Musik steigert bei Menschen nicht nur nachweislich das Wohlbefinden, sondern kann auch Heilungsprozesse eingehend fördern. Diese Erkenntnisse nahm man sich nun auch in Bremen zum Thema der Arbeit und so begannen rund um den Sendesaal der Stadt einige Bauarbeiten. Zu Beginn des nächsten Jahres soll dort nämlich die erste stationäre Rehaklinik Bremens den Betrieb aufnehmen, in der man auch die Wirkung der Musik in die Arbeit mit den Patienten einfließen lassen will. Dafür will man 200 stationäre und zusätzlich auch 100 ambulante Plätze in unmittelbarer Nähe zum beliebten Konzertsaal einrichten. Diese musikalische Nachbarschaft soll auf vielfältige Weise ihren Nutzen zeigen und den Patienten ihr hochkarätiges Veranstaltungsprogramm direkt bis vor das Krankenbett bringen. Um das verwirklichen zu können, setzte man etliche technische Erneuerungen ein, um so die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, mit denen die Konzerte dann als Direktübertragung bis in die Klinikräume schallen sollen.
Zuversichtlich sieht man also einer zukünftigen Kooperation zwischen Klinik und Konzertsaal entgegen und will sich auch mit einem musikalischen Vortrag schon einmal auf die neue Philosophie einstimmen. In diesem Sinne findet am 31. Oktober im Sendesaal Bremen eine Vorstellung unter dem Titel “Music & The Brain” statt. Außerdem werden hier Experten Beispiele für die besondere Empfänglichkeit des Menschen und seines Organismus für Klänge präsentieren. Der Neurologe Kamal Chémali von der von der Cleveland Clinic in den USA sowie auch eine französische Pianistin, Prisca Benoit, werden zu diesem Thema über die Nutzbarkeit von Musik für therapeutische Zwecke sprechen.
Aber auch abgesehen von der zukünftigen Arbeit mit der Klinik, darf sich der Sendesaal Bremen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Nicht nur Programm und neue Konzertreihen wachsen hier stetig. Der Sendesaal ist vor allem auch sehr beliebt, weil Konzerte hier mit einer Einspielung verknüpft sind, weshalb auch die Aufnahmeaktivitäten in Zukunft weiter zunehmen werden

Sendesaal in Bremen, Foto: sendesaal bremen_flickr

Singen / Duncan Brown (Cradlehall) / flickr
Singen hilft und heilt. Dies ist längst nicht mehr nur ein Mythos, sondern wissenschaftlich belegt. Die meisten Menschen ahnen nicht, dass sie sich selbst mit ihrer Stimme etwas Gutes tun können – unabhängig davon, wie gut sie singen oder wie schlecht.
Bereits 20 Minuten am Tag verhelfen zu einer regelrechten Hochstimmung. Dies kann man in nahezu jeder Situation tun: ob beim Kaffeekochen, beim Duschen oder abends beim Zubettgehen.
Klangtherapeuten schwören sogar darauf, dass durch das Singen chronische Krankheiten geheilt oder zumindest gemindert werden können. Singen hilft nicht nur der Psyche, es ist auch gut für die Atmung, die Durchblutung des Gehirnes und sorgt für Schwingungen im Körper. Wenn man atmet, so saugt man die Luft viel tiefer ein, die Lungen werden viel mehr geweitet als bei normaler Atmung. Somit wird der Körper besser mit Sauerstoff versorgt. Menschen, die viel singen, sind selbstbewusster und ausgeglichener. Besonders schüchternen Menschen, die Angst vor dem Sprechen vor Publikum haben, wird zum Singen geraten: wer öfter seine eigene Stimme hört, gewöhnt sich an diese und scheut sich nicht vor Unterhaltungen. Man könnte genauso gut auch Selbstgespräche führen – aber das erscheint den meisten merkwürdig und macht auch lange nicht so viel Spaß, wie ab und zu ein Liedchen zu trällern. Was man singt spielt übrigens auch eine Rolle. So können flotte, fröhliche Lieder motivierend wirken, ruhige Lieder entspannend wirken.
Zudem fördert Singen die Gemeinschaft: Wer seinem Kind abends ein Schlafliedchen singt, baut eine große emotionale Bindung zu diesem auf. Beim Singen im Chor wird das Gruppengefühl gestärkt.
Man sollte frühzeitig beginnen, mit dem Kind zu singen, denn dadurch verbessert sich die Aufmerksamkeit und sprachliche Fähigkeiten werden geschult. Auch das kindliche Gedächtnis wird beim Singen extrem trainiert, da es sich Melodie und Text gleichzeitig merken muss.
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