beruhigen Klängen oder weiblichen Stimmen untermalt.
Auch Schwangere können immer wieder beobachten, wie unterschiedlich das Kind im Mutterleib auf Musik reagiert. Spielt man ihnen Klassik oder andere ruhige Musik vor, werden sie entspannter, Rockmusik oder andere eher hektische Musik löst genau das Gegenteil aus und das Kind wird unruhig.
Wer als Mutter aber nicht immer eine Audio-Quelle griffbereit hat, kann auch zum Summen oder Singen greifen. Schon unsere Großmütter wussten ihre Kinder damit zu besänftigen. Dabei sollte die Schwangere Melodien summen, die sie selbst mit positiven Erinnerungen und Gefühlen verbindet, dann spürt auch das Kind im Mutterleib die positive Stimmung und die Herzfrequenz des Ungeborenen entspannt sich.
Auch Ärzte raten ihren schwangeren Patientinnen, den Kindern regelmäßig harmonische Musik vorzuspielen, da diese nicht nur das Wohlbefinden des Ungeborenen sichert, sondern auch die Gehirn stimuliert und somit die geistige Entwicklung vorantreibt.
Zudem sollte man dem Baby nicht dauerhaft störenden Lärm wie laute Musik in einer Bar oder dröhnende Geräusche des Fernsehers aussetzen, die Eltern können sich mit der Schwangerschaft schon allmählich an leisere Musik- und Fernseher-Einstellungen gewöhnen, auch dem Neugeborenen schaden Lärm und setzen es unter Stress.

ik zum Entspannen von Press_PhilipsCH/Flickr.com
Musik hat eine unglaublich große Wirkung auf das Gemüt der Menschen, insbesondere Entspannungsmusik zeichnet sich dabei durch ihre positive Wirkung aus. Doch was genau ist das eigentlich? Laut Google suchen 18.100 Menschen weltweit pro Monat nach Entspannungsmusik und bekommen dafür rund 249.000 Ergebnisse präsentiert.
Die Definition bezieht sich auf zwei Bereiche, zum einen dient sie als Oberbegriff für Musik, die zur Entspannung angehört wird, zum anderen ist Entspannungsmusik Musik, die nach speziellen Vorgaben zum Entspannen im therepeutischen, privaten, oder Wellness-Bereich produziert wurde. Es werden häufig auch Meditationsmusik, Yoga-Musik, Reiki-Musik und Tai-Chi Musik als Entspannungsmusik genutzt bzw. umgekehrt auch wenn diese Musikstile teilweise ganz unterschiedliche Merkmale aufweisen.
Aber bereits bei den Naturvölkern kam der Unheil abwehrenden, heilenden und magischen Kraft von Musik eine große Bedeutung zu. So wird im Alten Testament erwähnt wie Saul durch Davids Spiel auf dem Kinnor geheilt wird und in der griechischen Antike als Kathartik, d. h. Reinigung der Seele.
Und es gab natürlich auch immer Menschen, denen die Wirkung von Musik bewusster war als anderen und die sie gezielt einzusetzen wussten. Im Mittelalter forschten christliche Mönche an bewusstseinserweiternden Gesängen. Dazu ließ die Kirche Musiken komponieren, um Empfindungen in den Gläubigen im Gottesdienst hervorzurufen. Heute wird Musik auch genutzt um bestimmte Emotionen auszulösen zum Beispiel von der Werbung, in Kaufhäusern, oder von Filmproduzenten in der Filmmusik.
In der Neuzeit fand dies zunehmend Bestätigung und Nachweise durch wissenschaftliche Studien.
Auch die Idee, Musik zur Entspannung einzusetzen ist nicht neu. Schon früher waren Komponisten wie Bach, Mozart oder Chopin sich der entspannenden Wirkung einiger ihrer Stücke bewusst. Vielleicht wurden sogar einige Stücke zur Entspannung geschrieben wurde, allerdings nicht unter der heutige Vorstellung von Entspannung.
Die allgemeine Nachfrage nach spezieller Entspannungsmusik entstand mit dem aufkommenden Bewusstsein über die schädliche Wirkung von andauernder Anspannung und Stress und dem erlebten Unvermögen vieler Menschen, im Alltag eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden.
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