Gesellschaftsmusik
Musik im Mutterleib

Allgemein | 17. April 2012
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© luna - Fotolia.com

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Schon sehr früh fanden Forscher heraus, dass Babys und Ungeborene auf Musik reagieren. Sanfte, meist klassische Musik bringt dem Kind Entspannung und Wohlbefinden. Bereits in der 16. Schwangerschaftswoche reagieren Ungeborene auf Geräusche und Musik. Dabei ist das Hören gleichzusetzen mit dem Fühlen. Kinder können dadurch Gefühle empfinden und auf die entsprechenden Klänge reagieren. 

Für werdende Mütter sind zahlreiche Musikalben zu erwerben, die speziell für das Kind im Mutterleib komponiert wurden. Mit hochsensiblen Mikrophonen wurden die Geräusche im Mutterleib aufgenommen und mit beruhigen Klängen oder weiblichen Stimmen untermalt. 

Auch Schwangere können immer wieder beobachten, wie unterschiedlich das Kind im Mutterleib auf Musik reagiert. Spielt man ihnen Klassik oder andere ruhige Musik vor, werden sie entspannter, Rockmusik oder andere eher hektische Musik löst genau das Gegenteil aus und das Kind wird unruhig.

Wer als Mutter aber nicht immer eine Audio-Quelle griffbereit hat, kann auch zum Summen oder Singen greifen. Schon unsere Großmütter wussten ihre Kinder damit zu besänftigen. Dabei sollte die Schwangere Melodien summen, die sie selbst mit positiven Erinnerungen und Gefühlen verbindet, dann spürt auch das Kind im Mutterleib die positive Stimmung und die Herzfrequenz des Ungeborenen entspannt sich. 

Auch Ärzte raten ihren schwangeren Patientinnen, den Kindern regelmäßig harmonische Musik vorzuspielen, da diese nicht nur das Wohlbefinden des Ungeborenen sichert, sondern auch die Gehirn stimuliert und somit die geistige Entwicklung vorantreibt. 

Zudem sollte man dem Baby nicht dauerhaft störenden Lärm wie laute Musik in einer Bar oder dröhnende Geräusche des Fernsehers aussetzen, die Eltern können sich mit der Schwangerschaft schon allmählich an leisere Musik- und Fernseher-Einstellungen gewöhnen, auch dem Neugeborenen schaden Lärm und setzen es unter Stress. 

Die Wirkung von Musik auf Frühgeborene

Allgemein, Entspannung durch Klänge, Musiktherapie für Kinder | 12. August 2011
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Ein Kind im Mutterleib schläft nicht nur, nein, es nimmt seine Umwelt bereits ab dem 5. Schwangerschaftsmonat wahr. In diesem Zeitraum beginnt seine sensorische und kognitive Entwicklung. Der Fetus reagiert auf unterschiedliche Reize, zum Beispiel auf Licht, Wärme, Berührungen, Laute, Bewegungen, Gleichgewichtsreaktionen oder Schmerz. Diese Reize werden jedoch nicht nur verarbeitet, sondern es erfolgt auch eine Antwort darauf von Seiten des Fetus. Dieser kommuniziert mit der Mutter und der Umwelt. Man kann also sagen, dass Lernen bereits im Mutterleib stattfindet. Es kann sogar vorkommen, dass sich ein Fetus als Kleinkind an damals gehörte Melodien erinnert und bereits im Bauch der Mutter Vorlieben entwickelt.

Ist das Kind auf der Welt, besitzt es bereits ein großes Spektrum an sensorischen und kognitiven Fähigkeiten. Es sucht in seiner Umgebung nach Reizen und will diese mitgestalten. Natürlich sind Erwiderungen auf seine Äußerungen notwendig.

Schwangerschaft / karolajnat / flickr

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Frühgeborene benötigen ebenfalls Angebote emotionaler und sozialer Form. Es ist wichtig, dass diese an die intrauterine Beziehung des Fetus zur Mutter angelehnt werden. Auch die nach der Geburt entstehende Mutter-Kind-Interaktion muss beachtet werden. Fehlen einem Frühgeborenen soziale und emotionale Interaktionen, so kann dies fatale Folgen für seine Entwicklung haben. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Tachykardie kommen. Aber auch Blutdruckschwankungen, ein erhöhter Sauerstoffverbrauch, körperliche Unruhe oder ein erhöhter Kalorienverbrauch können eintreten. Musik ist eines von vielen Mitteln, um einem Frühgeborenen die Anpassung an die Umwelt zu erleichtern. In Fachliteratur findet man nur positive Rückmeldungen über die Wirkung von Melodien.

Dabei spielen der Rhythmus, die Harmonie und die Tonabfolge eine große Rolle. Der gezielte Einsatz von Musik kann beispielsweise Stresssymptome positiv beeinflussen. Die Wirkungen der frühkindlichen Musiktherapie sind dabei von Langzeitdauer. Kinder, die in den ersten Lebensjahren bewusst beschallt wurden, haben auch nach mehreren Jahren noch mehr Nervenverbindungen im Gehirn als nicht-behandelte Kinder.

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